VN:F [1.9.10_1130]
Eure Wertung:
1 vote
10.0

Gefällt dir das Spiel? Oder war es ein totaler Flop? Teile es uns mit!
Patrick Winter: Meine Spiele des Jahres 2011
Du bist hier: Spieletester > Specials > Patrick Winter: Meine Spiele des Jahres 2011

Patrick Winter: Meine Spiele des Jahres 2011

Geschrieben von: am 22.12.2011
Spielemäßig war das Jahr 2011 einfach nur awesome! Ein Jahr, das stark begann und zum Ende hin noch einmal kräftig zulegte. Denn es gab eine riesige Anzahl erstklassiger Titel, die nicht nur spielerisch überzeugen konnten. Die Entwickler und Publisher haben sich stellenweise selbst übertroffen und konnten mich fast immer positiv überraschen. Zwar gab es auch Enttäuschungen, wie man es am neuen Need for Speed: The Run sehen kann, aber im Großen und Ganzen erlaubten sich die Studios nur wenige grobe Fehler. Was für Spiele es nun in meine Top-Five geschafft haben, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen.

Platz 5 - TrackMania 2: Canyon



Auf meinen fünften Platz hat es das Rennspiel TrackMania 2: Canyon geschafft. Es handelt sich dabei um ein Rennspiel, das auf den ersten Blick sehr bescheiden daherkommt. So bietet es nur wenige Offlinestrecken und lediglich einen Fahrzeugtyp. Doch schaut man etwas genauer hin, erkennt man, dass es sich hierbei um einen sehr durchdachten und komplexen Arcade-Racer handelt, der überwiegend durch die riesige und kreative Community lebt. Die einzige Aufgabe im Spiel ist es, mit seinem Boliden so schnell wie möglich das Ziel zu erreichen. Dabei müssen allerhand rasante Sprünge und Loopings möglichst fehlerfrei bewältigt werden. Kracht man einmal doch in die Leitblanke, so kann man durch einen einzigen Knopfdruck von vorn beginnen. Das Neustarten geht dabei sehr flott und ohne Ladezeiten von statten.

Die Gegner werden im Spiel lediglich als Geister angezeigt, sodass es nicht möglich ist, mit ihnen zu kollidieren. Ein nettes Feature, das den Spielfluss um einiges erleichtert, da ein Rennen mit bis zu 200 Gegnern sonst in einem heillosen Durcheinander enden würde. Zwar glaubte ich, dass die Rennen mit einer solch hohen Gegneranzahl dennoch unübersichtlich wirken, doch läuft das Spiel auch bei voller Besetzung flüssig und man verliert nur selten die Übersicht. Es können pro Rennen so viele Runden absolviert werden, wie es in der vorgegeben Zeit möglich ist. Der Sieger ist derjenige, der nach Ablauf der Zeit die schnellste Rundenzeit hingelegt hat. Dabei offenbart sich bereits eine der Stärken des Titels, denn bereits nach kurzer Spielzeit ist man der Rekordjagd verfallen und versucht in jeder Runde ein paar Sekunden gut zu machen. Diese Sucht geht so weit, dass man sich abends 21:00 Uhr sagt „noch ein Rennen und dann ist Schluss“ und letzten Endes schaltet man den PC doch erst gegen 2:00 Uhr ab. Die Zeit verfliegt einfach unaufhaltsam, da man ständig bemüht ist, der Schnellste zu sein und durch die riesige Onlinerangliste einen zusätzlichen Motivationsschub erhält.

Create it!

Das größte Plus besitzt das Spiel allerdings bei der Erstellung von neuen Rennstrecken. Denn der Titel besitzt einen sehr mächtigen Editor, mit dem man die irrsinnigsten Ideen verwirklichen kann. Dieser ist leicht bedienbar und bietet sowohl Optionen für Neulinge als auch für gestandene Profis. Das Erstellen neuer Strecken funktioniert mit etwas Übung sehr gut und motiviert stets die Strecke zu testen und zu optimieren. Es gibt bereits jetzt eine unglaublich große Anzahl an Kursen, die von der Community geschaffen wurden - und es werden täglich mehr. Aufgrund dessen kommt in diesem Rennspiel nie Langeweile auf und man sieht ständig Rennstrecken, die es in solch einer Form noch nie gegeben hat. Zwar gibt es im Spiel nur ein Fahrzeugtyp, diesen kann man allerdings Dank des ebenfalls durchdachten Editors sehr individuell und nach eigenem Belieben gestalten. Damit erhält der Bolide im Handumdrehen eine ganz individuelle Lackierung, um sich von der breiten Masse abzuheben. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und man kann, die benötigte Zeit vorausgesetzt, sich einen wahren Hingucker kreieren. Ich selbst tüftelte stundenlang an den unterschiedlichsten Grafiken und war zugegebener Maßen sehr stolz, als ich meinen selbstgestalteten Boliden online präsentieren durfte.

