Philip Heselmann: Meine Spiele des Jahres 2011
Geschrieben von: Philip Heselmann am 20.12.2011
“Damn it feels good to be a gamer”. Man muss kein Spieletester sein, um zu wissen, dass das Jahr 2011 eines der besten Jahre für die Gaming-Gemeinde seit langem war. Gerade gegen Ende des Jahres wurde die Szene mit zahlreichen Top-Titeln geflutet, sodass für viele am Ende des Geldes noch so viel Monat lag. Sogar ich selbst habe es bisher nicht geschafft, einige Top-Titel, welche auf meiner Most-Wanted-List ganz oben stehen, zu spielen und in den vollen Genuss des Jahres 2011 zu kommen. Daher dürft ihr euch auch nicht wundern, wenn ihr vergebens nach Titeln wie Skyrim, Deus Ex oder Batman: Arkham City in meiner persönlichen Top 5 Ausschau haltet. Laut chinesischem Horoskop war 2011 das Jahr des Hasen, laut Feng-Shui das Jahr des Geldes, aber ich sage 2011 war das Jahr der Spiele. Hier meine persönliche Top 5 des Jahres der Spiele.
Platz 5 – Saints Row: The Third
Hachja, Saints Row: The Third, die virtuelle Verkörperung der Amoralität. Auch wenn der abstruse, dunkle Humor des Spiels viele abgeschreckt haben dürfte, hat es mich in seinen Bann gezogen.
Auf in die Anarchie
Man spielt als Oberhaupt der Third Street Saints, einer Gang aus dem Örtchen Stillwater, welche ihr Image zunehmend zu Medien-Monopolisten kultiviert, weg von der Kleinkriminalität, welche einst noch Hauptbestandteil der Gang-Ideologie war. Während des Spiels ringt man mit der rivalisierenden Organisation Syndicate um die Vorherrschaft im Nachbarort Steelport. Allerdings merkt man schnell, dass die Story nicht das Hauptaugenmerk des Spiels darstellt, sondern vielmehr dessen irrer Humor, abwechslungsreiche und innovative Missionen und ein durchdachtes Upgrade-System, das den Spieler schnell in eine tiefe Suchtspirale fallen lässt.
Achtung: Grenzüberschreitung
Spielt man diesen dritten Teil der Saints Row-Reihe, sollte man sich allerdings immer vor Augen halten, dass das Spiel sich selbst nicht ernst nimmt und sämtliche Inhalte bewusst provozieren, um sich von Genrekollegen abzuheben. Dies wird einem schon nach den ersten 20 Minuten des Spiels klar, was für mich auch der Zeitpunkt war, bei dem ich mich in das Spiel verguckt habe. Das Spiel beginnt nämlich während eines Bankraubes, in dem wir unwissentlich den Rivalen Syndicate bestehlen. Während man sich actionreich durch die verschiedenen Flure der Bank kämpft, lässt man es sich trotzdem nicht nehmen, das ein oder andere Autogramm für Fans zu schreiben, die einem in den engen Gängen der Bank über den Weg laufen. Nachdem man kurzerhand den ganzen Banktresor mittels Helikopter gestohlen hat, findet man sich in den Fängen des Syndicate wieder, welche einen in ihr eigenes Flugzeug verschleppt haben, um den kritischen Status-Quo mit euch auszudiskutieren. Davon lässt man sich als Anführer der Saints natürlich nicht beeindrucken und mäht, nach heldenhafter Befreiung durch ein Gangmitglied, kurzerhand alles nieder, was einem vor die Flinte kommt, um letztlich mit Fallschirm, zusammen mit ungewöhnlich vielen Autos und anderen Gegenständen, aus dem Frachtraum des Flugzeuges zu entkommen - mit hübscher Teamkollegin im Arm versteht sich.
