Die PSP hat ein BiA, der PC schon längst, die „alte“ Generation wurde des Öfteren bedient, die next Gen. bekommt noch ihr BiA (Hell’s Highway) und der DS hat seit letzter Woche Freitag ein eigenes Brothers in Arms, welches ganz schlicht auf den Namen „Brothers in Arms DS“ hört. Ok, einfallsloser Name, gutes Spiel? Das klärt der Kurztest – viel Spaß!
Wollen wir den Test mal ein wenig anders aufrollen, denn die Story um den Zweiten Weltkrieg muss ich wohl nicht erläutern – dafür schlägt man ein Geschichtebuch auf, schaut auf die Jahre 1939 bis –45 und weiß, wie es abgelaufen ist. Im Spiel selbst erlebt man die Geschichte in Tunesien, in der Normandie und in den Ardennen. Abwechslungsreich und... Nun, bevor ich auf die üblichen Dinge eines Brothers in Arms komme, möchte ich euch mal einige Dinge zeigen, die eine Pressemitteilung verspricht. Ubisoft schrieb wortwörtlich: „Unglaublich detaillierte Umgebungen mit extrem glaubwürdigen Charakteren und Gegnern, cineastischen Kameraeinstellungen und großartigen Animationen.“ und „Durch eine Perspektive aus der dritten Person und Gesprächen zwischen den Soldaten wird der Spieler besonders emotional in das Geschehen einbezogen.“ sowie „In drei verschiedenen Mehrspielermodi (darunter Deathmatch und Team-Deathmatch) kann der Spieler mit bis zu drei Freunden gewaltige Schlachten schlagen.“. Was stimmt davon? Eigentlich rein gar nichts, denn die Umgebungen sehen auch für DS-Verhältnisse einfach nur hässlich aus, selbst die PSone, selbst der Gameboy Color hätte das fast noch gekonnt! Wenn ich mir schon einige Mauern anschaue, dann läuft es mir wirklich eiskalt den Rücken runter, weil es so grausig aussieht. Die Charaktere sind im Leben nicht glaubwürdig, weil sie fast nichts sagen und die Kamera ist so fix wie der Mount Everest, von cineastisch kann hier beim besten Willen nicht die Rede sein. Großartige Animationen kann ich leider auch nirgends feststellen, dabei kann man fast sagen, dass die Figuren sich fast realistisch bewegen und fast realistisch fallen. Gespräche zwischen den Soldaten nimmt man nur in den Zwischensequenzen wahr, ansonsten leider nicht. Sie werden euch anschreien, wenn ihr keine Munition habt oder euer Kommandant euch gerade irgendwohin befördert, Absprachen an sich gibt es nicht. Und das letzte Zitat widerspricht sich eigentlich selbst, denn ein Mehrspieler-Spiel mit bis zu drei Freunden soll „gewaltige Schlachten“ hervorrufen? Im Traum vielleicht, in der Realität sieht das aber leider ganz anders aus. Die Maps sind phasenweise viel zu groß für vier Spieler. Die Kampagne, unterteilt in die drei oben genannten Abschnitte, ist dennoch ganz abwechslungsreich gestaltet, denn man hat immer wieder was anderes zu tun, wodurch keine Langweile aufkommen wird. Mal muss man einige Geschütze zerstören, ein anderes Mal fährt man mit dem Panzer durch ein kleines Dorf sowie Felder und schießt alles kurz und klein. Wieder in einer anderen Mission gilt es die eigenen Mannen mit dem Scharfschützengewehr vor feindlichen Truppen zu schützen. Man sieht, die Missionen sind durchaus nett aufgemacht, leider aber vollkommen linear aufgebaut. Damit man sich gar nicht erst verliert, gibt es immer wieder eine Markierung, die das Ziel anzeigt. Um nicht mal auf die Idee zu kommen, was anderes zu machen, hat der Entwickler Gameloft alles andere mit einem Game Over behaftet. Geht ihr also woanders hin, ist das Spiel fast automatisch ohne Vorwarnung zu Ende, meistens jedenfalls. Nach einer Mission bekommt man einige Medaillen, die aber genau so wertlos sind, wie ein Hühnerauge am Fuß. Die Steuerung funktioniert an sich ganz gut, ist aber ein wenig langsam, obgleich man viel schneller sein könnte. Auf dem Touchscreen müsst ihr den Stylus bewegen, um auf dem oberen Bildschirm den Charakter zu drehen. Mit der L-Taste feuert ihr eure Waffe ab, mit dem Steuerkreuz bewegt ihr euch. Ließt sich, wie eine üble Quälerei der Finger? Ist es aber an sich nicht, denn nach einer kurzen Gewöhnungsphase hat man die Steuerung intus und kann gut damit umgehen. Nachgeladen wird ebenso mit dem Stylus, wozu ihr das Magazin einfach von oben nach unten zieht. Fast genau so funktioniert der Waffenwechsel. Nebenbei kann man auch über ein Fernglas-Icon über Kimme und Korn schießen, während sich dasselbe Icon bei Gelegenheit in eine Faust verwandelt, wenn es gerade eine Aktion zu vollführen gilt (Sprengladung anbringen, ins Auto setzen, etc.). Eine solche Doppelbelegung ist leider nicht immer ganz vorteilhaft, hier ist sie sogar tödlich, weil die Gegner leider Zielwasser getrunken haben und ziemlich oft treffen. Außerdem sollte man vielleicht erwähnen, dass es sich hierbei nicht um ein Taktik-Shooter handelt, wie man beim Lesen des Namen vermuten mag. Die vorherigen Auskopplungen der „Brothers in Arms“-Serie waren sehr gute Taktik-Shooter, diese Version ist allerdings ein reiner Third-Person-Shooter, der nun wirklich nicht mit Ruhm kleckert. Ihr habt keinen Einfluss auf eure Kameraden, könnt sie nicht befehligen, obgleich man das mit dem integrierten Mikrofon des DS machen könnte – das hätte das Spielerlebnis wirklich mal revolutioniert und die Wertung locker um 10 Prozentpunkte erhöht, wenn es gut umgesetzt worden wäre. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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