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Warhammer: Battle March (Tests)
Nachdem schon unsere Preview-Version vor einigen Wochen einen durchaus guten Eindruck machte, liegt uns inzwischen die Retail-Fassung des AddOns vor, die wir natürlich ausführlich getestet haben. Echte Unterschiede zur Vorschau gibt es aber ehrlich gesagt nicht – nur die Spieldauer ist aufgrund der Vollversion natürlich länger. Ist Battle March lohnenswert? In der Story des Spiels geht es um die beiden verfeindeten Parteien der Orks mit Führer Gorbash und der Dunkelelfen, welche den Ork-Häuptling das eine oder andere Mal böse an der Nase herumführen. In der Story geht es darum, dass die Dunkelelfen durch die Ex-Sklaven der Orks zu den verhassten Hochelfen gelangen, um gegen eben jene einen Krieg zu führen. Die Orks bekämpfen die Dunkelelfen nicht nur aus Jucks und Freude, sondern wegen der Geschichte mit den orkischen Sklaven. Wenige Änderungen Im Vergleich zum Hauptspiel hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Noch immer erscheint eine durchaus schicke Zwischensequenz vor der Mission der insgesamt 3 Kapitel umfassenden Kampagne, in der ihr abwechselnd Dunkelelfen und Orks spielt, und danach könnt ihr in einer „Development & Deploy“-Phase eure Truppen sortieren, ihre Formation bestimmen und diese kurzerhand ausrüsten. Der Held bzw. die Helden, wenn es denn mal mehrere sind, die von Anfang an mitmachen, können dank Levelups mit neuen Fähigkeiten ausgestattet werden. Und wie schon im Hauptspiel kann ein gut ausgebildeter Held die eine oder andere Schlacht entscheiden, da sie weiterhin (leider) ganz schön mächtig sind, wodurch sie oftmals ein ganzes Heer von Orks oder Menschen niederwalzen. Wer die drei Kapitel so schnell wie möglich abschließen will, der wird ungefähr 15 Stunden brauchen, wobei man die extrem langen Ladezeiten (teilweise über zwei Minuten) vor und nach einer Mission mit einrechnet. Warum die Ladezeiten so extrem lang geworden sind, ist uns ein Rätsel, da weder Grafik noch Missionen extrem groß sind. Zwar ist das Aufgebot an Aufgaben durchaus abwechslungsreich und besser als beim Hauptspiel, dennoch sind solche Wartezeiten eine Zumutung für den Spieler. Die Story dreht sich um Orks und Dunkelelfen, die Missionen der beiden Parteien sind von Anfang an sehr happig und benötigen viel Vorsicht, damit die Helden nicht Sang- und Klanglos untergehen. Einfaches Markieren und losschicken wird bei Battle March nicht reichen, jedenfalls für nicht mehr als den „Game Over“-Bildschirm, denn dadurch, dass die Gegner-KI recht stark ist und manche Feinde so böse platziert sind, ist ein reines Vorpreschen mit aller Macht ein Himmelfahrtskommando. Hier gilt es viel mehr taktisch vorzugehen. Ein einzelner wird keinen Gewinn bringen, aber so eine Vorhut bestehend aus einer ganzen Reihe von Bogenschützen oder anderen Mannen, die auf Weitwaffen spezialisiert sind, loszuschicken, macht durchaus Sinn, weil sie einen hohen Sichtradius haben und etwaige Gegner im Nu vernichten. Die Action auf dem Bildschirm geht wie gewohnt gut ab. Um auch die nötige Übersicht zu bewahren, haben sich die Entwickler etwas schickes einfallen lassen: Fahnen bei den Truppenverbänden werden euch immer anzeigen, zu wem die jeweiligen Krieger gehören. Dadurch, dass die Kamera bis in den Pixelbrei zoombar ist und bis fast in den Himmel herausgezoomt werden kann, ist eine optimale Übersicht jederzeit gewährt. Nette Spielerei, die aber oftmals gar nicht so unwichtig ist: Eine drehbare Kamera, mit der auch jede noch so komplizierte Situation sehr gut in Bild und Ton eingefangen werden kann. Etwas ungeschickt zeigten sich die Entwickler jedoch bei der Balance des Spiels. Während so ein Reiter ein ganzes Regiment Bogenschützen alleine platt macht, hat er keine Chance gegen die Hellebardiere. Auf der anderen Seite gibt es Einheiten, die uns im Test sehr negativ aufgefallen sind, die da wären: Speerwerfer der Goblins (Grünhäute-Fraktion) und ganz besonders die Hexenkriegerinnen der Dunkelelfen. Die können im Kampf fast gar keinen Schaden anrichten. Oftmals wurden sie nur als Vorhut genutzt oder im Kampf als Puffer, damit die wichtigen Einheiten, wie die Zauberin der Dunkelelfen (Heldin der Fraktion und viel zu mächtig) ein leichtes Spiel hat. Da sie mächtige Zaubersprüche auf Lager hat und zu allem Überfluss auch noch die Gedankenkontrolle besitzt, welche in Verbindung mit dem Attentäter-Helden (getarnt und Fernkämpfer) so stark ist, kann eine ganze Mission nur mit den beiden Einheiten erledigt werden. Für den Mehrspieler ist das fatal. Technisch keine Neuerungen Grafisch gesehen herrscht auch im AddOn nur Tristesse, obwohl die Einheiten ja noch wirklich schick aussehen. Dagegen sind die Umgebungen weniger detailreich und sehr matschig bis hin zu einem üblichen braun/grau. Außerdem fehlt es allen Effekten merklich an Wucht, an Ausdruckskraft, denn bei so einem mächtigen Zauber fliegen gerade mal eine Hand voll Einheiten durch die Luft. Konsequenter wären natürlich alle. Dieses Problem macht aber die wirklich einzigartige und grandiose englische Sprachausgabe wieder wett. Was die Mannen hier an Passion und Liebe sowie Ausdruckskraft hinterlassen haben, kann die deutsche Version leider nicht bieten. Aber wenigstens ist die Soundkulisse erstklassig in Szene gesetzt – da lacht doch glatt das Herz eines Warhammer-Fans! Die Mehrspieler-Modi bieten euch Spaß mit bis zu sechs Spielern via Lan und Internet, in denen ihr zusätzlich zu den bekannten Fraktionen aus dem Hauptspiel auch die beiden neuen Völker benutzen könnt. Zwar wird die Balance etwas gekippt, aber mit einigen Patches wird auch hier sicherlich wieder der Spaß an oberster Stelle stehen – und nicht der Frust. Geschrieben von: Adam Smieja am 28.05.2008
Tags: Warhammer: Battle March Test, Warhammer: Battle March review,Warhammer: Battle March PC, Deep Silver,PC,Warhammer: Battle March Testbericht |
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