1984 erschuf Akira Toriyama eine der weltbekanntesten Franchises, die es im Anime- und Mangasektor bisher gegeben hat. Dragon Ball (oder oftmals auch Dragonball geschrieben) ist inzwischen komplett durch – 3 satte Staffeln, die Son Gokus Kindheit, dann die Z-Saga und schlussendlich die GT-Saga behandeln, liefen über die Mattscheiben hiesiger und weltlicher TV-Schirme und begeisterten Millionen von Fans. 2009 wird ein Kinofilm erscheinen, der, man lese und staune, mit echten Schauspielern gemacht wird – kein Anime! Das Spiel, Burst Limit hat mit dem Film wenig am Hut, behandelt es schließlich die Z-Saga bis zum Untergang von Cell. Nachdem Dragon Ball Z bereits die PS2 (Budokai- und Budokai Tenkaichi-Reihe), die PSP (Shin Budokai 1 & 2) und die Wii (Budokai Tenkaichi 2 & 3) erobert hat, nebenbei noch Tumult auf dem DS machte (Goku Densetsu), ist jetzt die wahre Next Generation an der Reihe. Schade nur, dass man sich in Sachen Inhalt nach hinten entwickelt, denn nach Cell ist Sense. De facto könnt ihr euch auf Charaktere wie Boo, Majin Vegeta, Gotenks, Vegeto, usw. nicht freuen, weil sie leider nicht mit von der Partie sein werden. Darüber hinaus sah die Charakterauswahl auch nicht so spektakulär groß aus – gefühlte 20 Charakterslots waren da, die meisten davon mit einem Fragezeichen versehen, wodurch wir spekulieren müssten. Bekannte Mechanik Wenn die nette PR-Kollegin und ich doch nur japanisch gekonnt hätten, wüssten wir auch, was wir gewählt haben, denn es gibt da schon direkt bei den schnellen Kämpfen einige Unterschiede zu den vorherigen Spielen. Anscheinend kann man sich die Anzahl an Slots für die Kampfkraft (unterer linker Balken) aussuchen und in einer Art Teamkampf auf Knopfdruck den Partner zuschlagen lassen. Echtes Tag-Team gibt es allem Anschein nach aber nicht. Ansonsten aber funktioniert Burst Limit genau wie alle anderen Teile: Kennst du einen, kennst du sie alle. Die Steuerung auf der Xbox 360 war eingängig und leicht zu beherrschen. Schnell flogen die ersten Energiebälle durch die Gebiete und das erste Kamehameha rauschte am Gegner knapp vorbei. Im Gegensatz zur PS2-Version von Budokai Tenkaichi hat Namco Bandai die Steuerung jedoch auf den gesamten Controller ausgelegt, was sich meiner Meinung nach als weniger optimal herausstellt, da man nun etwas mehr greifen und nachdenken muss. Auch sonst gibt es geringfügige Änderungen am Gameplay, denn jetzt reicht es nicht mehr aus, eure Energie bis aufs Maximum zu bringen, um einen kleinen Stärkeboost zu kriegen. Nun gilt es, die Power alleine füllen zu lassen und dann LB drücken, damit die Stärke freigelassen wird. Umständlich, aber taktisch wohlmöglich wertvoll. Darüber hinaus könnt ihr jederzeit drei Items im Spiel benutzen – sei es eine Sentsu-Bohne, ein kleines Power-Up oder die Provokation. Hier wird man sicherlich zahlreiche Möglichkeiten haben. Cool ist auch, dass jeder Kampf mit einer kleinen Kampfeinlage eingeleitet wird, bei dem zum Glück keiner Schaden nimmt (wenn es nervt, kann es auch abgebrochen werden). Ein Comeback feiert auch der Beamfight, welcher nun verdammt imposant dargestellt wird. Ebenso mit von der Partie sind rasend schneller Auseinandersetzungen in der Luft, die jedoch sehr uninspiriert, weil man einfach nur auf alle vier Farbtasten des Pads kloppen muss, um das Duell zu gewinnen bzw. die Schlagkombo abzuwehren. Ein kleines Quicktime-Event wäre hier sicherlich schöner und spannender gewesen als das etwas nervige Buttonsmashing. Die Kämpfe an sich laufen dabei nicht mehr wie in Budokai Tenkaichi 1-3 ab, sondern mehr wie in Budokai 1-3. Ihr seht euren Helden nur noch von rechts bzw. links, könnt die Kamera nicht mehr drehen und habt auch nicht mehr genau die Möglichkeiten, wie sonst immer: Umgebungen sind nicht zerstörbar. Aber: Wenn ihr hoch in die Lüfte empor gestiegen seid und euren Gegner dann mit einem harten Treffer weit weg schleudert, gelangt ihr in ein neues Gebiet, was ziemlich gut inszeniert ist.Technisch beeindruckend Die Grafik von Burst Limit ist eine Augenweide. Nicht nur, dass die Charaktere jetzt denen der Anime-Serie zum Verwechseln ähnlich sehen, haben sie auch einen deutlich plastischeren Look bekommen (positiv gemeint), der sie noch besser in Szene setzt. Die Effekte sind derzeit, sobald mal ein mächtiger Angriff kommt oder ein Beamfight ausgelöst wird, die Referenz auf beiden Konsolen im Beat `em Up-Bereich. Fans können sich also auf ein actionreiches, pfeilschnelles Feuerwerk freuen mit Effekten, die jegliche Sinne betäuben. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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