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Die Kunst des Mordens - Karten des Schicksals (Tests)
Die Kunst des Mordens – Karten des Schicksals
Selbstverständlich beginnt auch das Spielejahr 2010 mit Adventures, die Fans weiter unterhalten sollen, auch wenn erst Ende Januar Rätselfreunde mit dem nun mehr dritten Teil der „Die Kunst des Mordens“-Serie Vorlieb nehmen. Mit Karten des Schicksals will der polnische Publisher City Interactive Fans der FBI-Reihe qualitativ bessere Kost bieten. Wir haben uns an dunkle Orte begeben... Abgesagter Urlaub Nachdem Nicole Bonnet zwei Serienmördern das Handwerk legen konnte, aber auch wichtige Menschen verlor, hat sich die schöne FBI-Agentin einen Urlaub zur nötigen Entspannung gegönnt, der unverhofft ein schnelles Ende findet, als unsere Protagonisten ein Päckchen vor ihrer Tür bemerkt, welches keinen Absender aufweist. Nichtsdestotrotz ist die Neugier größer als die Scheu und Nicole öffnet das Paket, in dem sie eine alte Glühbirne und eine verrostete Schraube findet. Was haben die Gegenstände miteinander zu tun und warum bekommt ausgerechnet Nicole das Paket? Fragen, die natürlich geklärt werden müssen und typischerweise auch geklärt werden, wenn auch erst nach und nach. Somit scheint der Urlaub passé zu sein und nach einigen kleinen logischen Aufgaben und Verknüpfungen findet die intelligente Agentin schnell den nötigen Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen. Altes Kino Überraschenderweise bekommen wir im Intro ein ungewöhnliches Video zu sehen, das der Einleitung der Story dient und sehr gruselig und spannend daherkommt, was zunächst sehr positiv aufgenommen wird und keineswegs zarte Gemüter ansprechen soll, da eine grausame Tat gezeigt wird. Schon hier ist klar, dass der mittlerweile dritte Teil dunkler und dreckiger als seine Vorgänger wird. Die erste Spur führt in ein leerstehendes Kino, das verlassen in der Einöde sein Dasein fristet. Es ist klar, das wir keineswegs sofort ins Gebäude eindringen können, da Nicole vor verschlossenen Türen steht. Und so macht ihr euch mit ihr auf die Suche und landet schließlich in einer Bar, wo ihr den ersten Dialoge lauschen dürft und die Rätselkost nach und nach zunimmt. Schnell wird klar, dass uns mit dem neuesten Ableger keine Innovation erwartet und Spieler mit typischen Kopfnüssen, Knobeleien und Dialogen konfrontiert werden. Natürlich werden auch Gegenstände eingesammelt und mit ihnen interagiert, wie man es kennt und eventuell sogar zu schätzen weiß. Auch eine Hotspot-Funktion wird zur Verfügung gestellt, genauso wie ein übersichtliches Inventar, in dem aber nicht all zu viele Objekte aufbewahrt werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf den ziemlich dunklen Schauplätze, die Nicole heimsucht und an denen grausame Mordfälle untersuchen muss, die sie dann schließlich in ihrem Büro analysiert, damit die Geschichte ihren Lauf nimmt. Leider merkt man aber genau an diesen Spielszenen, dass mit einem zu gewöhnlichen Rezept gekocht wurde. FBI-Fans mögen das Einscannen von Daten und wichtigen Fundstücken spannend finden, nur leider gestaltet sich dieses Vorgehen für die meisten recht langweilig, auch wenn der Ansatz realistischer Natur ist. Dabei wechselt ihr regelmäßig von den vereinzelten Mordorten ins Büro, um dort immer die gleiche Arbeit zu erledigen. Somit kann das Gameplay nicht mit der Klasse der Zwischensequenzen mithalten, die sehr gut zu unterhalten wissen. Knobelfreunde erwarten dennoch viele Rätsel, die aber recht schnell an Schwierigkeit zunehmen und die Geduld des Spielers auf die Probe stellen, was auch daran liegt, dass manche Schauplätze mit „Hot-Spots“ überflutet sind und man nahezu in jedem Bildschirmzentimeter auf einen Gegenstand klicken kann. ![]() Dreckige Karten Nach der ersten Spielstunde erfahrt ihr, dass Karten aus einem einzigen Kartendeck die persönliche Signatur des unbekannten Serienkillers sind, denn diese sind nicht unweit der Tatorte zu entdecken. Doch schnell wird klar, dass der Drahtzieher ein böses Spiel spielt und nur darauf wartet, auch Nicole ins Gras beißen zu lassen. Mag das Gameplay doch recht einseitig, aber steuerungsmäßig einfach zu händeln sein, haben sich die Entwickler in Sachen Leveldesign sehr viel Mühe gegeben, was nicht unerkannt bleibt. So sehen die skurrilen Gegenden wie das schon erwähnte Kino, ein alter Vergnügungspark und eine stillgelegte Fabrik sehr düster und dreckig aus, was dem Spielgefühl sehr zu Gute kommt. Somit erwartet euch eine sehr detaillierte und auch dunkle Welt, die mit zahlreichen unterschiedlichen Arealen punkten kann. Trotz wunderschön gezeichneter Bilder wirken die Charaktere aber leider wie leblose Statisten und bewegen sich recht hölzern fort, was ein wenig unbeholfen wirkt. Leider wird die ansprechende Atmosphäre von lustlosen deutschen Sprechern begleitet, die für alles andere als Spannung sorgen. Geschrieben von: Christoph Kleiner am 02.02.2010
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