Fahrzeuge wird es natürlich auch geben, allerdings nur drei. Dazu zählen der Panzer, ein Flugzeug und ein Jeep pro Fraktion. In den Panzer kuschelt sich noch ein weiterer Mitspieler, im Flugzeug nehmen rechts und links jeweils ein Mitstreiter ihre Position auf dem Flügel ein und schießen von oben herab auf die Feinde – coole Sache! Darüber hinaus soll es noch einige spaßige Community-Events geben (an Feiertagen beispielsweise), Clan-Support ist zum Launch nicht geplant, könnte aber im Nachhinein noch eingebaut werden und eine Beta wird definitiv kommen – wann genau, wissen wir aber leider nicht.
Neu hingegen sind Rollenspielelemente. Auf Knopfdruck löst ihr eine Aktion aus (Heilung, Reparatur, etc.), die im Nachhinein sogar verbessert werden kann. Um das zu tun, müsst ihr beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Feinden, Panzern, Jeeps oder auch Flugzeugen killen bzw. zerstören. Fair: Das Skill-System erkennt euren Level und wird euch +- 5 bis 10 Level, da haben sich die Entwickler noch nicht entschieden, Servern zuweisen, in denen Spieler mit eben dieser Abweichung spielen. Es wäre für einen Neuling sicherlich nicht gerade empfehlenswert, mit einem fortgeschrittenen oder gar Profizocker zu spielen. Beim Anzocken empfand ich es allerdings als schade, dass DICE keinen Skilltree zur Verfügung stellt, damit ich alle Fähigkeiten überblicken kann. Vielleicht kommt es aber noch.
Auch wenn das Teamplay eventuell darunter leiden könnte, dass man sich selbst heilen kann, muss man sagen, dass es genug Beispiele gibt, die das Gegenteil beweisen. Manche Fähigkeiten wirken nämlich in einem Umkreis und sind oftmals auch nur für nahegelegene Teamkameraden von Nutzen. Der Soldier kann zum Beispiel durch Wände sehen und alle Kollegen, die sich in seiner Nähe aufhalten, werden ebenfalls über diese Fähigkeit verfügen. Aus diesem Grund wäre eine gute Aufteilung der Klassen sowie Skills wichtig, um in einem größeren Kampf nicht kampflos unterzugehen.
Cooler Stil, harte Währung
Die Grafik des Spiels ist anders. Sehr anders. Gewöhnungsbedürftig – aber cool anzusehen. Die Panzer sehen viel zu klein für die überdimensional wirkenden Menschen aus und die Bewegungen der Charaktere wirken butterweich und machen einen durchweg gelungenen Eindruck. Sehr schön ist auch, dass der Comic-Stil konsequent durchgezogen wird, weswegen Explosionen nicht so wirklich real wirken, sondern – sagen wir es mal am leichtesten – Ecken haben (Zick-Zack-Muster). Auf den ersten Blick würde man Battlefield Heroes sicherlich mit Team Fortress 2 vergleichen wollen – das geht aber nur bedingt. Während TF2 wirklich lustig ist und sich ständig selbst vereimert, scheint man bei Battlefield Heroes zwar eine witzige Schiene zu fahren, möchte aber dennoch seriös bleiben. Die Rechnung ging während der Spielsession auf jeden Fall auf.
Einen kleinen Widerspruch hat sich DICE bei der Sache mit den Microtransactions geleistet. So sagte man mir, dass Spieler sich für harte Euros neue Klamotten, Skins oder gar Gegenstände kaufen können, die das Leveln leichter machen sollen. Dadurch werden Casual Gamer leichter auf Hardcore-Spieler aufholen können. Ich will ja nicht frech sein, aber hat DICE vielleicht auch daran gedacht, dass Hardcore-Gamer auch eben jene Items kaufen können und somit dennoch weitaus besser sind? Abgesehen davon gibt es noch In-Game-Credits, die in neue Waffen gesteckt werden können, die allerdings nur eine höhere Schussrate oder mehr Schuss pro Magazin beinhalten.