Far Cry 2 - GC-Preview (Vorschau)Ich habe fieberhaft auf meinen Far Cry 2-Termin gewartet, die Minuten wollten nicht vergehen und die Vorgruppe kam und kam einfach nicht aus dem Präsentationsraum heraus. Dann aber war es soweit, ich konnte mit meiner Gruppe rein und wurde Zeuge einer Orgie sondergleichen, die sich mit Crysis messen muss und kann! Die Reise ging in das Herz von Afrika, Zentralafrika. Eine Grafik zum Verlieben
Rollen wir diese Vorschau einfach mal von unten auf und fangen mit dem technischen Teil des Spiels an, denn das dürfte sicherlich die meisten von euch interessieren (zugegeben, ich hab auch etwas mehr auf die Grafik geschaut als auf das Gameplay). Die Grafik vom Spiel ist erste Sahne. Sie ist aber nicht ganz vergleichbar mit der von Crysis, denn Crysis ist purer Realismus und Far Cry 2 hat einen anderen Stil, den man erst sehen muss, um ihn zu verstehen. Wenn ich euch jetzt hier sagte, dass der Stil leicht wie ein Artwork aussieht, werdet ihr mit einem leicht verduzten Blick auf euren PC schauen. Aber dem ist so, die Gebiete sehen im wahrsten Sinne des Wortes malerisch aus, wirken aber trotzdem sehr atmosphärisch und grandios. Die Texturen sind sehr hoch aufgelöst, die Effekte bombastisch. Die Physik erlaubt es euch zudem alles das zu zerstören, wovon ihr auch glaubt, es zerstören zu können. Ihr seht also ein hölzernes Haus? Kein Problem! Richtet die Bazooka auf das Gebäude, drückt ab und seht, wie es zerstört wird. Auch ein ganz normaler Kugelhagel reicht aus, um wesentliche Teile des Baus zu vernichten. Auch hat mich der dynamische Tag-Nacht-Wechsel überzeugt, der nicht nur mit korrekter Schattendarstellung, sondern auch mit einer absolut nachvollziehbaren Wolkenbewegung daherkommt. Apropos Wolken. Eigentlich nimmt man diese beim Spielen kaum wahr, aber in Far Cry 2 haben auch diese ihre eigenen Animationen. Wenn sich ein Sturm anbahnt, werden sie dichter, dunkler. Beim Sturm bewegen sich Gräser und Bäume physikalisch total korrekt. Außerdem könnt ihr Bäume, Sträucher und so weiter - genau wie in Crysis - durch Waffengewalt zerstören. Ich könnte euch noch viel mehr über diese atemberaubende Grafik erzählen und schreiben, aber das Gameplay sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Riesiges Gebiet, viel zu tun
Das Hauptziel im Spiel ist es einen bestimmten Mann zu töten. Wer das ist, wurde leider nicht gesagt, aber das ist die Aufgabe, für die ihr extra nach Zentralafrika gereist seid. In Far Cry 2 wird man mit einigen Menschen interagieren müssen. Far Cry 2 ist also nicht so ein "straight forward"-Shooter wie sein Vorgänger. Hier muss man mit einigen einheimischen Bewohnern anfreunden, damit sie euch bei einigen Missionen helfen. Darüber hinaus werdet ihr Gespräche führen, um neue Missionen zu kriegen, um näher an den Mann zu kommen, den ihr killen müsst. Außerdem helfen euch diese Mitmenschen immer dann, wenn ihr eigentlich tot sein solltet. Es gibt dann also kein Game Over, denn ihr verliert nur alle Waffen und werdet an einen sicheren Ort gebracht und bekommt eine Pistole zugesteckt, mit der ihr euch erst verteidigen müsst bis ihr eure alten Waffen wiederfindet. Die gezeigte Pre-Alpha umfasste ein Gebiet von einem Quadratkilometer, was schon an sich extrem viel Platz bietet und sehr groß ist. Das gesamte Spiel wird ca. 50 Quadratmeter umfassen - genug Platz zum Erkunden, denn man wird nicht immer zwingend an eine Mission gebunden sein, wodurch ein kleiner Ausflug in eine komplett andere Richtung auch möglich ist.
Und weil 50m² nicht gerade wenig ist, muss man nicht alles laufen, das wäre auch eine Zumutung. Im Spiel wird es verschiedene Fahrzeuge geben, die man selbst fahren können wird, um so schneller an die entsprechenden Orte zu kommen. Auch die Feinde werden euch gegebenfalls mit Fahrzeugen verfolgen, falls sie euch entdecken. Apropos Feinde: Wollen wir doch mal einige Worte zur KI verlieren. Far Cry 1 war bekannt für seine extrem reale KI und Teil 2 führt diese KI auf ein noch höheres Level. Die Gegner agieren noch schlauer, noch heimtückischer und arbeiten noch mehr zusammen. Wenn sie euch sehen, werden sie sich sofort verstecken, sich absprechen und eventuell Hilfe anfordern. Auch spannend ist die Reaktion bei einem Sniperschuss, den ihr abgefeuert habt. Tötet ihr eine Person mit dem Sniper nicht, sondern verletzt diese nur, werden sich alle verstecken, mindestens einer wird einen Mediziner rufen, damit dieser die verwundete Person herausholt. Schießt ihr nochmal werden sie sich auf die Suche nach euch machen - und zwar gemeinsam, wodurch man sich beim nächsten Schuss höchstwahrscheinlich verraten würde. Ich bin gespannt, wie sich die KI in etwas engeren Räumen verhalten wird, denn bislang konnte ich sie nur "Outdoor" sehen. Damit ihr im Spiel nicht die Übersicht verliert, gibt es eine Map sowie einen Kompass, welche aber nicht extra in einem neuen Bild dargestellt werden. Der Held holt die beiden Sachen einfach hervor und der Spieler bleibt im Spiel, er wird also nicht herausgerissen, wie in fast allen anderen Shootern. Außerdem gibt es keine Lebensanzeige. Der Bildschirm blinkt rot und wenn man zu viel Schaden hat, kommt eine von 60 verschiedenen Selbstheilungsanimationen. Mal holt der Held eine Kugel aus seinem Fuß, mal entfernt er etwas aus seinem Arm. Dadurch erspart man sich unnötige Medipacks und dergleichen.
ErsteindruckGeschrieben von: Adam Smieja am 26.08.2007 |
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