Damit ist es allerdings nicht getan, denn das Flugzeug holt zum Tackle-Angriff aus. Doch auch das schüchtert den Kopf der Bande nicht ein, welcher ohne lange zu zögern die nette Kameradin dem freien Fall überlässt, um durch die Cockpitscheibe erneut in das Flugzeug einzudringen. Ohne einen Fuß auf den Boden zu setzten, fliegen wir durch die gesamte Länge des Flugzeugs und zerschießen alles was sich bewegt, um aufs Neue durch den Frachtraum zu entkommen. Schnell wird noch die Kollegin kurz vor ihrem Aufschlag eingesammelt und in letzter Sekunde der Fallschirm gezogen, um unbeschadet im neuen Schauplatz Steelport zu landen und das eigentliche Spiel zu beginnen. Nach so einem epischen Intro war klar: Das Spiel liefert, was es verspricht! Und das trifft erfreulicherweise auch tatsächlich für den weiteren Verlauf des Games zu: Ein tiefes und abhängig machendes Upgrade-System, selten dagewesene Individualisierungsmöglichkeiten, abwechslungsreiche und abgedrehte Missionen und irrer, zwar dunkler aber durchaus unterhaltsamer Humor geben dem Spiel das gewisse Etwas, das man bei manch anderen Spielen vergebens sucht. Ich kann nur jedem, der das Spiel noch nicht genossen hat, dazu raten, es sich zumindest einmal auszuleihen, um ebenfalls in die abgedrehte Welt des Saints Row: The Third zu entfliehen. Doch Vorsicht: Wer sich nicht vor Augen führen kann, dass das Spiel sich selbst nicht ernst nimmt, sollte eher die Finger davon lassen, um sich nicht an den brutalen und perversen Grenzüberschreitungen zu verbrennen.
Platz 4 – Call of Duty: Modern Warfare 3
Der dritte Teil der Modern Warfare-Reihe war wohl für viele das am sehnlichsten erwartete Spiel des vergangenen Kalenderjahres, wurde man doch am Ende des Zweiten Teils ohne klaren Ausgang zurückgelassen...
Same old song and dance
Keine fünf Minuten nachdem ich das Spiel in meine Konsole eingelegt hatte, verfiel ich erneut dem altbekannten Feeling der CoD-Reihe. Modern Warfare 3 beginnt genau da, wo sein Vorgänger endete: In akuter Bedrohung im Himalaya Gebirge - eingekesselt durch zahlreiche Gegner - um sein Überleben kämpfend. Nach erfolgreicher Flucht aus der brennzligen Lage, widmet man sich schließlich dem dritten Weltkrieg, welcher, inszeniert durch den altbekannten Ultra-Nationalisten Makarov, in vollem Gange die Welt in ihre Bestandteile zerlegt. In gewohnter Call of Duty-Manier schießt man sich durch zahlreiche Schauplätze, virtuell verkörpert durch verschiedene Spezialeinheiten. Auch der dritte Teil der Reihe überzeugt wieder mit seiner Missions-Vielfalt. Während man sich im einen Moment auf geheimer Mission in den Tiefen Ost-Afrikas befindet, kämpft man sich im nächsten durch einstürzende Gebäude in den Hauptstädten Europas, um die russischen Invasionen zu stoppen. Dabei spielt man unter anderem als Scharfschütze oder Infanterist, bemannt verschiedene Boden- oder Luftfahrzeuge und Mörser oder übernimmt sogar die Kontrolle über ferngesteuerte Drohnen. Das Spiel bietet also Action und Abwechslung pur. Auch wenn sich viele an dem geläufigen, schlauchartigen Missionsdesign des Spiels ärgern, verhilft es den Entwicklern erneut eine geradezu Hollywood-ähnliche Geschichte zu inszenieren. Auch spielerisch setzt das Spiel neue Standards, denn es ist schneller und actionreicher als je zuvor. Dadurch verkörpert der dritte Teil der Reihe in meinen Augen den actionreichsten Titel dieses Jahres.
