Auch zur Steuerung lässt sich nicht viel sagen. Die technischen Möglichkeiten der Wii werden nämlich überhaupt nicht genutzt. Wie bei der Grafik ist im Grunde alles beim Alten geblieben. Nicht mal die Kameraperspektive lässt sich durch eine Bewegung mit der Wiimote verändern. Vom Nunchuck gar nicht erst zu sprechen! Da stellt sich die Frage: Was haben die in den drei Jahren gemacht? Eure persönliche Privatarmee Die Antwort darauf kann ich euch beim besten Willen leider nicht geben! Der Spielumfang ist zwar wirklich atemberaubend, aber drei Jahre braucht man dazu doch sicher trotzdem nicht! So sehr es mir Leid tut, die Frage muss ich einfach offen lassen. Deshalb gehe ich jetzt einfach mal, wie versprochen, ein wenig ins Detail, denn dafür hatten die Entwickler allemal ein Auge! Allein für eure Party – oder besser gesagt Miniatur-Armee – gibt es über 70 (!) verschiedene Charaktere. Jeder Einzelne von ihnen wurde mit einer eigenen Hintergrundgeschichte, eigenen Charakterzügen und Stärken bzw. Schwächen ausgestattet. Im Basislager kann man außerdem mit allen Verbündeten reden, um mehr über sie und den Grund für ihre Mitgliedschaft im Bund der Morgenröte herauszufinden. Für jeden einzelnen der 70 Helden gibt es außerdem seitenweise Statistiken, die sich mit jedem LevelUp verbessern. Das geschieht jedoch leider automatisch, die Charaktere sind also nicht individuell anpassbar, was hier allerdings nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Immerhin hat man bei mehr als 70 Mitstreitern sicher irgendwo den richtigen dabei. Mit der Party allein kann man sich schon stunden lang befassen, denn hier ist es möglich, sie auszurüsten, Waffen zu schmieden, Beziehungen zu verwalten und außerdem Kampfteams zu bilden oder einfach nur Items zu kaufen und zu verkaufen, usw. Die Masse an Möglichkeiten ist schier endlos. Die gebildeten Teams von zwei Charakteren kämpfen übrigens zusammen und erhalten gemeinsam Erfahrungspunkte. Sie leveln also quasi miteinander hoch. Nichts ist umsonst, selbst der Tod kost' das Leben In den Kämpfen bewegt man sich über ein Raster; Quadraten also, die denen eines Schachfeldes wirklich nicht unähnlich sind. Dabei ist auf Reichweite und Fähigkeit jedes einzelnen Freundes und Feindes zu achten. Auch die Waffenausstattung muss bedacht sein, denn hier gilt das Schere-Stein-Papier-Prinzip. So dominieren Schwerter über Äxte, Äxte über Lanzen und diese wiederum über Schwerter. Das ist jedoch nicht alles, denn genau so sieht es bei Magiern und ihren Magiearten Feuer, Blitz und Wind aus. Das Terrain spielt außerdem ebenfalls eine große Rolle bei einem Feldzug gegen Gegnerhorden. Steht ihr zum Beispiel mit einem Bogenschützen auf einer Anhöhe oder einem Podest, werden seine Attribute verbessert, die Pfeile machen also mehr Schaden. Steht ihr jedoch unten, hat der Gegner die Oberhand. Ihr seht also, dass es wirklich einiges gibt, über das man nachgrübeln muss, bevor man einfach zieht. Vor allem, da besiegte Verbündete realitätsgetreu auch tot bleiben und unter keinen Umständen weitergespielt werden können. Ja, ihr habt richtig gelesen: Fällt ein Verbündeter, verliert ihr ihn für das gesamte restliche Spiel, was dann auch erklärt, warum es über 70 Helden für euch gibt. Gerade durch die individuellen Züge, die durch die eigene Charaktergeschichte, nicht zuletzt aber auch durch die Charakterklasse geschaffen werden, ist jeder einzelne Verlust somit schmerzlich. Da heißt es nur, Spiel aus und den letzten Kampf neu starten. Oder den letzten Zug, denn es gibt zum Glück die Möglichkeit, schnell und einfach mittendrin zu speichern. Das ist auch nötig, denn auch auf der leichten der drei Schwierigkeitsstufen wird euch nichts geschenkt. Eine falsche Entscheidung und ein Verbündeter ist weg vom Fenster, leichter Schwierigkeitsgrad hin oder her, denn auch hier hat man einiges zu knabbern. Mehr muss ich wohl nicht erzählen, um zu verdeutlichen, dass die Strategen unter euch hier mit Sicherheit voll auf ihre Kosten kommen werden. Und auch Anfänger, die dem Genre bisher fern geblieben sind, können Spaß haben! In der Anfangszeit des Spiels gibt es immer wieder kleine Tutorials, in denen jedes Detail in einem kleinen Video erläutert wird. Ohne das ginge es bei der Masse an Informationen wohl auch gar nicht. Zum Glück kann man auch später noch auf diese Videos zurückgreifen. Zu guter letzt sei gesagt, dass Strategiefans hier sicherlich einige Zeit auf ihre Kosten kommen werden. Ist das Spiel aber erst mal besiegt, wartet rein gar nichts mehr auf euch. Dann bleibt nur noch der Neustart. Nicht mal ein Multiplayermodus ist vorhanden – und der bietet sich doch gerade auf Online-Ebene extrem an! Es wäre toll, mit eigenen Strategien gegen Spieler aus der ganzen Welt anzutreten. Am Ende ist es aber nicht mal möglich, mit einem Kumpel zu Hause zu spielen; es bleibt bei einem reinen Singleplayer-Spiel. Chance vertan, damit hätten die Entwickler noch mal so richtig punkten können. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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