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Alarm für Cobra 11: Highway Nights (Tests)
Alarm für Cobra 11: Highway Nights

Was ist charakteristisch für die FIFA, die NBA, die NHL und noch so einige andere Serien? Richtig, es kommt jedes Jahr ein neues Videospiel mit teils mehr, teils weniger Neuerungen. Alarm für Cobra 11 ist auch so ein Wiederholungstäter, doch während es 2008 mit Burning Wheels noch einige Neuerungen, vor allem auf der technischen Seite, gab, sieht es 2009 mit Highway Nights eher mau aus. Das Rennspiel ist ein lauer Aufguss des Vorgängers ohne viel Neues und mit den gleichen alten Macken. Der Unterschied zwischen zum Beispiel der Fifa- und der Alarm für Cobra 11-Reihe ist dabei leider, dass die Fifa-Spiele meist im oberen Wertungsbereich spielten, während die Spiele um die Autobahnpolizisten Semir und Ben mit Wertungen im 70er-Bereich nach Hause gingen. Heißt es also auch beim aktuellen Alarm für Cobra 11 „Solide, aber mehr auch nicht“?

Der erste Eindruck

Den Autos kann man ihre Vorbilder deutlich anerkennen
Den Autos kann man ihre Vorbilder deutlich anerkennen
Für mich ist bei einem Spiel der erste Eindruck immer wirklich wichtig. Was empfinde ich, wenn ich das Spiel das erste Mal starte, wie passt alles zusammen, was für ein Eindruck macht die Spielwelt, die Inszenierung. Bei Alarm für Cobra 11 Highway Nights waren da gemischte Gefühle im Spiel. Einerseits hat sich technisch seit dem Vorgänger leider wenig getan, andererseits sieht es doch irgendwie frisch aus. Die Autos haben nach wie vor keine Lizenzen, sehen aber aus wie ihre Vorbilder und Semir und Ben haben wieder die Synchronsprecher der Fernsehserie, damit die oft seichten Dialoge auch den richtigen Touch bekommen. Soweit also alles beim Alten, das Spiel reißt mich nicht vom Hocker, schreckt aber auch nicht ab. Nun fange ich also an zu spielen und warte mal ab, was es so Neues gibt. Und warte. Und warte….

Alles beim Alten
Die neuen Nachtfahrten sind ein Reinfall
Die neuen Nachtfahrten sind ein Reinfall
… na gut, ich bin vielleicht etwas unfair, es gibt natürlich einige Neuerungen, wenn auch marginale. Also legen wir mal los: Die wohl größte Neuerung ist die Tatsache, dass ihr jetzt auch nachts unterwegs seid, daher auch der Titel. Doch diese Nachtfahrten hatte ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Während ich nämlich in der Außenansicht quasi nichts erkenne, da ich entweder von Licht geblendet werde oder es zu dunkel ist, hat der magische Rückspiegel die Fähigkeit, mir das Geschehen hinter mir in schönster Sonnenschein-Qualität zu zeigen. Wie auch immer die Polizei das wohl hinbekommt, ich möchte auch so einen Rückspiegel für mein Auto! Semir und Ben haben übrigens auch dazu gelernt. Während die Dialoge zwischen den Missionen nach wie vor nur von Panorama-Aufnahmen von der Stadt unterstützt werden, haben die beiden Brauchreden erlernt. Sie unterhalten sich nämlich nun auch während der Fahrt, allerdings ohne dabei auch nur eine Mine zu verziehen. Das, zusammen mit den fehlenden Fußgängern, die man immer noch nicht eingefügt hat, ist ein großer Verlust für die Atmosphäre und die Dichte des Spieles. Immerhin erklärt Synetic euch den Umstand: „Es gibt keine Fußgänger in diesem Spiel, weil sie vor euch nicht sicher wären“ HaHa!

Durchschnittskost

Es kracht auch mal ordentlich, Grund dafür ist das solide Schadensmodell
Es kracht auch mal ordentlich, Grund dafür ist das solide Schadensmodell
Ansonsten liefert Alarm für Cobra 11: Highway Nights die gewohnte Durchschnittskost ab. Auf Dauer wenig abwechslungsreiche Missionen sowie die Möglichkeit des freien Fahrens auf den satten 200Km Asphalt, ein umfangreicher Fuhrpark mitsamt Nitro-Dreirad und Nitro-Monstertruck und eine erstaunlich ordentliche Fahrphysik sorgen für kurzweiligen Spaß, sowohl für Serien-Fans als auch für den Durchschnittsspieler, der „einfach mal ein Rennspiel spielen möchte“. Wer etwas Anspruchsvolleres sucht, nimmt sich zum Beispiel Dirt 2, wer etwas Simpleres sucht, spielt Browsergames. Highway Nights hat nicht viel Neues gebracht und damit auch nicht viel kaputt gemacht, doch noch einmal sollte ein so lauer Aufguss wohl kaum verkauft werden.

 

Geschrieben von: Philipp Kleidt am 14.01.2010




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Alarm für Cobra 11: Highway Nights Testbericht


 
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Kommentar
Grml! Mit Burning Wheels hatte ich wirklich Spaß und trotz der damaligen Fehler (Dämliches Navi, Komische Kollisionsphysik etc.) war ich begeistert von der Qualität einer „Lizenz-Umsetzung“. Würde ich damals Highway Nights gespielt haben, hätte mein Testbericht wahrscheinlich ähnlich oder gleich ausgesehen. Aber zweimal hintereinander das Selbe bringen ist nicht cool. Das mag bei der TV-Serie klappen, aber wir Spieler hätten gerne Neuerungen, wenn wir Vollpreistitel erstehen. Also: Das Nächste mal mehr!


Redaktionswertung
... zu Alarm für Cobra 11: Highway Nights:
Grafik: 11 Punkte
Sound: 12 Punkte
Gameplay: 11 Punkte
Steuerung: 12 Punkte
Multiplayer: 06 Punkte

Gesamtwertung

69 Prozent

User-Wertung
Positiv
  • Technisch in Ordnung
  • Echte Synchronsprecher
  • Gute Fahrphysik
  • Man kann nun Schießen und das klappt auch gut
Negativ
  • Quasi nichts Neues
  • Nacht-Modus nicht ganz gelungen
  • Immer noch kein Lan-Modus!
  • Unterstützt keine Force-Feedback-Lenkräder
  • Abwechslungsarm
  • Blödes Navi
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