Selbst nach Abschluss der leider etwas kurzen Solo-Kampagne bietet einem das Spiel die Chance, sich im Multiplayer oder in zwei verschiedenen Koop-Modi auszutoben, welche beide nachhaltig durch zahlreiche Überarbeitungen wie neue Multiplayermodi oder ein frisch überdachtes Kill-Streak-System verbessert wurden. Besonders der Online-Multiplayer verspricht erneut stundenlange Unterhaltung im virtuellen Gefecht gegen Spieler auf der ganzen Welt. Ebenfalls wiederkehrend ist das ausgedehnte Level-Up-System, welches den Spieler langfristig motiviert. Auch wenn sich die Innovationen im Vergleich zu Reihen-Vorgängern in Grenzen halten, hat mich MW3 über Stunden hinweg unterhalten. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir für potenzielle Reihen-Nachfolger eine neue Technik hinter dem Spiel, da die mittlerweile stark veraltete IW-Engine nicht mehr mit Genrekollegen wie Battlefield 3 mithalten kann.
Platz 3 – Portal 2
Spätestens nach der Veröffentlichung von Portal 2 war klar: Das kleine Kultspiel aus dem Jahre 2007 ist erwachsen geworden. Was damals als kleines Extra zu Half-Life 2 fungierte, hat sich schnell zu einem Spiele-Klassiker entwickelt. Ursprünglich als Test angedacht, revolutionierte das erste Portal das Puzzlegenre für alle Zeit und verdeutlichte der Spielegemeinde, dass man auch trotz anstrengender Denkarbeit Spaß in einem Computerspiel haben kann. 2011 kehrte endlich unser Freund der Companion Cube zurück und versprach ein noch atemberaubenderes Puzzle-Erlebnis. Und mein lieber Scholli, hat Valve geliefert, was sie versprachen. Nicht nur gab es eine packende Solo-Kampagne mit klasse Atmosphäre und Charakteren, sondern auch noch eine ausgereifte Koop-Kampagne dazu.
Wie alles begann
Im ersten Teil von Portal übernahm man die Kontrolle über Chell, sozusagen ein menschliches Testobjekt der künstlichen Intelligenz GLaDOS. Diese schickte den Spieler in zahlreiche Testräume, um Chells und des Spielers Geschick auf die Probe zu stellen. Hauptinstrument bei der Lösung der Puzzles war die sogenannte „Portalgun“, mit welcher man zweierlei Portale erschaffen konnte: Das erste Portal, das man schoss, diente praktisch als „Eingang“, das zweite als „Ausgang“, sodass man praktisch Wurmlöcher erstellen konnte, wo immer man wollte. Durch diese Portale konnte man entweder selbst durchgehen oder sie dazu benutzen, diverse Objekte von Punkt A zu Punkt B zu schaffen. Besonders wichtig dabei: Die Gesetze der Physik. Eintrittstempo gleich Austrittstempo. Das heißt zum Beispiel, wenn man von einer hoch gelegenen Stelle in ein Portal hineinspringt, schießt man aus dem anderen Portal mit derselben Geschwindigkeit wieder heraus. Dadurch ergaben sich zahlreiche knifflige Puzzle, die es zu lösen galt.
Laws of physics stopped and laws of awesome tripled
Diese Grundprinzipien der Physik haben den Entwicklern bei Valve allerdings nicht ausgereicht, sodass man schon in den früheren Levels von Portal 2 auf eben solche Puzzle trifft, bevor neue Komponenten eingeführt werden.
Größte und gleichzeitig unterhaltsamste Innovation in Portal 2 sind wohl die dreifarbigen Gele, die überall in der Welt zu finden sind. Diese lassen sich mittels Portalen auf verschiedene Flächen der Spielewelt verteilen, woraufhin die physikalischen Eigenschaften der Oberfläche verändert werden. Während das eine Gel ermöglicht, auf vorher unmöglichen Flächen Portale zu setzen, verleiht ein anderes einer Oberfläche die Eigenschaft den Spieler zu beschleunigen. Ein weiteres Gel ermöglicht lässt uns wie auf einem Trampolin auf einer Fläche herumspringen.

