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Battlestations: Pacific (Tests)

Battlestations: Pacific


Der Zweite Weltkrieg gehört sicherlich zu einem der am meist verwendeten und ausgelutschten Szenarien in der Videospielgeschichte. Von den Stränden und Dörfern in der Normandie und den staubigen Wüsten Afrikas über zerstörte und verschneite Großstädte in Russland bis hin zu tropischen Inseln im Pazifik – man hat schon alles gesehen. Das haben auch schon viele Entwickler erkannt und so zum Beispiel ihren Spielreihen einen neuen Anstrich verpasst (siehe Call of Duty). Eidos hat das nicht getan und bringt nach dem durchaus soliden Battlestations: Midway nun den Nachfolger mit dem Untertitel Pacific. Wieso die Luftschlachten über dem Guadalcanal und riesige Seeschlachten in japanischen Hoheitsgewässern aber immernoch Spaß machen, erfahrt ihr im Test!

Tora! Tora! Tora!

U-Boote sind gefährlich - allerdings auch sehr verwundbar, wenn wie hier Wasserbomben eingesetzt werden.
U-Boote sind gefährlich - allerdings auch sehr verwundbar, wenn wie hier Wasserbomben eingesetzt werden.
Man kennt ihn bereits aus zahlreichen Filmen – den Angriff der Japaner auf die US-Basis in Pearl Habor am 7. Dezember 1941. Meist sah man dieses Ereignis lediglich aus der Sicht der überraschten Amerikaner, deren Luftstreitkräfte größtenteils bereits zerstört wurden, bevor die Maschinen starten konnten, und deren Schlachtschiffe, wie die USS Arizona (übrigens heute eine Gedenkstätte) durch Torpedos stark beschädigt oder gar versenkt wurden.

In Battlestations: Midway durftet ihr zumindest versuchen, die unzähligen Bomber von einem Patroullien-Boot aus zu erledigen. Im Nachfolger ist das anders, und hier zeigt sich auch gleich eine der größten Neuerungen des Spiels, denn statt nur mit den Amis zu spielen, dürft ihr euch in Battlestations: Pacific auch auf die Seite der Japaner schlagen und den Lauf der Geschichte verändern. Gleich in der ersten Mission der Japaner-Kampagne befindet ihr euch hinter dem Steuerknüppfel eines japanischen Kampflugzeugs und seit Teil der riesigen Flieger-Formation, die ihr 2007 noch mit Flakfeuer bekämpft hat.

Die Einsätze gestalten sich dabei größtenteils sehr abwechslungsreich und so verhindert ihr noch zu Beginn der Mission, dass die amerikanischen Jäger starten könnten, nur um kurz danach in einen Torpedo-Bomber zu steigen und einige Schiffe unter Beschuss zu nehmen.

Vom Soldat zum Oberbefehlshaber

Doch es wird noch abwechslungsreicher. In späteren Missionen übernehmt ihr nämlich nicht nur die Kontrolle einzelner Flieger oder Schiffe, sondern befehligt eine ganze Flotte mit Schlachtschiffen, Zerstörern, Frachtschiffen, Landungsbooten (zum Einnehmen von Insel-Befestigungen), U-Booten und Flugzeugträgern, die wiederum verschiedenste Arten von Flugzeugen in die Luft schicken können.

 

Hier reicht es nicht, einfach per Nachschub-Menü ein Kampfflieger-Geschwader in die Luft zu schicken, sich hinter’s Steuer zu setzen und Jagd auf die Gegner zu machen, denn oft hat euer Feind ähnlich große Verbände, mit denen er euch angreift. Nicht selten kommt es vor, dass eure Flieger in luftigen Höhen schwere Bomber bekämpfen müssen, die ihre explosive Fracht auf das Deck eures Trägers zu werfen drohen, während ihr mit Zerstörer und Aufklärungsflugzeug nach dem U-Boot sucht, das schon einige Treffer gelandet hat und zudem das Flakfeuer (FLAK=FLugAbwehrKanone) eurer Schiffe auf den Horizont konzentriert, wo Torpedo-Bomber in Angriffsstellung gehen. Wenn dann noch von der anderen Seite japanische Kamikaze-Flieger durch die Wolken stürzen oder hinter der hügeligen Insel plötzlich ein gewaltiges Schlachtschiff mit dutzenden schwerkalibrigen Kanonen auftaucht, kommt man als Befehlshaber schonmal ins Schwitzen – sofern der Schwierigkeitsgrad entsprechend fordernd ist. Auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad hat man nämlich so gut wie nie Problem, da man selber unglaublich viel einstecken kann, während eure Gegner wie die Fliegen vom Himmel fallen.

 

Geschrieben von: John-Henry Drabeck am 12.06.2009



Tags:

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Battlestations: Pacific Testbericht


 
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Kommentar
Mit Battlestations: Pacific hat Eidos noch einen drauf gesetzt und viele Kritikpunkte des Vorgängers ausgebessert. Hinzu kommt eine neue, durchaus interessante Was-wäre-wenn-Kampagne auf Seiten der Japaner und natürlich der enorme Umfang mit unzähligen Einheiten, die allesamt viel Spaß machen. Im Endeffekt ist hier für jeden etwas dabei: Coole Schleichaktionen mit U-Booten (inkl. beklemmenden Sonar-Geräuschen), heftige Luftschlachten mit dutzenden von Flugzeugen, eine strategische Karten für die Planer unter euch und atemberaubende Seeschlachten bei Nacht.

Man könnte Battlestations: Pacific natürlich nun vorwerfen, vieles zu bieten aber nichts zu perfektionieren - das stimmt zwar mehr oder weniger, doch der Mix aus Action und Strategie ist gelungen und bewirkt, dass selbst das eigentlich so ausgelutschte WWII-Szenario wieder Spaß macht.


Redaktionswertung
... zu Battlestations: Pacific:
Grafik: 12 Punkte
Sound: 12 Punkte
Gameplay: 12 Punkte
Steuerung: 11 Punkte
Mehrspieler: 12 Punkte

Gesamtwertung

80 Prozent

Award
User-Wertung
Positiv
  • zwei gelungene Kampagnen
  • Inseleroberung
  • Zahlreiche verschiedene Einheiten mit Stärken und Schwächen
  • simples Reperatur- und Nachschub-Menü
  • gut umgesetzer Mix aus Action und Strategie
  • nette Zusatzinfos vor den Einsätzen
  • freischaltbare Einheiten
  • stellenweise atemberaubende Grafik (Nacht-Einsätze)
  • Xbox 360-Controller wird unterstützt
  • viele Tips
Negativ
  • Steuerung mit Maus etwas träge (besonders bei Fliegern)
  • Für Action-Fans vielleicht einen Tick zu langsam
  • später sehr komplex und dadurch manchmal unübersichtlich
  • KI schwankt...
  • ... genauso wie die Spannung der Aufträge
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