'Taktik und Rollengame vereint in einer epischen Geschichte.' Das versprechen die Muenchener Entwickler von Chimera Entertainment. Ob der Genremix klappt und was Nachwuchsentwickler heutzutage mit ein bisschen Publisher-Unterstuetzung zu Stande bringen koennen, lest ihr in diesm Test.
Oh, heilige Zweifaltigkeit!
Vor euch befindet sich ein Rudel, bestehend aus 4 wilden Canyx-Kreaturen. Der Anfuehrer der Gruppe, der durch ein kleines Wappen gekennzeichnet wird, benutzt den Disziplin-Stil - ihr solltet also mit einer Konzentrations-Gruppe angreifen.
Bevor ihr das tut, schaut ihr euch aber noch den Anfuehrerbonus und die Spezialattacke des Gegners an. Aha, ein starker Bonus: 'Solange die Moral der Gruppe der Steinhaut ueber 50% liegt, erhoeht sich der Schaden seiner Gruppe um 50%.' Ausserdem kann euer Feind ein Talent einsetzen, durch das 80% des verursachten Schadens auch von eurer Moral abgezogen wird. Gluecklicherweisse hat Ioan das passende Konter-Talent, das wir nur im richtigen Moment einsetzen muessen. Unser Freund und Mentor Caine kuemmert sich um den Anfuehrerbonus des Rudels, denn er kann die feindliche Moral sofort um 10% senken.
Und so macht ihr euch bereit fuer die grosse Reise und zieht, von grossen Abenteuern schwaermend, mit eurem Kampfstab durchs Land. In der ersten Mission ist unser eifriger Bauernjunge noch ganz allein in der Welt und muss irgendwie die Stadt Parah erreichen, wo er sich hoffentlich als Rekrut bei einer Gilde bewerben kann. Schon nach wenigen Gegnern trefft ihr jedoch auf auf das Kaempferduo Shara und Caine, denen ihr im Kampf gegen eine grosse Bestie beisteht und sie durch eure kaemperischen Faehigkeiten beeindruckt. Wie der Zufall es so will, gehoeren die beiden schon einer Gilde an, die noch nach Verstaerkung sucht.
Fliegende Festung
Windchaser gamet in der Fantasywelt Ensai, die vor 600 Jahren durch verheerende Kriege ins Chaos gestuerzt wurde. Nur der legendaere Weltenbrand, der das Reich verwuestete und den technologischen Fortschritt der Hochkultur in einem heiligen Inferno verschlang, konnte den Krieg beenden. Die wenigen Ueberlebenden gruendeten eine neue, naturverbundene und von Gilden gepraegte Gesellchaft, die sich auf den Handel und die Forschung konzentriert. Doch durch religioese Meinungsverschiedenheiten ueber die angebetete Zweifaltigkeit bahnt sich ein neuer Krieg zwischen Reformisten und Orthodoxen an. Der Gameer schluepft in jener gefaehrlichen Zeit in die Haut des Bauernjungen Ioan, der genug vom Landleben hat und als Abenteurer in die weite Welt zieht, um sich einer Gilde anzuschliessen.
Wie ihr seht, ist eure fliegende Unterkunft ziemlich wichtig - so wichtig, dass ihr sie nicht durch Angriffe verlieren wollt. Deswegen hat die Windchaser auch nur einen bestimmen Aktionsradius, in dem sie sich frei bewegen kann. Diesen Bereich koennt ihr durch die Eroberung von Tuermen und Windmuehlen (gilt auch als Aussichtspunkt) erweitern, sodass sich die Windchaser stetig weiter vorwagen kann. Das muesst ihr auch, denn am Ende einer Mission muesst ihr meistens an den Rand der Karte - und den erreicht ihr nur, wenn ihr alle noetigen Punkte eingenommen habt. Als netten Bonus decken sie einen Teil der Karte auf und lassen erahnen, was sich hinter dem genretypischen Nebel des Krieges befindet.