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Splinter Cell: Conviction (Tests)
Splinter Cell: Conviction

Splinter Cell: Conviction

Stealth-Action ist schon längst massentauglich geworden. Als die James Bond Filmreihe vor einigen Jahrzehnten angefangen hat, avancierten Geheimagenten zum Kult. Wer wollte nicht schon immer mal als Special Agent böse Terroristenlöcher aus dem Hinterhalt infiltrieren. Doch nicht nur die berühmte britische Filmreihe hat sich mit der Zeit verändert, sondern auch die Spielebranche muss sich nach und nach immer weiter verändern, um den aktuellen Standards gerecht zu werden.

Willkommen im Splinter-Cell-Universum!



Sam Fisher kann man mittlerweile durchaus als Liebling unter Spielern erklären, auch wenn er erst seit 2002 das erste Mal als unsichtbarer Schleicher durch die böse Welt marschiert. Nichtsdestotrotz wurde das Erstlingswerk ein voller Erfolg, das den Grundstein für eine ausgeprägte Story legte, welche in Pandorra Tomorrow fortgeführt wurde, dann in Chaos Theory etwas verblasste um zu guter Letzt in Double Agent als etwas anderes Konzept daherkam. Doch wie es nunmal der Zufall so will, müssen bei Fortsetzungen Veränderung passieren, um Fans und Publikum bei Laune zu halten. Das ist in James Bond Filmen der Fall, genauso wie bei Snakes Abenteuer in Metal Gear Solid, sowie auch in Splinter Cell aus dem Hause UbiSoft Montreal, das als eines der größten Entwicklerstudios auch Assassins Creed entwickelte und erfolgreich vermarktet hat.

Mit dem mittlerweile fünften Teil der Serie, welcher auf den Namen Conviction getauft wurde, gehen die Entwickler einen weiteren Schritt in eine neue Richtung, um den gealterten Sam Fisher wieder für die Spielergemeinde interessanter zu machen. Nach einer langen Entwicklungszeit, in der sogar das schon 2007 angekündigte Spiel dann doch noch einmal komplett umgekrempelt wurde, ist es nun an der Zeit den neuen Sam kennenzulernen. Doch gehen die Entwickler in die richtige Richtung oder haben sich die kreativen Programmierer auf dem steinigen Weg der Wiedergeburt verlaufen?

72 Stunden später...


In der Tat ist der Einstieg alles andere als ein geschmeidiger Anfang in das neue Abenteuer. Bevor es losgeht, wird eine kleine Sequenz gezeigt, in der Sam mit einer Frau in einem dunklen Ort darüber redet, dass Sie das Richtige tun soll. Ein Pistolenschuss geht los und die Cutscene ist vorbei. Doch das kurz Erlebte liegt in der Zukunft und geschieht erst in 72 Stunden, was ist da eigentlich zuvor passiert?

Wenige Sekunden später erzählt ein älterer Mann in einem Verhör, dass der alte Sam tot sei und das Ableben seiner Tochter ihn menschlich ausgelöscht hat. Er ist jetzt sein eigener Chef und macht nur noch das, was er für richtig hält. Schon hier zeigt UbiSoft sehr schnell, dass Fans nicht mehr den Sam präsentiert bekommen, den sie eigentlich kennen.

Nach den ersten beiden kleinen Filmausschnitten schwenkt die Kamera nach Malta, wo Herr Fisher in einem Bistro seinen Cafe trinken zu sein scheint. Doch er bekommt einen Anruf von Anna Grimsdottir, die ihm unwiderruflich zu verstehen gibt, dass er sich schleunigst vom Acker machen soll, da eine kleine Gruppe feindlich Gesinnter seine Position erspäht hat und ihm an den Kragen will. Obwohl Sam nicht glauben mag, was gerade passiert, macht er sich sofort auf die Flucht, wo er direkt auf einige Widersacher trifft. Und genau hier kommt ihr ins Spiel und dürft zum ersten Mal den Hauptprotagonisten steuern und die ersten Erfahrungen mit den überarbeiten Gameplay sammeln. Im Grunde fungieren die ersten Abschnitte als Tutorial, die aber keineswegs mit Action geizen, sondern sofort in die Vollen gehen.

