Family Ski (Tests)
Spieletester.com Redaktion in Hagen, 16. Juni 2008: Family Ski kommt an. Kollege Pascal packt es aus, sieht es und sagt: „Adam, jetzt können wir familiär werden“. „Ich bin doch nicht schwul!“ war meine erste leicht entsetzte Aussage bis ich dann selbst sah, dass es ein Wii-Spiel war, worauf er deutete. Zu viert haben wir es dann mit Mathias und Christoph gespielt (daher gab es auch am 18. Juni nicht so viele News) und stellten fest: Das ist ein kurzes Vergnügen mit wenigen Modi. Schon im Menü von Family Ski wird deutlich, dass Hardcore-Gamer nicht erwünscht sind, denn eine Karriere gibt es nicht. Man wählt entweder aus einem von 200 verfügbaren Miis oder wählt sein eigenes Mii – ganz wie man möchte. Danach geht es auch schon auf die Piste im Freestyle-Modus oder man übt die Steuerung in der Skischule – diese geht nur leider viel zu lang und die Hälfte aller Übungen bekommt man schon durch „learning by doing“ während der kleinen Herausforderung selbst heraus. Fotomodus, Wiederspielwert und Familientauglichkeit Während die kleinen Herausforderung (20 Schwierigkeitsgrade pro Rennen, Slalom und Buckelpiste) gerade mal für einige sehr wenige Stunden Spaß ausreichen – egal ob zu viert oder alleine – ist der Freestyle-Modus mit seinen wesentlich mehr Herausforderungen etwas fordernder, ersetzt aber beim besten Willen nicht eine umfangreiche Karriere. Namco Bandai hat das Spiel voll und ganz auf den Casual Markt spezialisiert, weswegen der Titel auch nach mehr als einer Stunde wieder keinen Spaß macht, weil die Steuerung ziemlich simpel und die Abwechslung stark mangelhaft ist. Damit ihr zu Hause aber nicht schon nach wenigen Stunden das Spiel in die Ecke werft, haben sich die Entwickler einen fast schon „revolutionären“ Fotomodus ausgedacht und ins Spiel eingebracht. Hierbei gilt es schöne Bilderchen zu knipsen, die ihr anschließend im Fotoalbum durchsliden könnt. Wer also Oma eine kleine Überraschung machen will bevor sie einpennt, kann das damit sehr gut tun. Die Bilder, die ihr machen könnt, sind nun wirklich nicht das Wahre, auch wenn es nette Gimmicks zu entdecken gibt – aber wer wird das Feature auch ernsthaft benutzen wollen? Gespielt wird entweder nur mit WiiMote und Nunchuck oder, falls ihr es besitzt, zusätzlich noch mit dem Balance Board, wobei das eher schlecht ins Spiel eingebracht wurde und lediglich wie eine billige Beilage wirkt. Stellt ihr euch auf das Balance Board, könnt ihr euch damit nach rechts oder links neigen, um so nach rechts oder links zu fahren. Den Rest müsst ihr nach wie vor mit den anderen beiden Eingabegeräten machen. Klar, es wirkt schon realistisch, wenn man mit den beiden Controllern wie mit echten Skiern und den dazugehörenden Stöcken die Bewegungen nachmacht, den Einsatz des Balance Boards hätte man sich unserer Meinung nach aber sparen können, weil die meisten Strecken ziemlich einfach sind – oftmals werden die Neigungen sowieso nicht erkannt. Und wie familientauglich ist das Spiel? Da würde ich spontan sagen: Sehr gut. Das Prinzip des Spiels ist so extrem leicht zu verstehen, dass selbst ein alter Mensch damit keine Probleme haben sollte. WiiMote und Nunchuck nach hinten schütteln, um Gas zu geben, nach rechts oder links neigen, um zu sliden – mehr braucht es nicht. Allerdings hat das Spiel im 4-Spieler-Modus mit dezenten Framerateproblemen zu kämpfen, obwohl die gesamte Grafik nun wirklich nicht aufwändig ist. Die Musik ist schrill und nach einiger Zeit etwas nervig, für den Casual-Markt aber wahrscheinlich genau richtig. Geschrieben von: Adam Smieja am 20.06.2008
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