Drawn to Life: SpongeBob und der magische Stift (Tests)
Drawn to Life: SpongeBob und der magische Stift
Vor ca. einem Jahr veröffentlichte THQ das Spiel „Drawn to Life“, in dem man mittels Malerei Figuren zum Leben erweckte und damit eine Welt rettete. Was damals schon wunderbar geklappt hat, wollten die Jungs und Mädels bei THQ bei SpongeBob nochmal probieren. Wenn ihr nun also zwischen fünf und 15 Jahren seid (ältere sind Gerüchten zufolge nicht ausgeschlossen), lest weiter und schiebt 20 Prozent auf die Wertung drauf. In der Story des Spiels geht es darum, dass zwei Stifte von einem Boot ins Wasser fallen. In diesem Boot sitzt ein begabter Zeichner, dessen Stifte SpongeBob und seinen Freunden einige durchaus coole Fähigkeiten geben. Eine sehr ähnliche Folge gibt es auch in der Serie, die auf einem nicht-öffentlich-rechtlichen Sender Tag ein, Tag aus ausgestrahlt wird (wer für sowas Gebühren verlangt, gehört ohnehin erschlagen!). Dieser Stift gerät zunächst in die Hände von Patrick Star, der sich dunkel daran erinnert, eine Sache nicht zeichnen zu dürfen. Und so debil wie er auch ist, zeichnet er genau das Ding nach – Kritzelbob. Dieser macht sich Bikini Bottom Untertan und man selbst muss das natürlich wieder ins Lot bringen. Langweilig? Für Kinder gewiss nicht. Viel Gekritzel Drawn to Life: SpongeBob und der magische Stift lässt euch zeichnerisch so einiges tun: Helden malen, Checkpoints, Siegerpodest am Ende eines Levels, das eigene Haus mit Bett als Speicherpunkt darin oder auch die Gegner, die nach dem Bespringen zu Freunden werden. Auch Powerups, Wolken und all dergleichen gehören zu euren Aufgaben, die ihr während der Spielzeit, welche für ein SpongeBob-Spiel fast schon unglaublich lang ist. Schade nur, dass das Zeichenprogramm des Spiels extrem simpel gehalten ist und man selbst nur die wichtigsten Sachen eines Objekts zeichnet – alles andere übernimmt das Spiel. Sonderlich großartige Fähigkeiten muss man also nicht haben, die Zielgruppe des Spiels wird dieser Aspekt durchaus positiv auffallen, da Erfolgserlebnisse ziemlich schnell verbucht werden können. An sich ist es ja ein ganz nettes Gefühl, die eben erschaffene Kreatur durch die Levels springen zu sehen. Wer allerdings zu faul ist, sich selbst eine Figur zu erstellen, kann aus einer Hand voll Vorlagen wählen, die den Bewohnern von BB recht gut nachempfunden worden sind. An sich dürfte man also als Spieler von „Drawn to Life“ alles kennen, doch ein paar kleine Neuerungen hat das Spiel dann doch schon parat. Die 20 recht umfangreichen Missionen wissen langfristiger zu gefallen als so ein übliches SpongeBob-Spiel. Gespielt wird nicht auf einer 2D-Übersicht, sondern direkt in Bikini Bottom. Bei der Krossen Krabbe kauft ihr euch einige neue Power-Ups und wählt für jede Mission einen neuen Freund. Der Haken an der Sache ist, dass ihr nur einen Kollegen mitnehmen könnt, wobei dieser oftmals vollkommen unnötig ist, da der Schwierigkeitsgrad des Spiels unheimlich tief angesetzt ist. Selbst auf höheren Schwierigkeitsgraden hatten wir absolut kein Problem damit, schneller vorwärts zu kommen. Ein anderes Problem ergibt sich bei der schwammigen Steuerung. Während ihr oftmals nur mit den Buttons und dem Digikreuz zu Werke geht, gibt es Passagen, in denen urplötzlich von der eben genannten Steuerung zur Stylus-Version gewechselt werden muss. Warum? Weil das Spiel von euch verlangt, irgendwelche verdammten schwarzen Kritzel vom Bildschirm zu entfernen, die das Bild stören. Technisch ist das Spiel eher Augenkrebs-erregend, denn die 3D-Figuren wirken ekelhaft, die Zwischensequenzen sind eher schlecht aus recht (auch inhaltlich) und die Hintergründe wirken irgendwie etwas billig. Schade, hier hat man wirklich zu viel gespart. Die Musik entspricht schon eher dem, was man sich von einem SpongeBob erhofft: Schrill und fröhlich. Geschrieben von: Adam Smieja am 16.10.2008
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