Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian (Tests)
Manchmal fragt man sich als Redakteur, wie Regisseure oder Entwickler auf so dämliche Namen kommen. Einen Grund findet man umso seltener, dafür aber einen Fakt: Film passabel, Spiel für die Restmülltonne. Die Frage ist nun: Handelt es sich bei Prinz Kaspian um einen wahren Prinzen, der nicht nur Kinogänger begeistern kann, sondern auch Videospieler? Die Antwort fällt kurz und knapp aus: Nein. Wir haben uns die PS3- und Xbox 360-Fassung des Spiels mal genauer angeschaut. Wie die Zeit doch vergeht. Edmund, Lucy, Peter und Susan waren gerade mal ein Jahr nicht in Narnia, da sind schon 1300 Jahre in der Parallelwelt vergangen, weil die Zeit dort wesentlich schneller vergeht als in den hiesigen Gefilden. Kein Wunder also, dass sie sich ziemlich fremd fühlen und ihre alten Freunde vorerst nicht wiederfinden können. Irgendwann dann stoßen sie auf Prinz Kaspian, mit dem sie die Welt wieder vor dem Bösen retten sollen. Die typische Schwarz-Weiß-Malerei bleibt selbstverfreilich nicht aus.
Die übliche Laier Es ist irgendwie ein Unding, wozu so gute Programmierer wie die Jungs von Traveller’s Tales gezwungen werden. Und allem Anschein nach können sie auch nur ihre LEGO-Spiele wirklich gut machen, denn die Chroniken von Narnia leiden unter all den Problemen, die auch die LEGO-Spiele haben – und diese Probleme machen im Prinzip den Kern des Spiels aus. Es ist überdies auch sehr ärgerlich, dass die Filmsequenzen, welche zum Teil sogar exklusiv für das Videospiel gedreht wurden, eine miserable Qualität haben und schlecht auf HD hochskaliert wurden. Ein Paradebeispiel, wie es eigentlich nicht gehen sollte. Auch der Fakt, dass das Spiel die Story nur sehr, sehr mäßig erzählt, hätte man sich fast denken können, zumal das Ende irgendwo in der Mitte schon verraten wird. Sofern rate ich, erst den Film zu sehen und danach das Spiel zu spielen. Das Gameplay ist irgendwie Standard: In einer Gruppe von Kriegern durchlauft ihr einige Gebiete, wobei ihr jedes Mal in einem größeren Areal startet, in dem einige kleine Denkaufgaben gelöst werden können, bevor es dann in das Missionsgebiet geht. Sind die diversen Aufgaben erledigt, gelangt ihr zum Ausgangspunkt zurück, wundert euch zunächst, ob da irgendwas falsch gelaufen ist, macht wahrscheinlich völlig umsonst nochmal irgendwelche Nebenmissionen und gelangt zum nächsten Kapitel. Das hätte man wesentlich besser lösen müssen, weil es sich einfach miserabel spielt. Kleinere Levels, davon dann auch mehr, wären um einiges besser gewesen – aber leider leben wir nicht im Konjunktiv und deshalb ist der Titel nicht mehr als ein mittelmäßiges Spiel. Das beweist auch die absolut be..scheidene Kamera. Da sie fixiert ist und nicht gesteuert werden kann, wird man es zwangsläufig des Öfteren mit der Weißglut zu tun haben. Nicht selten kommt es vor, dass ihr euch fragt: „Wo zum Teufel soll ich denn hin?“ oder „Warum sehe ich meinen Charakter nicht mehr?“ – das liegt einfach daran, dass die Kamera nicht mitgeht, sondern immer nur einen gewissen Bereich abdeckt. Wer auf die Hilfe der ständig eingeblendeten Minimap hofft, wird gleichermaßen enttäuscht, die ist auch nie wirklich eine Hilfe. Geschrieben von: Adam Smieja am 03.08.2008
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