Kampfsystem mit neuem Wind & die Mob-Jagd
Das Kampfgeschehen und auch alle anderen Sachen drum herum, werden in FFXII etwas anders ausgetragen als in den Vorgängern. Erstmal ein paar grundlegende Dinge hierzu. In FFXII werdet ihr viel mit Magie arbeiten müssen, was letztendlich auf einen hohen MP-Verbrauch zurückführt. Durch das Bewegen werden eure MP schrittweise wieder regeneriert. Ivalice ist wahrlich groß und da die Story vom zwölften Teil genauso wenig linear ist wie die Story vom zehnten Teil, braucht ihr natürlich eine Möglichkeit um euch fix fortzubewegen. Ab und an werdet ihr auf Speicherkristalle stoßen, die in orangefarbigem Licht erstrahlen. Diese werden Telekristalle genannt. Seid ihr im Besitz eines oder mehrerer Telepo-Steine, dann könnt ihr hier das Telepo-Menü aufrufen. In diesem sind alle Telekristalle aufgeführt, die ihr bislang entdeckt habt und zu denen ihr euch warpen könnt. So nun leiten wir langsam zum Kampfsystem über. In diesem Teil der Final Fantasy Reihe gibt es keine Zufallskämpfe mehr, das bedeutet, dass ihr die Gegner schon von weitem sehen könnt und dann auch direkt ins Kampfgeschehen, sofern ihr möchtet, eingebunden werdet, ohne Ladezeiten oder ähnliches. Die meisten Monster in freier Wildbahn sind nicht im Besitz der auf Ivalice handelsüblichen Währung „Gil“. Eure Gilbörsen füllt ihr am besten, indem ihr die Schätze, die euch die Monster nach ihrer Niederlage zurücklassen, in Läden verkauft. Habt ihr ein oder mehrere Monster in der Nähe registriert, könnt ihr den cleveren Weg wählen und versuchen unbemerkt an den Gegnern vorbeizukommen oder ihr stürzt euch ins Getümmel. Sobald ihr mit einem Gegner im Gefecht seid, greift auch sofort euer Gambitsystem, was weiter unten in einer Extrapassage noch etwas genauer erklärt wird, ins Geschehen mit ein. Ansonsten könnt ihr nach belieben eure Attacken auswählen, wofür für kurze Zeit das Kampfgeschehen unterbrochen wird. Euer Angriffsbalken wird wie gewöhnlich unten rechts am Ladebildschirm aufgeladen. Um im Getümmel nicht die Orientierung zu verlieren, wurden Zielsysteme eingerichtet. Von eurem Charakter führt ein blauer Bogen zum Gegner, den ihr gerade attackieren möchtet und genau umgekehrt, vom Gegner führt ein roter Bogen zu dem Charakter, den das Monster angreifen möchte. Heilungen werden mit einem grünen Bogen beschrieben. Wenn ihr mehrere Monster derselben Gattung in ununterbrochener Folge besiegt, löst ihr eine Angriffs-Serie aus. Während einer solchen Serie erscheint auf dem Bildschirm eine Anzeige, aus der ihr die Zahl der aufeinander folgenden Angriffe gegen dieselbe Gattung eines Monsters ersehen könnt. Je länger die Serie, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Monster Schätze hinterlassen. Im Laufe des Spiels werdet ihr immer wieder in Tavernen, Kaffen oder auf Märkte kommen, bei denen ihr dann eine Tafel mit Aufträgen seht. Dort könnt ihr Aufträge zum Jagen von so genannten Mobs annehmen und kräftig Gil und auch Waffen und andere Sachen absahnen. Das Ganze verläuft so, ihr nehmt einen Auftrag an, begebt euch zum Auftraggeber, sagt ihm bescheid, dass ihr das Monster jagen wollt und schon gibt er euch die nötigen Informationen, wo, wann und wie ihr das Monster finden und erledigen könnt. Mit zunehmender Schwierigkeit werden diese Infos natürlich immer magerer, aber euer Ruf eilt euch dann auch voraus. Umso mehr Mobs ihr tötet, umso höher wird euer Clanrang und euer Ansehen in der Szene.
Neben den normalen Angriffen und der Weiß- und Schwarzmagie gibt es neuerdings nun auch Unterteilungen in Grün-, Zeit- und Schattenmagie. Die Gegner haben viel mehr Schwächen als in den vorherigen Teilen und auch die Lebensenergie eurer Charaktere geht schon mal schnell dem Ende entgegen, deswegen hat die Magie in FFXII eine sehr hohe Priorität. Ob nun Guardianforces oder Bestias, die unheimlich starken Monster gehören einfach zu jedem Teil dieser Serie, dieses Mal heißen die Kreaturen, die ihr beschwören könnt „Esper“. Doch sie spielen keine Hauptrolle, sondern können eher als Nebengeplenkel eingestuft werden. Im Laufe der Story werdet ihr fünf Esper finden, die allesamt sehr schwach sind und leicht von feindlichen Gegnern getötet werden. Selbst ihre Spezialattacken werden euch kaum weiterhelfen können. Enttäuschung macht sich breit? Keineswegs, denn es gibt noch weitere Spezialattacken, so genannte „Myst-Techs“, von denen jeder eurer Charaktere drei Stück erlernen kann. Um diese Attacken anwenden zu können, müsst ihr erstmal die entsprechenden Myst-Techs auf dem Lizenzenbrett freischalten und dann muss einer eurer Charaktere volle MP haben um seine Spezialattacke anzuwenden. Umso mehr Myst-Techs ihr erlernt, umso größer wird eure MP Leiste. Beherrscht praktisch einer eurer Charaktere alle drei Myst-Techs, hat er drei Abschnitte in seiner MP Leiste, die jeweils der Stärke der Attacken entsprechen. Wendet ihr dann eine dieser Attacken an, können auch eure anderen Charaktere ihre Spezialattacken einsetzen. Das Verfahren läuft in etwa so ab, ihr müsst versuchen in einer bestimmten Zeit immer wieder die Attacken eurer Charaktere auszuführen, indem ihr die richtigen Tasten zur richtigen Myst-Tech drückt. Das bedeutet, dass ihr eine aufeinander folgende Angriffsserie mit Spezialattacken ausführen könnt, die dann in einer Megaattacke mündet. Dieses System ist wirklich anspruchsvoll und sehr interessant gemacht, besonders die Myst-Techs liefern beeindruckende Spezialattacken ab.