Unsolved Crimes: Tatort New York City (Tests)
Die Krimiserien der 70er Jahre erfreuten sich größter Beliebtheit und werden auch heute noch als Klassiker gern gesehen oder dienen als Grundlage für erfolgreiche Kinofilme. In Unsolved Crimes für den DS tauchen wir wieder in diese spannende Zeit ein... Als Detektiv einer Mordkommission.
Ganz im Stile der alten Serienvorlagen, tritt Unsolved Crimes im Retro-Style auf die Bildschirme des Nintendo DS. Wir schlüpfen in die Rolle eines „Grünschnabels“ in einer New Yorker Mordkommission und dürfen mit unserer attraktiven Partnerin Marcy Blake einen Fall nach dem anderen lösen. Dabei verzichtet Unsolved Crimes auf viel Action und unnötiges Drumherum; was zählt, sind die Ermittlungen. Old School-Ermittlungen Diese starten immer an einer Tafel im Büro der Ermittler. Hier werden wir von unserem Chef jedes Mal aufs Neue auf den Stand der Dinge gebracht. Welcher Name also verbirgt sich hinter der gefundenen Leiche? Was war die Todesursache? Welche Verdächtigen gibt es und wie lauten deren Aussagen? Beweismaterial darf da natürlich ebenso wenig fehlen. Die zum Fall gehörende Akte haben wir selbstverständlich immer griffbereit. Ein kleiner Stups auf den Touchscreen und wir können alles Nötige erneut einsehen. Notizen können wir außerdem ebenso mit dem Stylus in die Akte kritzeln. Ob man das später noch lesen kann, ist dabei ein anderes Thema. Nach dem kurzen Briefing zum Einstieg in den Mordfall geht es dann ans fleißige Ermitteln. Und das machen wir natürlich am Schauplatz der Tat. Dort können wir uns frei bewegen und uns jedes Umgebungsdetail genauer ansehen. Die gute Marcy gibt immer wieder aufs Neue einen Kommentar ab und weist uns schon irgendwie darauf hin, wenn wir etwas von Bedeutung vor uns haben könnten. Die Steuerung dabei ist leider verkorkst. Entweder man versucht’s mit dem Stylus und schubbelt sich durch die Mordszenerie oder man bewegt sich mit dem Steuerkreuz und den Tasten. Insgesamt ist das allerdings nicht mehr bedienerfreundlich und umständlich, weil wir hier die Bewegung des Körpers und die Blickrichtung separat behandeln. Für die Fälle gibt das einen größeren Spielraum, doch stellt sich die Frage, ob ein anderes System nicht Benutzerfreundlicher wäre. Irgendwie eintönig Während der Ermittlungen jedenfalls, ist es unsere Aufgabe, zu kombinieren, Alibis zu überprüfen und diese gerne auch zu zerschlagen und nicht zuletzt auch noch den Täter zu finden. Trotz der interessanten Fälle wird das Prinzip jedoch bald langweilig. Natürlich muss mitgedacht werden, wer allerdings die einschlägigen Serien kennt (und wer sonst würde sich von dem Spiel angesprochen fühlen?), hat die Basics in Sachen Ermittlung doch schon auf dem Kasten. Die ständig gestellten Zwischenfragen tun da ihr eigenes. Liegt man falsch, kann man noch mal ran und vielleicht richtig tippen. So kann man natürlich auch ans Ziel gelangen. Zu oft sollte man zwar nicht daneben liegen, aber meist reicht ein wenig gesunder Menschenverstand schon aus, um gut weiterzukommen. Betrachten wir das große Bild, wird deutlich, dass während der in 5 Teilen verfassten Hauptstory und in den begleitenden acht Mordfällen einfach keine richtige Atmosphäre aufkommt. Das liegt nicht an der Grafik, die ist in Ordnung; auch die Fälle haben ihren Charme. Doch der Sound könnte hier und da ein wenig prägnanter sein, die Charaktere haben enormen Ausbaubedarf und das Spielschema ist schon nach dem ersten Fall viel zu dröge. Geschrieben von: Mathias Preuß am 21.11.2008
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