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Europa Universalis: Rome

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 bereits erschienen
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Strategie

Anfang 1 2 3 » Fazit

Der Name Paradox Interactive sollte jedem Heimstrategen ein Begriff sein. Die schwedische Spieleschmiede versorgt uns seit Jahren mit teilweise genialen Strategiespielen, die allesamt im Brettspiel-Look daherkommen. Dank enormer Spieltiefe waren die meisten bisherigen Titel ein Muss für jeden Hardcore-Strategen. Mit Europa Universalis: Rome erschien vor kurzem der vierte Teil der EU-Serie. Wie gut sich das Spiel in die Reihe großartiger Spiele einreiht und was ihr alles bei der Führung einer Nation beachten müsst, erfahrt ihr in diesem Test!

Aller Anfang ist schwer

Während ihr im Vorgänger Europa Universalis III die Geschichte der Menschheit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert nachspielen und verändern konntet, versetzt euch Rome in die Antike von Beginn des Pyrrhischen Krieges im Jahre 280 v. Chr. bis ins Jahr 23 n. Chr. (474 nach dem Bau Roms – 731 nach dem Bau Roms). Seltsamerweiße widersprechen sich hier die Angaben von Spiel und Handbuch etwas – wieso auch immer. Bevor ihr das Spiel startet, solltet ihr euch zunächst das Tutorial anschauen, um die Grundaspekte des Spiels kennenzulernen.

In 5 Übungen wird euch per Textfeld so ziemlich jede Schaltfläche im Interface erklärt. Unten findet ihr neben dem Nachrichtenfenster auch eine ganze Reihe an Aktionen, mit denen ihr Gebäude bauen oder Armeen aufstellen könnt.  In der oberen Leiste befinden sich die Wirtschaft, Diplomatie, Technologie, die Bevölkerungsanzahl, euer Reichtum, das Datum sowie 3 Tasten zum Regulieren der Zeit. Europa Universalis ist nämlich nicht, wie man zunächst vermuten könnte, ein Runden-, sondern ein Echtzeitstrategiespiel, bei dem ihr jedoch die Zeit anhalten könnt, um euch einen Überblick über eure Nation zu verschaffen oder wichtige Dinge zu erledigen. In Friedenszeiten ist das nicht unbedingt nötig, doch wenn es heiß hergeht auf den Schlachtfeldern Europas, sollte man schon hin und wieder Gebrauch von der Pause-Funktion machen. Leider erklärt euch das Tutorial nur alles, ohne euch selber Hand anlegen zu lassen. Eine Beispielpartie wäre vielleicht angebrachter gewesen und würde besonders Anfängern den Einstieg erleichtern.

Die Qual der Wahl

Stattdessen werdet ihr nach dem Tutorial ohne direkte Erfahrung in den Singleplayer-Modus geworfen. Bevor es losgeht, dürft ihr einen Zeitpunkt innerhalb der 3 Jahrhunderte auswählen und bestimmen, welche Nation ihr zum Sieg führen möchtet. Verändert ihr das Datum, verändern sich auch, mehr oder weniger historisch akkurat, die Territorien der über 53 Fraktionen. So erstreckt sich das Römische Reich anfangs nur über den Großteil Italiens, wählt ihr hingegen ein viel späteres Datum, regiert ihr über fast ganz Europa.

Als Beispiel nehmen wir das Römische Imperium und führen es im Pyrrhischen Krieg gegen Epirus und Magna Graecia. Eine eher leichte Aufgabe, da unsere Feinde jeweils nur 2 Provinzen besitzen. Also gut, auf geht's. Zunächst fällt sicher jedem Gamer auf: Ihr habt keine Ziele. Das Spiel gibt euch keinerlei Vorgaben, ihr könnt tun und lassen was ihr wollt. Den Pyrrischen Krieg gewinnen und nebenbei eine Intrige gegen Karthago schmieden oder doch lieber nur Tribut von Magna Graecia fordern und die Barbarenstämme im Norden zerschlagen? Es liegt bei euch. Wir haben uns für ersteres entschieden.

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