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APB: All Points Bulletin (Tests)
APB: All Points Bulletin

Mit All Points Bulletin (kurz APB) veröffentlichten Electronic Arts und Realtime Worlds (Crackdown) vor ein paar Tagen einen großen Spielplatz für all jene, die schon in der Kindheit gerne Räuber und Gendarme gespielt haben. Eine belebte Stadt, Verbrecher und Gesetzeshüter, wilde Verfolgungsjagden mit coolen Boliden und gefährliche Schießereien an jeder größeren Kreuzung – das klingt doch sehr nach dem Multiplayer-Modus von GTA IV, mit dem Unterschied, dass APB statt 32 ganze 100 Spieler pro Partie aufeinander loslässt und sich selbst als MMO präsentiert. Wir haben San Paro besucht und sind dabei mitten in einen großen Krieg zwischen brutalen Gangs und rechtschaffenden Bürgern gestolpert – ob das gut ausgegangen ist, erfahrt ihr im Test!

Berühmt oder berüchtigt?


Alles begann mit fünf Schüssen. Fünf Kugeln, die die Waffe eines jungen Kriminellen verließen und in der Brust von Bürgermeister John Derren ihr Ziel fanden. Und so starb die letzte Hoffnung von San Paro in den Armen seiner zehnjährigen Tochter Jane. Chaos brach aus und die Stadt versank in einem Sumpf voll Kriminalität. Während der Attentäter im Knast sitzt und die junge Jane die Stadt hinter sich gelassen hat, übernehmen Mörder, Drogenhändler und Räuber die Stadt. Weder Politiker noch die Polizeikräfte waren in der Lage, diese neue Generation von Kriminellen, die nicht etwa im Untergrund agierten, sondern sich öffentlich präsentierten, zu stoppen.

Rund zwei Jahrzehnte später haben die einstigen Schandflecke der Gesellschaft die Stadt vollkommen unter ihrer Kontrolle. Als Luke Waskawi, der Schütze, der die Stadt vor 20 Jahren ins Chaos gestürzt hat, aus dem Gefängnis ausbricht, hat er nur ein Ziel: Die komplette Stadt ist korrupt und verrucht, deshalb muss sie gesäubert werden, damit er sie von Grund auf übernehmen kann! Aus dem Untergrund sammelt er seine Anhänger um sich und befehligt bald die mächtigsten Verbrecher der Stadt. Gleichzeitig kehrt ein weiterer Protagonist von damals zurück auf das Spielfeld: Jane Derren.

In einer Blitzkarriere arbeitet sie sich bis zum Bürgermeister-Amt hoch und legt mit dem City Security Act den Grundstein für eine völlig neue Art von Straßenkrieg! Durch das Abkommen wird jeder Bürger der Stadt aufgefordert, sich auf die Seite des Gesetzes zu schlagen, eine Waffe in die Hand zu nehmen und gegen das Verbrechen zu kämpfen.

Eine große Bürgerwehr steht nun den Kriminellen unter Luke Waskawi gegenüber – auf welcher Seite steht ihr?

Genau das müsst ihr entscheiden, sobald ihr euch einen Account angelegt habt und einen Charakter erstellen wollt. Einen wahnsinnig großen Unterschied gibt es – zumindest was das Gameplay angeht - nicht. Auf beiden Seiten gilt es, Aufträge zu erfüllen und so den Ruf bei eurer momentanen Kontaktperson und der Organisation, die sie repräsentiert, zu erhöhen. Der wichtigste Unterschied ist eigentlich nur eure Gesinnung und die Art, wie ihr berühmt bzw. berüchtigt werdet.


Auf Seiten der Bürgerwehr erhaltet ihr Prestige, wenn ihr Verbrecher verhaftet oder erledigt, Aufträge erfüllt und allgemein für Ruhe und Ordnung in der Stadt sorgt. Wer hier Zivilisten überfährt, verliert natürlich die schwer verdiente Prestige. Den Verbrechern ist das alles egal, schließlich sammeln sie ja auch schlechten Ruf. Ein paar Fußgänger ausrauben, ein Auto klauen, Geschäfte plündern, Straßenschilder und andere Dinge über den Haufen fahren und natürlich die eine oder andere Mission machen und schon seid ihr berüchtigter als Jesse James. Je höher der schlechte Ruf oder die Prestige, desto besser fallen am Ende natürlich auch die Belohnungen aus, gleichzeitig werdet ihr aber auch zum Ziel für die Gegenspieler.

 

Geschrieben von: John-Henry Drabeck am 16.07.2010




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APB: All Points Bulletin Testbericht


 
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Kommentar
APB ist ein sehr schwer zugängliches Spiel oder kann zumindest ein solches sein. Wenn man Pech hat, rattert man gerade am Anfang von einer Killer-Truppe in die nächste und hat nicht die geringste Chance, auch nur ein paar Erfolge zu erzielen. Wer dann mal einfach alleine losziehen und Ansehen bei den Organisationen sammeln will, wird schnell vom starken PVP-Fokus eingeholt und regt sich noch mehr auf, wenn er Aufträge nicht erfüllen kann, weil da schon wieder Level 120-Kerle auf ihn warteten.

Doch je länger man spielt, je mehr man freischaltet und vor allem je bessere Waffen man sich kaufen kann, desto mehr wird das Spiel zu einem richtig tollen Multiplayer-Erlebnis, das allerdings auch dann noch einige Schwächen aufzuweisen hat. Wenn Realtime Worlds nicht schnell etwas unternimmt, wird wohl bald die Eintönigkeit Überhand nehmen, wodurch alte Spieler sich vielleicht zweimal überlegen werden, ihre Spielzeit zu verlängern.

Zum Glück gibt es den kostenlosen Social Distrikt - ich bin mir sicher, dass sich allein hier schon eine große Community aufbauen wird, die ständig für Nachschub an User-Content sorgt. Dennoch sollte sich RTW die nicht nur von mir bemängelten Probleme ganz genau anschauen, sonst wird aus dem Action-MMO bald nur ein großer Social Media-Treffpunkt mit diversen Editoren - und das wäre verdammt schade, denn in APB steckt noch viel Potenzial!


Redaktionswertung
... zu APB: All Points Bulletin:
Grafik: 11 Punkte
Sound: 14 Punkte
Gameplay: 09 Punkte
Steuerung: 10 Punkte
Multiplayer: 11 Punkte

Gesamtwertung

78 Prozent

Award
User-Wertung
Positiv
  • wahnsinnig viele Social Features und Möglichkeiten zur Individualisierung
  • einfache Gruppen-Suche
  • eigene MP3s importierbar
  • umfangreicher Soundtrack
  • kreative Köpfe können eigene Lieder schreiben
  • Social District kostenlos nutzbar
  • mögliche Finanzierung weiterer Spielstunden durch Ingame-Verkäufe
  • tolle Gruppen-Erlebnisse
  • es gibt ständig etwas zu tun/kein Leerlauf
  • viele Dinge zum Freischalten
  • macht von Mal zu Mal mehr Spaß
Negativ
  • gewöhnungsbedürftige Fahrzeugsteuerung
  • zu wenig Abwechslung bei den Missionen
  • überhaupt keine Story
  • teilweise vollkommen unbrauchbares Matchmaking
  • anscheinend nur eine große Hitbox, Kopfschüsse sind genauso effektiv wie Schüsse in den Fuß
  • Action-Distrikte zu trost, langweilig und klein
  • frustreicher Einstieg durch fragwürdiges Waffenbalancing
  • Texturen brauchen gelegentlich recht lang, um zu laden
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