Sonic Chronicles: Die Dunkle Bruderschaft (Tests)
Der kleine, blaue Stachelflitzer, Sonic, rast seit kurzem in seinem ersten Rollenspiel-Abenteuer über die Screens des Nintendo DS. Wie sich unser alter Freund dabei macht, verraten wir euch im Test!
Sonic Chronicles: Die Dunkle Bruderschaft erzählt eine neue Geschichte um Sega-Ikone Sonic und seine Freunde. Was genau passiert, bleibt hier außen vor, um nicht zu viel vom verdammt lahmen Storyverlauf preiszugeben, doch könnt ihr euch auf ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern aus der Serie freuen. Während ihr die bunte Welt erkundet und viele kleine und größere Rätsel und Aufgaben meistert, die leider oft sehr stupide ausfallen, trefft ihr nämlich bis zu elf alte Freunde wieder, die euch auf der Reise durch mehr als 20 Gebiete begleiten. Wie früher haben natürlich alle ihre kleinen Eigenheiten, die sich für das Weiterkommen im Spiel nutzen lassen. Grundlegendes Vorankommen allerdings funktioniert bei allen gleich: Mit dem Stylus. ![]() Neben der kunterbunten Welt gibt es außerdem noch eine ganze Horde an Gegnern, die sich mit euch und eurer Heldentruppe anlegen wollen und überall in der Spielwelt auf euch warten. Trefft ihr auf Gegner, beginnt ein Kampf. Und diese Kämpfe machen das Spielgeschehen, in dem ihr sonst meist mit anderen Figuren interagiert oder Ringe zusammensucht, gleich ein wenig peppiger. Neben dem schnöden Angriff oder einfacher Verteidigung wird das Kampfsystem durch Poweraktionen angeheizt. Poweraktionen sind Spezieltechniken, die bei Angriffen zum Beispiel enormen Schaden machen und gegnerische Stärken ausgleichen sollen. Das kann jeder Charakter allein oder in Kombos machen. Wirklich witzig und antreibend ist dabei, dass ihr kleine Geschicklichkeitsspielchen meistern müsst, damit eure Supermoves auch gelingen. Das äußert sich zum Beispiel durch schnelles, wiederholtes Tippen auf den Touchscreen oder das zeitlich abgepasste Folgen von Punkten. Schafft ihr es dann, alles richtig zu machen, funktioniert die Aktion mit voller Kraft. Kleine Fehler schmälern den Erfolg. Solltet ihr überhaupt nichts auf die Kette bekommen, ist der Effekt außerdem minimal. Durch dieses kleine Feature werden Kämpfe nicht so schnell langweilig. Eher motivieren sie dazu, sich beim nächsten Mal noch mehr anzustrengen und noch besser abzuschneiden. Dafür gibt’s direkt ’nen Daumen! Neben der normalen Angriffs- oder Verteidigungskraft der Helden gibt es außerdem Gegenstände, die an unsere Freunde gebunden werden können, um sie für die Kämpfe zu rüsten. Hinzu kommt der kleine Chao-Garden, in dem ihr die im Spiel gesammelten Chao-Eier hortet und auf deren Schlüpfen wartet. Diese niedlichen kleinen Viecher haben besondere Fähigkeiten, die sich die Helden zu Nutze machen können. Dabei wird ein Chao dann, ähnlich wie zum Beispiel Handschuhe, einfach an den gewünschten Charakter angelegt und ausgerüstet. Wir sehen also: Selbst Freunde von Sammelspielen kommen hier nicht zu kurz. Ein eigentlicher Multiplayer-Modus fehlt zwar, doch können Chaos mit Freunden getauscht werden, um deren Fähigkeiten weiter zu verstärken. Neben der simplen Steuerung überzeugt das Spiel grafisch auf ganzer Linie. Farbenfroh und witzig kommt die schöne 2D-Welt daher. Auch die 3D-Kämpfe sind klasse in Szene gesetzt und lassen nicht zu wünschen übrig. Gelegentlich wird das Geschehen durch kleine Videoeinspieler durchzogen. Diese sind ebenfalls schön anzusehen. Einziges Manko hierbei ist, dass die Texte der Videos in englischer Sprache sind. Eine deutsche Übersetzung ist vorhanden, diese findet sich allerdings gerne im ungünstigsten Eckchen der Screens wieder. Das hätte wirklich eleganter gelöst werden können. Geschrieben von: Mathias Preuß am 18.10.2008
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