Ein weiteres neues Element sind Traktorstrahlen, die euch oder andere Gegenstände entweder transportieren können oder als Brücke dienen. In den späteren Levels gilt es dann alle Komponenten des Spiels sinnvoll zu verknüpfen, um in den nächsten Bereich vorzudringen. Ein wirklich unterhaltsames und kniffliges Unterfangen, was das Höhen-Gefühl nach erfolgreichem Abschluss eines Levels nur verdoppelt.
Story mit Köpfchen
Sogar eine tiefere Story hat Portal 2 bekommen. Ehrlich gesagt, habe ich keine komplexe Story erwartet, als ich Portal 2 zum ersten Mal gespielt habe. Ich freute mich lediglich auf neue Rätsel und nervenzerreißende Testkammern. So war es zu meinem großen Erstaunen, dass Valve mit Portal 2 eine abwechslungsreiche Geschichte mit zahlreichen Wendungen erzählt. Diese findet meines Erachtens einen wunderbaren Mix aus Ernsthaftigkeit und Humor und schafft es mit Leichtigkeit den Spieler bis zum letzten Kapitel des Spiels zu unterhalten. Die Labore von Aperture Science, der Firma des Valve-Universums, sind bei unserem Erwachen verfallen und verlassen. Einziger Begleiter ist der hektische Roboter Wheatley, dessen ursprüngliche Aufgabe es war, über die Versuchspersonen zu wachen. Ganz gegen seine Programmierung hilft er uns allerdings bei der Flucht aus den verlassenen Laboren und reaktiviert dabei versehentlich die totgeglaubte GLaDOS aus dem ersten Portal-Spiel. Diese nimmt es uns ziemlich übel, dass wir Sie im ersten Teil vernichtet haben und bemüht sich fortan uns das Leben zur Hölle zu machen.
So liefert Portal 2 ein kniffliges Denkspiel mit einer tollen abwechslungsreichen Story und durchaus unterhaltsamen Humor. Auch den durchdachten Koop-Modus kann ich nur jedem ans Herz legen, denn geteilte Freude ist doppelte Freude. Also an alle, die dieses Topspiel noch nicht gespielt haben: „Try to put your differences behind you – For science, you monster!“
Platz 2 – Assassin’s Creed: Revelations
Ein neues Jahr, ein neues Assassin’s Creed. Als Ubisoft ankündigte, dass der nächste Teil der Assassin’s Creed-Reihe schon innerhalb eines Jahres erscheinen würde, wusste ich nicht, ob ich mich freuen oder eher skeptisch sein sollte, gehört Assassin’s Creed nicht zuletzt zu meinen Lieblings-Franchises. Nach zahlreichen atemberaubenden Trailern konnte ich dann auf der gamescom zum ersten Mal Hand anlegen und mein reges Gamer-Herz beruhigen, denn Revelations sah toll aus.
Ezio Senior
Umso mehr freute ich mich dann, als ich es Monate später in meine Konsole einlegen durfte. Obwohl Revelations nur 10 Jahre nach den Geschehnissen von Brotherhood spielt, hat sich viel getan. Ezio hat nicht mehr viel mit dem florentinischen Jüngling gemeinsam, den er einst verkörperte. Er ist des Kämpfens leid und sehnt sich nach einem friedvollen Ruhestand. Dies will ihm allerdings nicht ganz gelingen, wo er doch noch so viele unbeantwortete Fragen hat: Wer war Altaïr? Was war sein Geheimnis? Wer waren die mysteriösen Halbgötter? Welche Katastrophe steht der Welt bevor? Und wer zum Teufel ist Desmond Miles? Desmond Miles seid übrigens ihr, der Spieler. Während ihr in den Vorgängern mittels Animus, einer Maschine, die es einem erlaubt, die Erinnerungen seiner Ahnen erneut zu durchleben, in die Fußstapfen Altaïrs, einem Assassinen zur Zeit der Kreuzzüge, und Ezios als Jüngling und zuletzt in Brotherhood zu seiner Blütezeit treten durftet, befindet ihr euch in Revelations in einer Art Koma und sitzt virtuell gefangen auf einer Insel im Animus fest. Um dieser zu entfliehen, müsst ihr alle Unklarheiten eurer Ahnen sowie eure eigenen aus dem Weg schaffen. Dazu schlüpft ihr wieder in die Haut von Ezio – dieses Mal in weitaus fortgeschrittenem Alter.
