18 Wheels of Steel: American Long Haul (Tests)
Simulationen sind ja bekanntlich nicht jedermanns Sache. Auch 18 Wheels of Steel American Long Haul, der mittlerweile 5. Teil der „18 Wheels of Steel“-Reihe macht hier keine Ausnahme. Welche Neuerungen der neuste Ableger mit sich bringt und welche Fehler er aus den Vorgängern mitnimmt, erfahrt ihr in diesem Test. Die realistischste LKW-Simulation aller Zeiten So wird der Titel im Handbuch angepriesen, wobei.. Handbuch ist der falsche Ausdruck. Statt einem gedruckten Heftlein mit einer Handvoll Seiten liefert Valusoft lediglich ein paar HTML-Dateien mit der Bitte, diese doch „einfach auszudrucken“. Wieso Valusoft das nicht selber getan hat, wird wohl ungeklärt bleiben. Aber nun zurück zur Überschrift. Der Titel ist in der Tat äußerst realistisch und beinhaltet alles, was das Truckerleben mit sich bringt – Lange Fahrten, Stau, Müdigkeit, mieses Wetter, nervende Cops und zu guter Letzt: Langeweile! Ihr habt die Wahl zwischen einer Einzellieferung und der Kampagne, wobei die Einzelfahrt mehr oder weniger überflüssig ist, da ihr sowieso dasselbe wie in der Kampagne tut. So wählt ihr euren Startort, den Schwierigkeitsgrad, das Geschlecht und gebt eurem Trucker einen Namen. Nach einer relativ langen Ladezeit seht ihr die Welt dann auch schon vom Sitz eures LKWs aus. Was soll ich machen? Einleitung? Tutorial? Hallo? Hört mich jemand? Nein, denn es gibt weder ein Tutorial noch einleitende Worte oder gar eine Aufgabe! Man wird komplett ahnungslos ins Spiel geworfen. Wer vorher die HTML-Dateien im Spieleordner nicht gefunden hat, ist erstmal ratlos. Da wir das aber getan haben, wissen wir was zu tun ist: Einen Auftraggeber suchen. Also, Motor an, 2 Meter vorfahren, Blinker setzen und raus auf die Straße. Per Minimap könnt ihr euch einen kleinen Ausschnitt des Gebiets mit Symbolen für Auftraggeber, Parkplätze, Hotels oder Tankstellen anzeigen lassen. Nach wenigen Augenblicken erspäht man dann auch schon das Gelände einer Firma und biegt ein (Blinker nicht vergessen!). Das Leben als Trucker Hier könnt ihr nun auswählen, welche Ware ihr wohin transportieren wollt. Je größer die Entfernung und je wertvoller oder gefährlicher die Ware, desto mehr Geld gibt es am Ende. So, wir haben unseren ersten Auftrag am Haken, auf gehts auf den Highway. Nun beginnt der Teil des Spiels, der rund 90% euer Zeit in Anspruch nehmen wird: Das Fahren. Natürlich müsst ihr euch beim Fahren an diverse Gesetze halten – auf gut Deutsch: Schön den Blicker setzen, auf das Tempolimit achten, an roten Ampeln (in Städten) anhalten und so weiter und sofort. Verstößt ihr gegen ein Gesetz, füllt sich ein roter Balken. Wenn ihr mit einem roten Balken an einer Streife vorbeifahrt, droht ein hohes Bußgeld oder aber nur eine "letzte Verwarnung".Natürlich gibt es einen Tag- und Nachtwechsel und wie schon erwähnt, wird euer Fahrer (und ihr) nach einer Weile müde. Wenn ihr also nicht ab und zu eine Pause einlegt und die Zeit vorspult, droht eine weitere Strafe. Training fürs Sitzfleisch Meine erste Fahrt hat rund 75 Minuten gedauert – 970 Meilen von Dallas nach Chicago. Außer ein paar Regentropfen und dem einen oder anderen Stau, hab ich nicht viel erlebt. Leider kommt bei Long Haul überhaupt kein Geschwindigkeitsgefühl auf und euer Truck scheint über die Straße zu schleichen. Um zu erfahren, wie schnell ihr seid, bietet euch das Interface sowie euer Cockpit einige Anzeigen. So könnt ihr neben der Geschwindigkeit auch den Wasserdruck, die Umdrehungszahl, die Tankfüllung oder die Motortemperatur ablesen. Wer nicht gern mit Meilen/Stunde (mph) fährt, kann natürlich auch auf das bekannte Kilometer/Stunde umschalten, was aber nicht sonderlich hilfreich ist, da sich die Tempolimit-Schilder nicht verändern und 60 mph doch etwas weniger sind als 60 km/h. Die Grafik ist eher unterdurschnittlich und kann einfach nicht beeindrucken. Zwar könnt ihr in über 40 Städten herumfahren, die sich auch teilweise unterscheiden, doch sie sind auf ein paar Straßen begrenzt und sehen nicht wirklich hübsch aus. Die Landschaften sind ebenfalls äußerst unspektakulär und sind meistens von Gebirgsketten oder Hügeln abgegrenzt. Neben eurem Motor hört ihr ab und zu einen Funkspruch eurer Kollegen, die nach dem Wetter oder dem Verkehr fragen, auf den ihr auch antworten könnt. Ansonsten bietet das Spiel noch ein Radio, doch das ist, genauso wie die restliche Präsentation, eher langweilig und nicht gerade abwechslungsreich. Die Steuerung des Spiels sollte ja eigentlich realistisch sein, ich kann damit aber nicht wirklich was anfangen. Zumindest auf der Tastatur steuern sich die Trucks ziemlich träge und beweisen gerade in Kurven ihre unhandliche Lenkung. Same, same but different? Glücklicherweiße müsst ihr nicht jede einzelne Fahrt selber übernehmen. So könnt ihr nach kurzer Zeit eigene Fahrer anheuern und euer Truck-Imperium aufbauen, indem ihr neue Laster und Trailer kauft, sie umgestaltet und auftuned und diese dann auf die Straßen hetzt. Doch das kennt man alles schon aus dem Vorgänger 18 Wheels of Steel: Haulin‘! Um genau zu sein, sind Long Haul und Haulin‘ identisch, der neueste Teil beinhaltet lediglich ein paar neue Trucks und Städte sowie ein einige Orte in Mexico, doch das gab es auch schon im zweiten Teil der Serie und wurde zwischenzeitlich entfernt. Selbst die Texturen sind stellenweise einfach übernommen worden.
Geschrieben von: John-Henry Drabeck am 04.04.2008
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Am Samstag, 22.Nov 2008, 16:56
schrieb truckfan
was nur 31%
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