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Crazy Machines DS (Tests)


Crazy Machines DS

Crazy Machines DS

Crazy Machines schlug auf dem PC bei Rätselfreunden ein wie eine Bombe - vollkommen zurecht, wie ich immer fand, da das Prinzip des Bauens von Kettenreaktionen zwar beileibe nicht neu war, aber einfach verdammt gut umgesetzt und präsentiert wurde. Der zweite Teil konnte äußerst erfolgreich anschließen: Die Ageia-Physik-Engine und eine für derartige Spiele äußerst aktuelle Grafik, die mit zahlreichen Effekten glänzen konnte, machten das günstige 20 Euro-Spiel abermals zu einem verdienten Verkaufsschlager, der – wie auch schon der erste Teil – kürzlich mit Nachschub in Form eines Addons bedient wurde. Auf dem Nintendo DS, für welchen nun auch endlich ein Ableger der Serie erschienen ist, durfte ich mich ein weiteres Mal in das Labor des Professors begeben.

Der positive Ersteindruck: Es ist keine Portierung!

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<script type='text/javascript' src='/openx/www/delivery/ag.php'></script> Anfangs sind die Rätsel noch trivial
Sehr gefreut hat mich als Kenner der Serie, dass man hier neue Rätsel speziell für die DS-Version entwickelt hat und mir infolgedessen nichts bekannt vorkam. Auch das Hauptmenü ist vollkommen neu gestaltet worden; wie die gesamte Präsentation macht es dabei einen äußerst positiven Eindruck, da kaum eine einzige Grafik von den PC-Fassungen übernommen und stattdessen das Gesamtgewand für den DS vollständig neu entworfen wurde. Diese Erkenntnis lässt sich auch gleich auf den spielerischen Inhalt übertragen: Es gibt ein paar bisher vollkommen unbekannte Bauteile, insgesamt allerdings weniger als bei den PC-Versionen. So ist der Spielablauf auf Nintendos Klappkiste übersichtlicher, folglich aber auch einfacher als in den bisher bekannten Titeln. Der Eindruck, dass man sich mit der tragbaren Fassung der verrückten Maschinen viel Mühe gemacht hat, wird sogar noch dadurch verstärkt, dass es nicht nur den bekannten Rätselmodus, sondern auch noch einen DS-exklusiven Action-Modus gibt. Was manch einer vielleicht skeptisch und voreilig als „flache Casual-Dreingabe“ abtut, vermag in der Wirklichkeit den Spielspaß weiter zu steigern und die Freude am Spiel zu verlängern: Hier wird nämlich nicht nur Gebrauch vom Touchpen zwecks Bauteilwahl und –platzierung gemacht. Aufbau und anschließende Interaktion inklusive Nutzung der wichtigsten DS-Merkmale stehen im Action-Modus auf dem Programm.

Der positive Zweiteindruck: Es funktioniert!

 

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<script type='text/javascript' src='/openx/www/delivery/ag.php'></script> Mit Mondgravitation wird das Ganze schon schwieriger
Ich gebe es ja zu: Obwohl ich großer Sympathisant guter, echter DS-Spiele (also frei von irgendwelchem Tierfarm- und Koch-Casual-Gesülze) und langjähriger Crazy Machines-Fan bin, war ich in Bezug auf die Umsetzung von Crazy Maschines auf den Handheld skeptisch. Bauteile drehen, platzieren, einstellen, Kettenreaktionen mit glaubwürdiger Physik ablaufen lassen, genug Platz für alles haben: Das alles sind Dinge, die ich mir im Vorfeld auf dem DS nur bedingt bis gar nicht in zufrieden stellendem Ausmaß vorstellen konnte. Und was soll ich sagen? – Nicht Fantasieren, Spielen! Es funktioniert, es macht Spaß, die Physik ist glaubhaft, die Rätsel mal einfach, mal etwas kniffliger. Wir haben es also mit einem „echten“ Crazy Machines zu tun. Was ich damit meine, ist den Nicht-Kennern der Serie wahrscheinlich nicht klar, deshalb gebe ich diesen einmal ein typisches Beispiel einer Crazy Machines-Aufgabe: Stellt euch vor, ihr seht vor einer Wand bzw. einem Hintergrund ein mehr oder weniger wissenschaftliches Experiment, allerdings nur zur Hälfte aufgebaut: Ein Toaster, ein Windrad und ein Radio, welches über dem Toaster angebracht ist und angeschaltet werden muss. Euch steht eine Auswahl von Bauteilen zur Verfügung, mit der das Rätsel definitiv lösbar ist. In diesem Fall sähe eine mögliche Lösung vermutlich so aus: Kerze unter die Dampfmaschine stellen, mithilfe des Dampfes ein Zahnrad in Bewegung setzten, dieses über einen Riemen mit dem Windrad verbinden, welches über eine gebaute Bahn eine Kugel gegen den Schalter rollen lässt, der vorher mit einem Stromkabel verbunden wurde und nun den Toaster auslöst, der daraufhin das Brot toastet und nach oben gegen das Radio wirft, welches dadurch angeht – Rätsel gelöst! Der anschließende, lobende Kommentar des knuffigen, greisen Professors erfolgt hier allerdings nur schriftlich, eine Sprachausgabe existiert nicht. Von diesen Rätseln bietet Crazy Machines 100 Stück.

 

Geschrieben von: Pascal Höper am 10.11.2008




 
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Kommentar
Hier gibt es kein Wenn und Aber, keine Diskussion und kein langes Gerede für Rätselfreunde! Wen der niedrigere Schwierigkeitsgrad nicht stört, der einen das Spiel doch relativ schnell abschließen lässt, wenn man die Reihe kennt, greift zu. Hier stimmt einfach fast alles. Der Umfang ist mit insgesamt 150 Rätseln plus Experimentierlabor wirklich gelungen, schade nur, dass man in letzterem nicht die Möglichkeit hat, eigene Rätsel zu erstellen. Dafür lassen sich die Experimente mit Freunden tauschen, was ich allerdings nicht als "Multiplayer" gewertet habe. Insgesamt ist Crazy Machines DS nah an der Perfektion: Die Präsentation stimmt, die Grafik ist in Ordnung, die Physik funktioniert erstaunlich gut, der konstant gegebene Spielspaß sorgt für Motivation. Und: Der dem Professor des Spiels sehr ähnlich sehende Jean Pütz ist witzigerweise auf dem Cover…
Crazy Machines DS ist jedenfalls genau das Gegenteil einer stumpfen Portierung: Dieses mühevoll gestaltete Rätselwerk wird von uns deshalb mit einer angemessenen Bewertung belohnt und muss einfach von DS-Besitzern mit Rätselaffinität gekauft werden.

Redaktionswertung

Grafik:
Sound:
Gameplay:
Steuerung:

Gesamtwertung

87 Prozent

Award
User-Wertung
Positiv
  • + gewohnt geniales Spielprinzip
  • + tolle Physik für DS-Verhältnisse
  • + angepasste Neuentwicklung statt liebloser Portierung
  • + genialer Actionmodus
  • + ordentlicher Umfang
  • + Punkte und Bauteile für intelligente Lösungen
  • + gut umgesetzte Steuerung
Negativ
  • - kein echter Multiplayer
  • - nicht involvierte Teile beeinflussen Experiment (selten)
Links

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