Dabei bezieht sich die Geschichte nicht nur auf Ezio, sondern auch auf Altaïr und Desmond, versucht also alle drei Story-Stränge in Revelations zusammenzuführen und zu Ende zu erzählen. Klingt komplex, wurde von Ubisoft allerdings innerhalb einer rund 18-stündigen Solo-Kampagne elegant gemeistert. Auch wenn nicht alle Geheimnisse gelüftet werden, wird man, in Vergleich zu Reihen-Vorläufern, zur Abwechslung am Ende des Spiels mit mehr Antworten zurückgelassen als Fragen. Hat man sich die Collector’s Edition gekauft, gibt es sogar noch einen 20-minütigen Kurzfilm namens Assassin’s Creed: Embers zu Ezios letzten Jahren dazu (der sich übrigens auch wirklich lohnt).
Nothing is true. Everything is permitted.
Ich persönlich bin ein großer Fan der Reihe und habe die Geschichte, die in Assassin’s Creed erzählt wird, immer mit Spannung verfolgt. Für mich wurde die Story von Ezio und Altaïr in Revelations zu einem grandiosen Finale zusammengeführt und mit zahlreichen Tiefen und Höhen ausgeschmückt. Man lernt die Charaktere viel besser kennen, als in allen vorherigen Spielen zusammen, und versteht letzten Endes die Beweggründe aller, ohne das Interesse an der zukünftigen Story zu verlieren.
Spielerisch hat sich Assassin’s Creed Revelations eigentlich gar nicht so viel verändert. Noch immer sprintet und klettert man fit wie ein Turnschuh, dieses Mal über die Dächer Konstantinopels. Das heutige Istanbul wurde übrigens, wie man es aus AC kennt, atmosphärisch perfekt umgesetzt. Eine Neuerung ist die Haken-Klinge, welche es Ezio ermöglicht, weiter zu springen oder an Seilen hinabzugleiten. Dadurch spielt sich das Spiel um einiges flüssiger und unterhaltsamer. Ebenfalls neu ist das Bombensystem, welches ich allerdings nur wenig genutzt habe. Ich spiele lieber versteckt und aus dem Hinterhalt, sodass ich froh bin, dass Ubisoft den Spieler im Verlauf des Spiels nie dazu gedrängt hat, Bomben zu benutzen. Auch das Adlerauge wurde überarbeitet und heißt jetzt Eagle-Sense. Man darf nicht zu viele Neuerungen erwarten, wird aber trotzdem überrascht sein, wie viel flüssiger sich das Spiel durch die Überarbeitung von Kleinigkeiten spielt.
Für mich hat Assassin’s Creed genau das geliefert, was Ubisoft versprochen hat. Ein grandioses Ende für die drei Handlungsstränge. Außerdem ist es den Entwicklern wieder gelungen, eine einzigartige Atmosphäre und Stadt zu schaffen, in der man auch gerne einfach mal „spazieren“ geht. Auch die Charaktere lernt man in Revelations erst so richtig kennen. Jedem Fan des Franchises sowie jedem Gamer, der großen Wert auf Story legt, kann ich dieses Spiel nur ans Herz legen, da es eine grandiose Story mit erstklassigem Ende erzählt. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil im kommenden Jahr.
Platz 1 – Battlefield 3
Meine Nummer 1: Battlefield 3. König der Könige unter den Multiplayer-Spielen. Seit längerem spielen sich die Schlachten nicht mehr nur auf dem virtuellen Schlachtfeld ab, sondern auch in der Realität zwischen Call of Duty und Battlefield. Und um ehrlich zu sein, habe ich zu Zeiten Modern Warfares eher zu CoD tendiert, doch das änderte sich mit Bad Company 2. Battlefield 3 hat mir jetzt noch einmal bewiesen, dass der Seitenwechsel die richtige Entscheidung war und ich an der Seite des Stärkeren in den Krieg ziehe.
