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Alarm für Cobra 11: Crash Time

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 08. Mai 2008
Plattform
Kategorie/Genre
 Rennspiel

Anfang 1 2 » Fazit

Alarm für Cobra 11 ist eine durchaus beliebte Serie, die jeden Donnerstag auf einem der bekannten TV-Sender läuft – und das schon seit einigen Jahren. Die PC-Version des Spiels, welche doch nur recht mittelprächtig gewesen ist, gibt es seit geraumer Zeit im Handel zu kaufen. Nun ist auch eine 360-Version am Start, wie wir kurz vor Release getestet haben.

Während normale Polizisten einen eher langweiligen Tag haben, nur Streife fahren, manchmal jemanden schön blitzen, diesen dann kurz verfolgen, um ihm anschließend sein schönes Video sowie Bild zu präsentieren, haben die Jungs von Cobra 11 wesentlich mehr Probleme. Wie heißt es so schön? Autoschieber, Mörder und Erpresser. Das alles bietet auch Crash Time, leider aber auf einem Niveau, bei mir doch glatt schlecht wurde – das ist weniger ein Action- als ein simples Rennspiel ohne größere Anstrengungen.

Merkwürdige Aufgaben

Ohne groß nur Worte zu schwingen, will ich euch einfach mal ein Beispiel geben, wie so eine Mission in Crash Time aussieht. Nehmen wir dazu mal den ersten Auftrag, der sich direkt in mehrere Teilmissionen gliedert. Anfangs rast man wie so ein irrer hinter einem gesuchten her, der, sobald ihr ihn zum Stehen gebracht habt, einen Unfall baut, den man leider nicht sieht. Egal. Geschafft. Anschließend holt ihr in einem Checkpoint-Rennen (8 gilt es zu durchfahren! Nicht dran vorbei, sondern durch!) einen Kollegen ab und donnert dann in einem normalen Rennen, in dem ihr erster werden müsst, zur Tanke, um dort den weiteren Ablauf zu besprechen. Es stellt sich heraus, dass ein Bauteil des Autos fehlerhaft war, also machen sich Semir und seine Kollegen direkt zum Hersteller des Bauteils auf, der das natürlich von sich abstreitet und uns zu einer Testfahrt mit seinem Auto einlädt. Die Fahrt zum Hersteller war übrigens schon wieder ein lästiges Checkpoint-Rennen gegen die Zeit. Die Testfahrt ist lediglich eine „Springe über 10 Sprungchancen“-Challenge, die man binnen zwei Runden in egal welcher Zeit abschließen muss.

Dass dieser Wagen nicht mehr heil ankommen wird, ist natürlich klar, denn wenn man schon ein Wagen hat, mit dem man alles machen kann, sollte man sich die Chance nicht nehmen lassen – aber bitte nicht mehr als 20 Prozent Schaden nehmen lassen, ansonsten ist die Teilmission vorbei. Als wir zurück sind, ist der gute Mann bereits über alle Berge, um sich bei der Bank Geld zu holen, woraufhin er zu einem Krankenhaus fährt. Unser neuer Kollege hat sich zum Glück im Firmenwagen an seine Fersen geklemmt und gut verfolgt. Der Bandit will mit einem Taxi abhauen und wir müssen ihn in einem weiteren Rennen durch Rammen zum Stehen bringen – Ende der Mission. Und mal ehrlich: Alle anderen Levels spielen sich nicht anders. Komplettiert werden die ganzen Teilaufgaben durch schwach synchronisierte Zwischensequenzen, die in Ingame-Grafik gehalten sind – kein echter Vorteil.

So läuft es… ohne Lizenz… ohne Spaß

Schon erstaunlich, dass man in der ersten Mission des Spiels nahezu alle Kritikpunkte findet und gleichzeitig auch alle Pros. Es ist außerdem erstaunlich, dass man schon einen Namen lizenzieren kann, dann aber weder original Schauspieler/Sprecher, noch den geringsten Bezug zur TV-Serie erschafft. Respekt dafür. Hört sich stark nach einer Low-Budget-Produktion an, was sich vor allem in der mäßigen, wenn nicht technisch auf Xbox 1-Niveau gehaltenen Grafik widerspiegelt. Auch das Gameplay weiß nicht wirklich zu gefallen, kann man schließlich alle Aufgabentypen schon auf einer Hand abzählen. Wirklich Spaß hat man nur in den Crash-Missionen, in denen ihr einen Feind aus dem Verkehr ziehen müsst. In allen anderen Bereichen zieht sich das Spiel wie ein Kaugummi in die Länge. Von der Sprachausgabe will ich gar nicht reden, die ist wirklich schwach…
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