Ich war bereits nach wenigen Runden von dem Spiel begeistert. Die Steuerung ist sehr eingängig und präzise und ermöglicht, mit ein wenig Übung, stets die Kontrolle zu behalten. Gegenüber dem Vorgänger merkt man schnell, dass der Entwickler Nadeo sehr darauf geachtet hat, wie sich die Fahrzeuge in Kurven und Loopings verhalten. Ein weiterer Schwerpunkt scheint bei der Entwicklung die Grafik gewesen zu sein. So sehen die Fahrzeuge sehr realistisch aus und bieten sogar erstmals in der Serie ein Schadensmodell. Zwar kommt das Spiel optisch nicht an Genregrößen heran, allerdings muss ich zugeben, dass es selten schönere Lichteffekte in Rennspielen gab. Auch die Canyon-Umgebung wirkt sehr detailliert und realitätsnah. Ich kann den Titel allen empfehlen, die Arcade-Racer lieben und sich vorrangig Online gegen andere Spiele messen wollen.

Platz 4 - Battlefield 3



Natürlich darf Battlefield 3 in meinem Ranking nicht fehlen. In meinen Augen wurde es einfach Zeit, dass Call of Duty mal wieder ernstzunehmende Konkurrenz bekommt, da die Serie einfach stagniert und schon seit längerem wenig Neues zu bieten hat. Zu meiner Überraschung wurde Battlefield 3 allerdings nicht nur ein ernstzunehmender Konkurrent, sondern gewann meiner Meinung nach auch noch das Duell zwischen den beiden Shootern.

Nicht ganz neu

Die Solo-Kampagne beginnt quasi genauso wie Call of Duty: Black Ops. So befindet sich der Seargent namens Blackburn in einem Raum mit zwei US-Agenten und wird verhört, dabei spielt man die erzählten Szenen in Rückblenden nach. Er berichtet vom Einsatz gegen die Rebellentruppen und von der schrecklichen Entdeckung im Tresorraum einer Bank. Denn der Seargent hat in der Bank einen Behälter für Atomwaffen entdeckt und erkannte dabei, dass zwei Waffen fehlen. Nachfolgend geht es in der Handlung darum, die verlorenen Atombomben zu finden und dafür zu sorgen, dass sie keinen Schaden anrichten. Die Solokampagne ist zwar sehr an CoD angelehnt, allerdings besitzt sie einen ganz eigenen Charme und hält sich mit Gewaltdarstellungen sehr zurück. Was mir persönlich besonderes gefällt, ist, dass eure Kameraden einen eigenen Charakter besitzen, meist klug agieren und auch berechtigte Zweifel und Ängste am Krieg verlauten lassen. Der Krieg bekommt dadurch ein ganz anderes Gesicht. Während er in Call of Duty meist verherrlicht wird, zeigt Battlefield 3 eher die Schrecken. Es gibt massig actiongeladener Szenen, die teilweise durch ruhigere Passagen unterbrochen werden. Daher nimmt man die Action-Szenen viel intensiver war und wird einfach nur darüber staunen.