Die wahrgewordene Utopie
Weite Schlachtfelder, dutzende Vehikel, ein ausgedehntes Level-Up-System, Realitätsnähe, gute Action, WOW-Momente und die Notwendigkeit von Taktik und Teamplay - So klingt für mich ein perfektes Online-Shooter-Erlebnis. Und genau diese Definition passt auch zu Battlefield 3. Wie man es aus der Battlefield-Reihe kennt, liegt der Hauptfokus wieder auf dem taktischen Teamplay. Und für mich steht eine Sache fest: Kein Spiel macht mir zusammen mit Freunden oder auch alleine im Multiplayer so viel Spaß wie Battlefield 3.
Wiederkehrend sind die altbekannten Modi Eroberung, Rush, und Deathmatch (während sich die letzteren beiden auch als Squad-Variante spielen lassen). Zwar dürfen sich auf den Schlachtfeldern der Konsolenfassung nur 24 anstatt 64 Spieler tummeln, jedoch trügt dies nicht das Gesamterlebnis dieses Multiplayer-Giganten. Auf derzeit 13 Maps darf man sich in Fahrzeugen, Flugzeugen oder zu Fuß austoben und alles zerstören, was einem in den Weg kommt. Den verschiedenen Maps fehlt es keineswegs an Abwechslung und sie sind alle wunderschön anzusehen. Während man sich auf der einen Karte in den engen Gassen Paris feurige Straßenkämpfe liefert, bewegt man sich auf der nächsten über weite Gebiete in den Gegenden Osteuropas. So macht es nicht nur Spaß, als Fußsoldat gemeinsam taktisch die Gegner zu Grunde zu richten, sondern auch in allerhand Fahrzeugen die Gegend unsicher zu machen.
Auch die Spielerklassen wurden teilweise überarbeitet. Der Sturmsoldat übernimmt nun auch die Funktion des Sanitäters und der Versorgungssoldat verfügt nun über die schweren Waffen des ursprünglichen Medics. Es gibt erstmals auch Serverbrowser auf den Konsolen, welche die Sitzungen nach Spielerzahl, Kontinent oder Modus kategorisieren. Auch das Squad-System wurde überarbeitet und erlaubt es den Spielern nun viel einfacher eigene Unter-Teams zu kreieren.
Gear Up
Alles in allem bietet Battlefield 3 mit seinen weiten und auf Taktik angelegten Karten, zahlreichen Fahr- und Flugzeugen, enormer Wichtigkeit von Teamplay, toller Grafik und einem motivierenden Level-Up-System für mich das ideale Multiplayererlebnis. Darüber hinaus überrascht Battlefield 3 auch mit einer unterhaltsamen Solo-Kampagne. Klar, diese ist nicht Hauptfokus des Spiels, kann aber durchaus auf Dauer unterhalten, wenn man gerade einmal genug vom Multiplayer hat. Es gibt noch so viel, was ich euch über Battlefield 3 erzählen könnte, doch erfahrt ihr den Zauber des Spiels wohl eher am besten selbst. Also liebe Leser! Kauft es euch! Bewaffnet euch mit Controller und marschiert los! Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

Ich wünsche schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Auch 2012 wartet mit Top-Titeln auf euch!
- Philip Heselmann’s Spiele des Jahres 2011 Special online!
- Philipp Kleidt’s Spiele des Jahres 2011 Special online!
- Earth Defense Force: Insect Armageddon – Ab Winter dieses Jahres auch auf Steam erhältlich
- Nintendo – Fokus auf Spiele für Nicht-Gamer
- Warner Bros. – Neue Spiele auf Basis von DC Comics geplant
- Silent Hill – Drei Spiele kommen Anfang 2012
- Spiele-Releases KW45
- DICE: Keine Spiele für Wii U geplant
- Spiele-Releases KW44

Loading ...