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Die Sims 2: Gute Reise

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Simulation

Anfang 1 2 » Fazit

„Ik mökte diesen Teppich nicht kaufen, bittschön!“ ging mir sofort durch den Kopf als ich das Testmuster in den Händen hielt. Die Werbung für eine etablierte Biermarke wollte mir auch während des Testberichts nicht aus dem Kopf gehen. Bei der Abgabe des Testberichts hatte ich nur noch die Worte „Gute Reise“ vom Chef erwartet, aber die kamen dann leider nicht. Schmeckt denn der Titel immerhin gut oder eher bitter?

Gab es das nicht schon mal?

Die Frage auf die Antwort müsste ich mit einem „Jaein“ beantworten, denn man merkt dem Spiel deutlich an, dass es sich etwas von „Urlaub total“ abgeguckt hat, das ja anno 2002 erschienen ist. Im Spiel habt ihr die Wahl zwischen drei verschiedenen Zielen – Asien, ein wunderschöner Strand und ein Camping-Platz sind dabei. Doch bevor man sich in den Urlaub wagen kann, muss das liebe Geld erst verdient werden und gerade hier stellt sich EA selbst ein Bein, denn warum heißt der Titel wohl „Gute Reise“, wenn man erst einige Stunden spielen muss, um die Reise antreten zu können? Nunja, das Bier hier ist auf jeden Fall nicht gut – das spielt sich fast so unecht wie Malzbier schmeckt. Der Flug, das Hotel und das Essen müssen irgendwie bezahlt werden und wenn man nicht gerade zwei Chefärzte als Figuren hat, kann das eben etwas dauern.

Hopfen und Malz, Gott erhalt’s!

Malle ist leider nicht vorhanden bei den Reisezielen (warum eigentlich nicht??), dafür aber zum Beispiel ein malerischer, einsamer Strand. Des Touris schlimmste Befürchtung – überfüllte Strände – gibt es bei der guten Reise der Sims nämlich nicht. An sich ziemlich gut, aber wenn man den Strand dann sieht, wünscht man sich einfach mehr Menschen, mit denen die eigenen Sims agieren könnten. Stattdessen baut man Sandburgen, sucht nach Muscheln oder geht einfach eine Runde baden. Wer noch genug Geld hat, mietet sich ein Fahrzeug und macht eine Sightseeing-Tour, die man aber leider nicht sehen kann! Das ist ziemlich schade, denn wenn man die Tour macht, kommt nur der Zeitraffer (wie als wenn man zur Arbeit ginge) und der Spieler muss warten. Dafür aber kann man einige Events sehen, zum Beispiel das Lagerfeuer eines Eingeborenenstamms oder einen netten Tanz von Mädels in Kimonos – ganz nett.

Das Problem am Spiel ist aber, dass alle Hotels und Urlaubsorte recht gleich aufgemacht sind. Lediglich farblich und dezent von der Ausstattung gibt es Unterschiede. Kommen die Sims dann wieder aus dem Urlaub zurück, dann gibt es für eine kurze Zeit saftige Boni beim Job, denn sie werden entspannter, lockerer und leistungsorientierter arbeiten können, um so mehr Geld zu bekommen. Der Fokus des Spiels ist zwar die schöne Reise ins ferne Land, aber irgendwie verbringt man doch fast mehr Zeit damit, das Geld zusammen zu sparen – schade.
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