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Böse Nachbarn

Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
 Xbox
Kategorie/Genre
 Geschicklichkeit

Anfang 1 2 » Fazit

Bereits auf dem PC spaltete ein außergewöhnliches Spiel mit einem außergewöhnlichen Spielprinzip und einem außergewöhnlich geringen Preis die Massen: Manche fanden es genial, andere total bescheuert oder langweilig. Die Rede ist von "Böse Nachbarn" (in Englisch "Neighbours from Hell"), welches für den Rechenknecht zu einem Preis von 15 Euro zu haben ist und nun, nach einiger verstrichener und recht erfolgreicher Zeit (über 200 000 verkaufte Exemplare), auch für den Gamecube und die Xbox erscheint. Ich habe mich als einer der ersten in Deutschland mit der im Februar erscheinenden Version für die Xbox beschäftigt und versucht, so böse zu sein, wie es nur ging...

...und dafür gibt es genug Möglichkeiten, die das Spiel bietet, wenn die Missionen auch linear sind und man sich keine eigenen Streiche einfallen lassen kann. Da wäre man auch schon beim Hauptaspekt des Spiels angelangt: Es geht im Großen und Ganzen nur um Streiche, die es dem Nachbarn zu spielen gilt. Eine Story ist eigentlich nicht vorhanden, ist aber auch denkbar unnötig bei einem Spiel wie diesem. Trotzdem gibt es ein wirklich schönes und spitzenmäßig animiertes Intro zu sehen, welches wenigstens einigermaßen erklärt, weshalb und in welcher Form man dem Nachbarn überhaupt diese Streiche spielen soll. Ein Mann wird von seinem dicken, hässlichen Nachbarn auf verschiedenste Weise gequält: Ein extrem lauter Rasenmäher und ein kläffender Köter, der ihm in die Blumen pinkelt sind nur zwei der Tyrannisierungen, die der Mann, genannt "Woody", im Intro ertragen muss. Das ist auch im Prinzip schon die ganze Story. Denn jener "Woody" ruft ein Fernsehteam an, das seine Streiche filmen soll, um sich an dem "bösen Nachbarn" mit Namen "Rottweiler" zu rächen. Daraus entsteht eine Fernsehserie, in der es gilt möglichst hohe Einschaltquoten zu verschaffen, indem die Streiche möglichst fies, variantenreich und kurz hintereinander vollzogen werden um so den Nachbarn zur Weißglut zu bringen. Jedoch sollte man bei diesen Streichen sehr vorsichtig sein, da Herr Rottweiler in jeder Mission durch sein ganzes Haus wandert, um bestimmten Tätigkeiten nachzugehen.

Wird Woody von Herrn Rottweiler gesehen, erschrickt er und der Spieler hat die Möglichkeit, zu fliehen, was meist schief geht, da man in der Regel dann vom Nachbarn gestellt und so derbe verhauen wird, sodass man bis in einen anderen Raum seines Hauses fliegt. Um dies zu verhindern, kann man sich (z.B. im Schrank) verstecken. Eine Mission sieht in der Regel folgendermaßen aus: Ihr lest euch die kurze Missionsbeschreibung durch und erhaltet so erste Tipps. Dann beginnt die Mission und ihr schaut euch die Laufwege und Tätigkeiten des gehassten Nachbarn an, um erstens zu wissen, wann man wo sicher ist und zweitens, welche Möglichkeiten es gibt, dem Nachbarn die Streiche zu spielen. Dies erweist sich als recht übersichtlich, da das Spiel ein Sidescroller ist und ihr somit quasi das Haus von der Seite seht. Ich nenne es einfach mal die "Puppenhaus-Perspektive"; es handelt sich also um ein Haus im Querschnitt. Sobald ihr die Gewohnheiten des Herrn Rottweiler verinnerllicht habt (die in jeder Mission variieren), fangt ihr an, nach Gegenständen zu suchen, mit denen ihr den Streich vollzieht. Dabei ist, ähnlich wie bei klassischen Point'n'klick-Adventures, oft ein wenig Fantasie gefragt. So hat euer Nachbar in der ersten Mission die Angewohnheit, mithilfe eines Fernglases zu spannen. Ihr schleicht euch also in den entsprechenden Raum und schmiert die gefundene Klebe ins Okular des Fernglases und versteckt euch wieder. Resultat: Das Fernglas klebt dem netten älteren Herrn im Gesicht, das Publikum lacht sich schlapp und der Herr Rottweiler ärgert sich, rastet aus und geht doch wieder den gewohnten Tätigkeiten nach. Habt ihr alle vier Streiche gefunden und ausgeübt (später sind es mehr), habt ihr die Mission geschafft. Dabei dürft ihr euch zwei mal erwischen lassen, beim dritten Mal werdet ihr halbtotgeprügelt, seid somit an der Mission gescheitert und müsst sie neu beginnen. Schafft ihr sie, bekommt ihr unmittelbar danach die Möglichkeit, euren Fortschritt im Bereich des Nachbarn-Psycho-Terrorismus auf der Xbox-Festplatte zu hinterlegen, also das Spiel zu speichern. Dieser Ablauf ist in allen Spielmodi gleich, die sich kaum voneinander, bzw. vom "Standardmodus" unterscheiden. Die Missionsziele bleiben ebenfalls gleich, die Unterschiede innerhalb der Spielmodi sind also sehr gering, was nicht gerade zur Langzeitmotivation beiträgt.
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Bewertungen

Grafik

Sound

Spielspaß

Gameplay

Gesamtwertung:


 Prozent

Pro Pro
Contra Contra
- lustiges Intro
- simple Steuerung
- akzeptable Grafik
- kleine Minispielchen innerhalb der Missionen
- witzige Streiche
- lustig animierter "Nachbar"
- zu simples und eintöniges Gameplay
- Missionen unterscheiden sich kaum
- quasi belanglose Spielmodi


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