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F.E.A.R. Extraction Point (Tests)


F.E.A.R. Extraction Point

Letztes Jahr feierte ich „F.E.A.R.“ als mein persönliches Spiel des Jahres und nun steht endlich das AddOn in den Regal und seit einigen Tagen auch auf meinem Schreibtisch, um getestet zu werden. Frohen Mutes warf ich mich auf das AddOn und verschlang es auch leider binnen weniger Stunden – warum der Titel mehr ein Quickie als ein klasse AddOn ist, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen. Viel Spaß!

Irgendwie ist es schon höllisch unbefriedigend, dass das AddOn leider nur schlaffe sechs Intervalle besitzt, die allesamt gerade mal 5 Spielstunden erreichen, Profis schaffen es teilweise sogar schneller. Noch viel problematischer ist allerdings, dass die Story überhaupt nicht in Fahrt kommt und noch mehr Rätsel schafft als es eigentlich lösen soll. Warum zum Geier lebt Alma noch? Wie konnte Fettel seinen Tod überleben? Das sind Fragen, auf die man einfach keine Antwort bekommt. Vielleicht gibt ja der offizielle Nachfolger eine Antwort auf die Fragen, denn an sich ist die Story grandios, aber im AddOn heißt es viel mehr: Ballern, ballern, ballern.

Im Dunkeln tappen
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Wir wollen nicht um den heißen Brei herumreden, sondern direkt zu den eigentlichen Neuerungen des AddOns kommen, denn auch wenn die Story ziemlich flach ist, macht das Spiel spielerisch zumindest keinen Rückschritt. Die Levels an sich sind nun deutlich abwechslungsreicher und grafisch stellenweise auch einen Tick besser, was sich aber wieder dadurch herunterziehen läßt, als dass sowieso alles dunkel ist und der Unterschied nicht wirklich immer auffällt. Klar, es ist schon ein neuartiges Erlebnis für einen F.E.A.R.-Zocker durch Kanalisationen (sehr eng und beklemmend aufgemacht) zu stampfen und dabei noch einige Gegner zu killen, aber bei der Dunkelheit wird man leider nicht allzu viel davon haben. Einige neue Waffen sind auch hinzugekommen, diese sind aber nicht der Rede wert, weil man sie erstes gar nicht gebrauchen kann (zu schwach) und zweitens jeder mit der Partikelkanone oder der Shotgun bestens versorgt ist.

Ziemlich übel wird es allerdings erst dann, wenn ihr durch die Räume lauft und rein gar nichts passiert! Ich kann mich nicht erinnern, dass es in F.E.A.R. zu derart langweiligen Leerlaufphasen gekommen ist. Was soll das liebe Entwickler von Timegate? Den Spieler mit „Second Class“-Schockeffekten nerven? Da hatte Monolith in der Vollversion aber deutlich mehr drauf. Nun, so schlecht sind manche Schocker nicht, aber stellenweise weiß man schon vorher ob da was passiert oder nicht, weil ein grauer Dunst vor euch herumschwirrt. Natürlich gibt es auch hier und da einige richtig böse Szenen, die einen vom Hocker reißen, aber leider sind diese Dinge Ausnahmen geworden.

Immer noch ein Spaß!
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Im Kern wird aber dasselbe Spiel geboten mit einem leicht veränderten Fokus: Die Kämpfe sind nun das, worauf das Spiel hinaus will und genau das schafft es auch. Habt ihr im Hauptprogramm nur gegen maximal 7 oder 8 Gegner gleichzeitig gekämpft, bekommt ihr es im AddOn mit einem ganzen Dutzend Gegner gleichzeitig zu tun, die euch an die Pelle rücken. Dass das gerade Actionfans schmecken wird ist klar, umso ärgerlicher ist da die kurze Spielzeit, denn Spaß macht die Ballerei allemal. Dazu trägt auch der grandios inszenierte Bullet Time-Effekt bei, denn dieser darf bei einem F.E.A.R. natürlich nicht fehlen.

Genau so bekannt und gefürchtet ist die KI der bösen Jungs, denn auch im AddOn gibt sich die KI absolut keine Blöße und wird euch das eine oder andere Mal so richtig ins Schwitzen bringen. Vor allem cool ist es, wenn die Gegner aufgrund einer Granate sogar aus dem Fenster springen oder kurzerhand einen etwas tieferen Abgrund aufsuchen, um dort (natürlich springen sie nur dann, wenn sie wissen, dass sie überleben) das Heil in der Flucht zu finden. Schon allein wegen der grandiosen KI entsteht auch in diesem Teil eine extrem dichte Atmosphäre, die man so erst toppen muss – grandios!

Technisch wie gehabt
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Da wir es hier mit einem AddOn zu tun haben, darf man weder grafisch noch soundmäßig irgendwelche Neuerungen erwarten – und siehe da: Man findet auch keine. Die Grafik ist aber dennoch über jeden Zweifel erhaben und sorgt weiterhin für offene Münder. Vor allem der coole Effekt beim Bullet-Time hat es immer noch in sich. Ansonsten verweise ich an dieser Stelle auf den Test des Hauptspiels, dort gibt es ausführliche Infos zur Grafik.

Beim Sound hingegen muss ich ein wenig Kritik üben, denn die Sprecher hören sich stellenweise wirklich sehr langweilig an. Wer die Möglichkeit hat, die englische Sprachausgabe zu genießen, der sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen, denn die deutschen Sprecher sind mir einen Tick zu lasch und emotionslos.

Kommentar (AS) :

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Schade, denn eigentlich ist F.E.A.R. Extraction Point ein durchweg starkes AddOn, welches aber an der Kürze, der Ideenlosigkeit und dem minutenlangen „Nichts tun“ scheitert. Unbestritten bleibt natürlich die brachiale, atmosphärische Action gepaart mit den klasse Schockmomenten, welche aber manchmal durchschaubar sind, und die grandiose KI, die sich ebenfalls von ihrer besten Seite zeigt. Aber was helfen schon solche Dinge, wenn das Gesamtpaket zu klein ist und nichts neues bietet? Leider rein gar nichts. F.E.A.R.-Fans greifen zu, alle anderen sollten sich vielleicht lieber das Hauptprogramm zulegen oder auf den Nachfolger warten.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 09.11.2006




 
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Redaktionswertung

Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:

User-Wertung
Positiv
  • - Super Grafik
  • - Dichte Atmosphäre
  • - Klasse KI
  • - Bessere Level als im Hauptprogramm
  • - Neue Waffen & Gegner
  • - Knackiger Schwierigkeitsgrad
Negativ
  • - Viel zu kurz
  • - Deutsche Sprecher zu emotionslos
  • - Stellenweise selbst mit der Lampe zu dunkel
  • - Minutenlanges „Nichts tun“
  • - Story zu flach
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