"BONUS: ENTHÄLT VOLLVERSION A.I.M. 1" - Normalerweiße ist die Idee, den Vorgänger in ein Spiel zu packen, ja nicht verkehrt, nein sogar löblich. Warum das bei A.I.M. 2 Clan Wars, einem Ego-Shooter von Skyriver Studios, bei dem ihr als mechanisches Wesen (Mechanoid) in einem Gleiter gegen euresgleichen kämpft und versucht, einen großen Clan zu gründen, trotzdem nichts bringt und was ein Spiel alles falsch machen kann, erfahrt ihr in diesem Kurztest.
Fazit
Ich hätte gedacht, dass A.I.M. 2 wenigstens eine annährend zeitgemäße Technik aufweist, doch das ist leider überhaupt nicht der Fall. Die horrende Steuerung sowie der, selbst auf der leichtesten Stufe, zu hohe Schwierigkeitsgrad während der Gefechte mit den Gegnern sorgen für zahlreiche Frustmomente.
Ob die nervigen Spielabstürze an meiner Vista-Version liegen, kann ich nicht sagen. Was ich aber durchaus sagen kann ist, dass die "hochintelligenten Maschinen" leider überhaupt nichts im Blechschädel haben und sich beim IQ mit Küchengeräten messen können. Tut mir, und euch, einen Gefallen: Wenn ihr A.I.M. 2 Clan Wars im Händlerregal seht, dann lauft, lauft so schnell ihr könnt davon!
(John-Henry Drabeck | Spieletester Redaktion)
Zwar sind die endlosen Textpassagen ziemlich nervig, doch wenn man dann Missionen erfüllt, seinen Clan gründet, andere Gleiter abschießt und die übriggebliebenen Mechanoiden aufsammelt, die schwach präsentierte Story verfolgt und ein bisschen Handel betreibt, springt schon ein, wenn auch sehr kleiner, Funken Spielspaß über.
Schon bevor das eigentliche Spiel beginnt, verliert es an Punkten! Im Tutorial stellt man nämlich fest, dass diverse Tasten, die teilweise unabdingbar sind, einfach nicht belegt sind - trotzdem will man von uns, dass wir die Leertaste zum Springen drücken.... Andere wichtige Tasten, wie die Kommunikationstaste, mit der man z.B. andere Gleiter provozieren kann, werden nur im PDF-Handbuch erklärt, und das falsch. Die Steuerung ist allgemein einfach viel zu hektisch und man hat durch unbeabsichtigte Treffer plötzlich dutzende Gegner vor sich, die im Nullkommanix gewinnen.
Zwar spielt A.I.M. 2 in der Zukunft, trotzdem fühlt man sich ins letzte Jahrtausend zurückversetzt. Hässliche und matschige Texturen, lächerliche Explosions- und Waffeneffekte und extrem kantige Objekte haben nicht nur einmal bewirkt, dass sich mein Magen umdreht.
Gleiches gilt beim Sound. Gut, die futuristische Elektromusik mag Geschmacksache sein, aber für die nervigen Soundeffekte gibt es keine Entschuldigung, genauso wenig für die fehlende Sprachausgabe.
Ah, ein Lichtblick. Der Umfang ist, im Gegensatz zum restlichen Spiel, durchaus akzeptabel und kann mit einer großen Spielwelt, zahlreichen Handelsmöglichkeiten sowie über 30 verschiedenen Gleitern und Waffen durchaus überzeugen. Außerdem enthält das Spiel den Vorgänger, wodurch man gleich zwei (schlechte) Spiele in einem hat.
Einen Multiplayer-Modus gibt es nicht, auch wenn der Name es vermuten lässt.
Lediglich durch den akzeptablen Umfang und den dadurch resultierenden mäßigen Spielspaß, verdient das Spiel diese Wertung. Mit guter Grafik, einer extrem verbesserten Steuerung und einem guten Multiplayer-Modus hätte es der Titel vielleicht sogar zum spaßigen Zeitvertreib gebracht.