„Teamkamerad, reißen sie sich zusammen!“
Ihr könnt euch glücklich schätzen, denn meistens seid ihr im Spiel kaum alleine unterwegs, was einen doch ein wenig in Sicherheit wiegt. Doch selbst wenn die Teammoral der Kameraden hoch ist, kann man die Kills, die sie leisten, an einer Hand abzählen. Euer Ziel ist es hauptsächlich wenig einzustecken und stets konsequent eure Aufgaben zu meistern, um die Teammoral nicht in den Keller zu treiben. Jedoch fällt dies einem schwer, wenn man letztendlich doch alles alleine bewerkstelligen muss. Ein Schütze am MG, und was nun? Sniper ausgepackt, aus der Deckung herausschauen und ihm ordentlich eins vor die Birne ballern. Zehn Sekunden später steht der nächste am MG und ihr dürft euch
wieder um denjenigen kümmern, da eure Teamkameraden lieber den Bodenkampf bevorzugen und sich lieber vom MG abschießen lassen würden, als das sie mal ihre Waffe in die Hand nehmen und dem Gegner eine Salve Kugeln verpassen. Apropos, wer lange Ladezeiten bevorzugt, um sich zwischendurch mal einen Kaffee oder einen Snack in der Küche zu holen, der ist bei BlackSite: Area 51 genau richtig. Ich für meinen Teil hab das Spiel auf der höchsten Schwierigkeitsstufe begonnen, nämlich Alarmstufe Rot, jedoch habe ich meine Meinung schnell geändert und einen Gang heruntergeschalten. Warum? Nein, nicht weil das Spiel zu schwer ist, sondern weil, wenn man stirbt, man Ewigkeiten warten bis man endlich wieder ins Geschehen eingreifen darf. Die Checkpoints sind zwar teilweise recht gut angelegt und besonders vor schwereren Bosskämpfen wichtig, jedoch realisiert das System des Spiels manchmal nicht, dass man gerade einen Speicherpunkt erreicht hat, was zur Folge hat, dass man manche Passagen noch einmal Spielen muss, sofern man stirbt oder das Spiel beendet.
Dann hätten wir da noch die berühmte Unreal 3 Engine. Ich wage zu behaupten, dass man in keinem Spiel, wie in BlackSite: Area 51 die plastikwirkende Umgebung so deutlich erkennt, wie es in diesem Spiel der Fall ist. Doch das Spiel punktet durch andere Dinge und zwar durch ein abwechslungsreiches Waffenarsenal, zahlreiche Gegnerarten, die auch unterschiedlich aussehen und eine fast komplett zerstörbare Deckung. Richtig, Deckung, nicht Umgebung. Hinter jedem Objekt, hinter dem ihr euch versteckt, solltet ihr euch nicht zu sicher fühlen, denn wenn ihr den Gegner nicht nach und nach die Lichter ausknipst, wird eure Verteidigung bröckeln und ihr müsst euch ein neues Objekt suchen, hinter dem ihr euch verstecken könnt. Doch was letztendlich wirklich bleibt, sind aufpoppende Grafiken, Kantenflimmern an manchen Stellen und wenig Liebe zum Detail, was man besonders an
den Gesichtern der Hauptdarsteller merkt. Wenn wir schon gerade bei den Hauptdarstellern sind, die Synchronsprecher haben durchaus eine solide, allerdings keine allzu spektakuläre Arbeit geleistet. Zudem fällt einem bei näherem Betrachten auf, dass das Gesprochene und die Lippenbewegungen absolut nicht übereinstimmen. Auf dem Kriegsfeld untermalt die Musik zwar das derzeitige Geschehen ganz nett, allerdings bieten die Waffen nicht den ordentlichen Wumms, um den Sound Surroundtauglich zu machen. Auch der Multiplayer enttäuscht mit einer Würze von Nichts. Keine innovativen Ideen, keine Extras oder Bonis, einfach bloß die bekannten Modi, die einem in jedem Multiplayershooter zur Verfügung stehen.