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Ferrari Challenge (PS3) Vorschau

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 Sommer 2008
Plattform
Kategorie/Genre
 Rennspiel

Anfang 1 2 » Fazit

Wenn in der Formel 1 die Ferraristi auflaufen, grölen die Fans in rot natürlich sofort, denn ihre Helden Räikkönen und Massa fahren wieder ihre Runden um diverse Kurse. Videospieler können sich hingegen darauf freuen, mit zahlreichen lizenzierten Boliden über bekannte Strecken, wie Spa, den Hockenheimring oder Monza donnern zu dürfen – in roten Edelkarren! Bruno Senna, Neffe des berühmten Ayrton Senna, ist maßgeblich an der Entwicklung des Spiels beteiligt, schließlich soll es mindestens so realistisch werden wie Forza Motorsport und Gran Turismo. In München haben wir uns das Spiel mal angeschaut und können nun mit positiven Eindrücken davon berichten.

Immer diese Cheater…

Entwickler und Publisher haben es oftmals wesentlich leichter als wir armen, armen Redakteure. Sie müssen sich gar nicht erst alles freispielen, nein, sie ercheaten sich mal eben alle Fahrzeuge. Ok, für uns umso besser, da wir damit den äußerst umfangreichen und starken Fuhrpark genauer betrachten konnten. Und siehe da, wir finden schicke Schlitten wie den Testarossa, 512 oder auch 430'er – nicht schlecht! Insgesamt gibt es satte 64 verschiedene Fahrzeuge, die ihr euch für die gewonnen Credits aus den Rennen kaufen können werdet.

Damit aber ist es noch lange nicht getan, denn im Paint-Shop könnt ihr die sehr schicken Boliden nochmals einer kleinen Schönheitskur unterziehen, wodurch sie einen neuen Lack erhalten oder Vinyls aufgeklatscht bekommen, wodurch sie wesentlich individueller wirken. Schön bei den Vinyls ist, dass ihr sie editieren, drehen, wenden und nahezu überall auf den Wagen kleben könnt. Tuning ist aber aufgrund der festgeschriebenen Lizenz nicht möglich – verständlich, aber etwas schade ist es schon.

Aller Anfang ist schwer

Wer sich einfach so ins Rennen stürzt ohne vorher auch nur eine Runde im Training erlebt zu haben, wird ins kalte Wasser geworfen und darf sich nicht wundern, wenn die ersten Runden verdammt schlecht enden, denn die KI der Gegner ist äußerst stark. Von wegen „Ideallinienraser“, hier wird beinhart um jeden Meter gekämpft und das auch mit einer nötigen Strenge, wobei die Gegner selbstverständlich auch menschliche Fahrfehler machen. So ist es uns passiert, dass der Fahrer hinter uns zu einem Überholmanöver ausgeschert ist und in der nächstbesten Kurve schön im Kiesbett landete. Auf der anderen Seite sollte man aber aufpassen, nicht selbst solchen Fehlern zum Opfer zu fallen, weil das schneller passiert als es einem vielleicht lieb ist. Einen guten Eindruck macht auch der Regeneffekt, der zwar kein Aquaplaning hervorruft (Gott sei Dank, sonst wär es ja noch schwerer, den Wagen auf der Piste zu halten!), sich aber dennoch auf die Fahrweise ausübt, weil die Kurven nun eher angebremst werden müssen.

Ziel der Entwickler war ist überdies nicht, eine reine Simulation hinzuklatschen, sondern, ähnlich wie es Codemasters mit Race Driver: GRID versucht, ein Mix aus Arcade und Simulation auf die Beine zu stellen, was sich auch als richtige Entscheidung bewiesen hat. Die Steuerung gibt sich ganz normal – mit X oder R2 gebt ihr Gas und mit Viereck bzw. L2 wird gebremst. Das ist auch gut so, denn das Fahrverhalten der Boliden ist immer anders und wirklich realistisch ist es nicht, Arcade hingegen ebenso wenig – wir bei GRID ein sehr guter Mittelweg, der optimal zwischen Spielbarkeit und Realismus liegt. Darüber hinaus finde ich es sehr praktisch, dass man sich Hilfen zuschalten kann: Eine Lenkhilfe, Bremspunkte komplett oder nur bei Kurven, Bremshilfe, Markierung der Idealline – und so weiter.

Technisch ausgefeilt

Die Grafik auf der PlayStation 3 läuft mit butterweichen 30 Frames pro Sekunde, was zwar keine Bestleistung ist, aber dadurch wird ein flüssiges Spielen garantiert, bei dem wir keinen einzigen Ruckler bemerkt haben. Die Fahrzeuge sehen 1A aus, die Strecken ebenso und die Pfützenbildung bei Regen weiß durch die Reflexionen der Umgebung auch zu gefallen. Als Schmankerl obendrauf gibt es noch feine Animationen innerhalb des Wagens, wenn euer Fahrer den Gangwechselt oder zum Fluchen die Hand hebt (könnt ihr steuern, indem ihr die Tilt-Funktion des Sixaxis verwendet). Ein Schadensmodell gibt es nicht so wirklich, auch wenn ihr eine leicht kaputte Frontscheibe sehen werdet – Auswirkungen hat es nicht. Nervig hingegen war die richtig üble Werbung, die teilweise ziemlich groß zu sehen war (Puma, Motorola und Co.). Der Sound hinterließ einen durchweg positiven Eindruck.
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