Fallen Lords: Condemnation (Tests)„Die Streitkräfte des Lichts, die Mächte der Dunkelheit und die Seelen des Fegefeuers rüsten zum Kampf um die Erde. Führe Engel, Dämonen oder die Seelen der Toten in epischen Schlachten im Stil von Herr der Ringe zum Sieg! Befehlige mächtige Einheiten, baue deine Charaktere aus und führe sie durch Kämpfen, Verstecken oder Erforschen zum Sieg. Handle klug – denn dein strategisches Geschick entscheidet über das zukünftige Gleichgewicht der Erde!“ Das zumindest wird auf der Verpackung des Spieles angepriesen... Ob und wie viel davon ihr wirklich bekommt, könnt ihr in diesem Test lesen! Wie der Verpackungstext schon andeutet, kämpfen in Fallen Lords: Condemnation die Engel als Verfechter des Guten, die Dämonen auf der Seite des Bösen und die Toten Seelen aus dem Fegefeuer, welche einfach weder zu gut, noch zu schlecht waren, um sich im Himmel den Engeln bzw. in der Hölle den Dämonen anschließen zu können, gegeneinander.
Die Missionen In den Missionen jedenfalls schlüpft man in verschiedene Rollen. Das geht vom einfachen Soldaten bis hin zu hochrangigen Vertretern der einzelnen Seiten, was die Missionen leider etwas zusammengewürfelt erscheinen lässt. Leider gibt es auch kaum Handlungsspielraum, denn der Ablauf einer jeden Mission ist so genau vorherbestimmt, dass es nicht möglich ist, etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Frust Vorprogrammiert Enorm auffällig ist auch die offenbar nicht vorhandene KI (Künstliche Intelligenz) der computergesteuerten Spieler. So kann es passieren, dass man in einem Trupp von mehreren Soldaten marschiert und von Gegnern angegriffen wird und der Rest der Truppe davon keinerlei Notiz nimmt, was die eigenen Energiereserven extrem strapaziert. Hinzu kommt, das natürlich genau an diesen Stellen auch die Gegner kein anderes Ziel als den armen Spieler vor dem Bildschirm wahrnehmen, was zur Folge hat, dass der eigene Trupp einfach weitergeht und man selbst sich von einer Großzahl Gegner konfrontiert sieht, die man allein nicht besiegen kann. Natürlich gibt es solche Glücksstellen auch wirklich. Das sind die wenigen, bei denen der Gegner einfach kurz vor dem eigenen Charakter stehen bleibt und gänzlich versteinert zu sein scheint. Diese Gelegenheit sollte man nutzen! Die verlorenen Energiereserven kann man zwischendurch immer mal wieder mit kleinen Heiltränken regenerieren, die entweder über dem Gelände schweben, oder sich über die Leichen vernichteter Feinde erheben. Eine andere Möglichkeit besteht nur darin, von einem Magiebegabten Mitstreiter geheilt zu werden, was zum Glück auch direkt geschieht, sobald man sich in dessen Reichweite begibt. Im weiteren Spielverlauf hat man, wie oben schon erwähnt, dann auch die Möglichkeit, in Magiebegabte Charaktere zu schlüpfen, was das Ganze dann zum ersten Mal irgendwie interessant werden lässt. Die Frage ist nur: Wie übt man nun diese Magie aus, die einem theoretisch zur Verfügung steht?
Grenzen der Technik Witzig ist jedoch, die Grenzen der Missionen zu umgehen, denn es gibt auch Aufgaben, die einfach auf Anhieb nicht zu lösen sind bzw. deren Lösungen einfach dadurch erschwert werden, dass scheinbar einfach nicht realisiert wird, dass man sich bereits an Zielorten befindet, oder direkt neben einer gesuchten Person steht. So kann es passieren, dass man frustriert umkehrt, um nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, voranzukommen und man doch tatsächlich eine Lücke im Leveldesign findet und spontan neben einem anderen zu spielenden Charakter auftaucht, der zu Beginn der Mission einen anderen Weg nehmen musste. Leider hilft das nicht wirklich, ist aber ein großer Kritikpunkt.
Grafik und Sound Die Grafik ist leider genauso unspektakulär und frustrierend, wie der Rest des Spieles... Manch einer wird behaupten, dass man für rund 15 Euro kein grafisches Spektakel der Extraklasse erwarten kann – was sicherlich auch stimmt – doch stelle ich schon ein gewisses Maß an Anforderungen, die hier leider nur unzureichend erfüllt wurden. Die Texturen verschwimmen oftmals ineinander und das Leveldesign wirkt meist eher lieblos und trist. Diese Eintönigkeit macht das Spiel eher bedrückend, als spaßig. Außerdem ist es weniger schön, gegen unsichtbare Wände mitten im Spiel zu laufen oder im einen Augenblick über eine Brücke zu gehen und im nächsten dann den Abhang darunter hoch zu kraxeln, obwohl die Ränder der Brücke weit entfernt waren und man eigentlich überhaupt nicht hätte herunterfallen können. Ein Soundtrack ist praktisch nicht vorhanden. An wichtigen Stellen gibt es zwar musikalische Einschübe, eine Atmosphäre kann damit allein jedoch leider nicht geschaffen werden. Kommentar (MP) : Alles in allem bin ich von Fallen Lords: Condemnation sehr enttäuscht. Es bleibt mir gar nichts anderes zu schreiben übrig, als dass dieses Spiel einfach nur frustrierend ist und fast kein Spielspaß aufkommt...
Schade eigentlich, denn eine sauberere Programmierung hätte da noch einiges retten können. Da gebe ich lieber ein wenig mehr Geld aus oder gönne mir ein gutes Buch. Geschrieben von: Mathias Preuß am 24.10.2006 |
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