Übrigens bietet die Kampagne drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Kenner sollten sich sofort für die Stufe „realistisch“ entscheiden, da hier die Anforderung an den eigenen Spielstil sehr gut rüberkommt und man nicht unbedingt mit Leichtigkeit und ohne Taktik durch die vereinzelten Level hüpft. Somit macht Conviction auf „realistisch“ am meisten Spaß, auch wenn hin und wieder knackige Abschnitte auftauchen, die es zu meistern gilt.

Rachefeldzug

Nach den ersten Spielminuten wird klar, worum es geht. Sam will Rache am Tod seiner Tochter Sarah und nutzt dazu jedes Mittel, das er bekommen kann. Somit beginnt die Jagd nach den mutmaßlichen Drahtziehern, welche mit einigen Überraschungen aufwarten wird.

Da der ehemalige Geheimagent nicht mehr für seinen alten Arbeitgeber Third Echelon arbeitet, muss er sich damit erst einmal abfinden, auf das ganze Hightech-Equipment von damals zu verzichten. Das bedeutet unter anderen, dass er zu Anfang zum Beispiel einen abgetrennten Autospiegel dazu nutzt, um unter Türen durchzuspähen. Natürlich sammelt Sam im Laufe seines Rachefeldzugs auch allerhand neuer Items, wie Pistolen, Maschinengewehre oder Spionagelinsen, mit denen man schlussendlich doch besser unter schmalen Kanten schauen kann.

Durch Herausforderungen, die man während der Missionen erfüllen kann, gibt es Punkte, die man an Waffenverstecken zum Aufwerten von Waffen nutzt. Wenn ihr also eine bestimmte Anzahl an Kopfschüssen schafft, oder Gegner mit EMP-Granaten betäubt, dürft ihr als Belohnung die Magazingröße oder um Beispiel die Durchschlagskraft aufwerten.

 

Geschrieben von: Christoph Kleiner am 23.04.2010




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Xbox 360

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Splinter Cell: Conviction Testbericht


 
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Kommentar
Die Frage ob man sich mit Conviction verlaufen hat ist leicht beantwortet. Der Sam wirkt reifer, härter und wesentlich actionlastiger, das der Serie wirklich gut tut. Zwar wurden die eigentlichen Ideen nicht so umgesetzt, wie es damals geplant war und Sam bewegt sich nach wie vor gerne im Schatten und nicht in der Menschenmenge, aber das schnellere Gameplay, die stylistischen Mittel und die gute Story unterhalten ungemein gut, auch wenn der Trip nach wenigen Stunden vorbei ist. Hier und da hat die Grafik schwächen, dafür wirkt der Soundtrack durchweg gelungen und auch der Multiplayerpart mit Koop-Missionen ist ein guter Unterhaltungsfaktor. UbiSoft Montreal hat sich also nicht verlaufen, stolpert aber über einige Steine, wie die fehlende Dramaturgie. Alles in Allem aber ein Splinter Cell, das einen guten Weg eingeschlagen hat und Actionfans zu empfehlen ist.

Redaktionswertung
... zu Splinter Cell: Conviction:
Grafik: 13 Punkte
Sound: 14 Punkte
Gameplay: 12 Punkte
Steuerung: 14 Punkte
Multiplayer: 13 Punkte

Gesamtwertung

86 Prozent

Award
User-Wertung
Positiv
  • gelungene Geschichte
  • rasante Action und Inszenierung
  • abwechslungsreiche Level
  • gute deutsche Synchronisation
  • schöne grafische Effekte
  • spaßiger Koop
  • unterhaltsamer Multiplayer
  • aufwertbare Waffen
  • Info-Projektion an Fassen und Gebäuden
  • taktische Möglichkeiten
Negativ
  • geradliniges Levelsystem
  • fehlende Dramaturgie
  • häufiges Tearing
  • auftretenes Flimmern
  • sehr kurze Kampagne
  • teilweise instabile Latenz (online)
Galerien dazu
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