Ein absoluter Klassiker kehrt zurück. Am 12. Dezember 1987 schrieb Squaresoft (jetzt Square Enix) Geschichte, indem sie Final Fantasy I in Japan veröffentlicht haben. Drei Jahre später erst erschien der Titel auch in den USA, wo er ebenso große Erfolge feiern konnte – sogar einen noch größeren als in Japan. Verantwortlich für dieses Spiel war auch Hironobu Sakaguchi, der jetzt (leider) bei Mistwalker ist und sich für Spiele wie Blue Dragon verantwortlich zeigt. Seitdem Yoshinori Kitase die Rolle des „Producers“ übernommen hatte, wollte der Funke zwischen Spiel und Spieler nicht mehr so richtig überspringen. Doch wir widmen uns nun dem ersten Meisterwerk neben der Chrono-Reihe des Herren Hironobu Sakaguchi, Final Fantasy I. In der Story von Final Fantasy I geht es um vier Kristalle, die die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen sollen. Diese vier Kristalle können nur von vier Auserwählten geführt werden und eben jene Auserwählte werden vom Spieler gespielt. Der schwarze Ritter Garland ist das Ziel der vier Helden und eben jener verführt Könige und ganze Ländereien. Die Anfänge einer Legende Es ist immer schön zu sehen, wo eine Serie seinen Ursprung hatte. Zwar bekommen Käufer der PSP-Version bei weitem nicht das grafische Original präsentiert, dafür aber hat sich an der Mechanik des Spiels rein gar nichts verändert. Spieler wählen aus sechs verschiedenen Charakteren (Schwertkämpfer, Dieb, Weißmagier, Schwarzmagier, Rotmagier und Ninja) und können sich zudem entscheiden, ob sie den Titel mit englischer Sprache oder komplett japanisch spielen wollen. Deutsch ist nicht verfügbar, weswegen – sehr – gute Englischkenntnisse Pflicht sind, um hier überhaupt was zu verstehen. Das Kampfsystem ist ganz klassisch aufgebaut und lässt sich teilweise in FFVII, VIII, IX und X-2 so wiederfinden. Selbstverständlich auch in III, V und VI (IV nicht, weil IV in den USA in Wirklichkeit FFII ist, dazu aber im anderen Test mehr). Nun, in der Party, bestehend aus vier Charakteren, kämpft ihr gegen maximal 12 Gegner, dessen Designs sehr cool aussehen und nur so vor Abwechslung strotzen. Magie, Angriff und alles, was dazu gehört ist natürlich dabei – nur Bestias nicht, die gab es erst sehr viel später; ein effektiver Einsatz folgte erst mit FFVII. Je nach Initialwert der einzelnen Charaktere wird der Kampf ausgetragen. Ist also der Schwertkämpfer der schnellste der Truppe, wird er auch zuerst angreifen. Nach dem Kampf werden dann EXP abgerechnet und münden im Nachhinein in einem Level, das neben HP und MP noch einige Statuswerte verbessert, wie zum Beispiel Glück, Ausdauer, und so weiter. Neue Fähigkeiten lernen die Helden zwar leider nicht, dafür aber können zusätzliche Magiesprüche für die Schwarz- und Weißmagier gekauft werden. Die Preise für alle Gegenstände, sei es Ausrüstung oder eben Magie, sind so richtig gesalzen. Es dauert zumeist mehrere Stunden bis man sich die wichtigsten Zauber wie Curaga, Feuga oder Flare kaufen kaufen, da die Gegner unverhältnismäßig wenig Gil abwerfen. Zwar steigert man dadurch immer fein seinen Level und hat es im Nachhinein leichter gegen schwerere Bosse, aber dieser teils doch recht mühsame Weg ist ein Überbleibsel alter FFs, die eben immer so „bockschwer“ gewesen sind.Ansonsten kann Final Fantasy I aber mit einem riesigen Umfang punkten, bei dem ihr locker mit bis zu 40 Spielstunden rechnen könnt – Sidequests mal ausgelassen. Es sind vielleicht nicht so viele Städte vorhanden wie in einem FFXII oder X, dennoch wissen die neu auferlegten Gebiete zu gefallen, da sie sehr viel farbenfroher daherkommen. Schöne neue Welt Und damit kommen wir auch schon zur Grafik des Spiels, denn wie ihr unter diesem Abschnitt seht (Bildervergleich), hat Square Enix im zweiten Remake (das erste gabs mit „Final Fantasy: Origins" für die PSone – darin waren auch FF1 und FF2 enthalten) so einiges nachgelegt. Alle Figuren sehen sehr viel schöner aus, die Gebiete wirken wesentlich farbenfroher und die Effekte wurden komplett überarbeitet. Zwar fehlt es nun am 1987er Feeling, allerdings gewinnt der Titel nun einen anderen Charme sowie Stellenwert – nämlich den eines Secret of Mana! Egal ob 1987 oder 2008 – Final Fantasy I entfacht in mir wunderschöne Erinnerungen an eine Zeit, in der Videospiele noch richtig gut gewesen sind. Ebenfalls richtig gut gibt sich der Soundtrack, der vom Meister persönlich, Nobuo Uematsu, kreiert worden ist. Auch diese geniale Person hat Square Enix verlassen, zusammen mit Herrn Sakaguchi. Auch 21 Jahre nach dem Release von FF1 wissen die Songs zu gefallen und immerhin kann man hier den Ursprung aller (bis auf Teil 12) Kampfsongs hören, die im Nachhinein nur leicht abgeändert worden sind. Als Schmankerl für PSP-Besitzer gibt es noch einige neue Gebiete sowie eine Galerie für Illustrationen – zwar nicht die Welt, aber als nettes Gimmick doch gerngesehen.
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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