Man bekommt während des gesamten Spiels erklärt, was man zu tun und zu lassen hat und dennoch ist die Kampagne sehr fordernd und überzeugte mich durch spannende Gefechte gegen computergesteuerte Gegner. Diese agieren meist klug und handeln fast nie unüberlegt. Auch die Fahrzeug-Sequenzen wissen zu gefallen und stellen eine gewisse Abwechslung dar. So gibt es allerhand Vehikel, die zu Land, zu Wasser und in der Luft gesteuert werden wollen. Eine solche Vielfalt an Fahrzeugen verpasst dem Spiel eine bestimmte Glaubwürdigkeit, die dank der zerstörbaren Umgebung noch verstärkt wird. Letztere war zudem der Punkt, der mich am meisten beeindruckte, so erwischte ich mich mehrfach, wie ich in Gefechten einfach nur auf Häuser schoss und mich dabei erfreute, wie realistisch die Gebäude einstürzten.

Play together

Der Fokus liegt allerdings, wie bereits bei den Vorgängern, im Mehrspielermodus, wo der Titel sein wahres Potenzial entfaltet. Demnach gibt es sehr spannende Gefechte gegen menschliche Gegner, bei denen vor allem der Teamgeist und die Taktik eine entscheidende Rolle spielen. Es bringt nichts, planlos und allein zum nächsten Ziel zu rennen, da man dabei schneller das Zeitliche segnet, als einem lieb ist. Die vielen Vehikel und die zerstörbaren Umgebungen bringen zudem ganz neue Aspekte ins Geschehen, die spielentscheidend sein können. Das Belohnungssystem konnte mich über eine sehr lange Zeit motivieren, da es allerhand Waffen, Gewehraufsätze, Taschenlampen, Fernrohre, Perks und vieles mehr freizuspielen gab. Dabei gibt es Belohnungen für das Benutzen von bestimmten Waffen bzw. Klassen. Die unterschiedlichen Klassen sind zudem sehr ausgewogen und es ist definitiv ein Erlebnis mit den verschiedenen Klassen zu experimentieren, da alle ihre ganz eigenen Vorteile besitzen. Der Shooter ist dabei der erste Titel, in dem ich keine favorisierte Klasse besitze, da in meinen Augen alle gut abgestimmt und in dieser Mischung sogar nahezu perfekt sind.

Grafisch spielt der Shooter dank der Frostbyte 2-Engine in der obersten Liga. So sind die weitreichenden Areale sehr detailreich und realistisch inszeniert. Es gibt weder Kantenflimmern noch verwaschene Texturen. Selbstredend benötigt man dazu einen recht leistungsstarken PC, allerdings hält der Titel dann auch bei Crysis 2 in den Ultra-Einstellungen mit. Aber nicht nur die Grafik brachte mich zum Staunen, sondern auch der voluminöse Sound. Denn in dem Shooter kracht und knallt es so realistisch, dass man sich bei guten 5.1 Sound-Systemen gerne einmal erschrocken nach hinten umdreht oder unter den Tisch kriechen will.


Platz 3 - Sonic Generations



Mein Überraschungshit des Jahres war definitiv Sonic Generations. Da das Franchise in den vergangenen Jahren immer mehr an Glanz verlor, glaubte ich auch, dass es bei diesem Titel nicht anders werden würde. Dabei irrte ich mich glücklicherweise stark, denn Sega spendierte dem kleinen blauen Igel zu seinem 20. Geburtstag ein grandioses Comeback.

Time Travel

Zu seinem Geburtstag wird Sonic mit einer Party überrascht, die leider anders verläuft, als es sich Sonics Freunde erhofft haben. Denn während der Geburtstagsfete taucht ein neuer Feind auf, der Sonics Freunde kurzerhand in eine unbekannte Zwischenwelt verbannt und sie in Eisstatuen verwandelt. Entschlossen schreitet der kleine blaue Igel ein, um seine Freunde zu retten, wozu er sich mit seinem früheren Ich zusammenschließt. Gemeinsam bereisen sie die entscheidendsten Stationen aus den vergangenen 20 Jahren von Sonic. Die Geschichte spielt zwar eine sehr untergeordnete Rolle, allerdings passt sie sehr gut zu Sonics 20. Geburtstag und überzeugt mich vor allem durch viel Charme und bekannte Sprecher. Die Idee, Sonic noch einmal durch seine bekanntesten Welten zu schicken, ist grandios und lässt vor allem bei älteren Gamern eine Menge Nostalgie aufkommen.

Zu Beginn eines Rennens entscheidet man sich, mit welchem Sonic man die anstehende Stage meistern möchte. Dabei bieten beide sowohl ein eigenes Setting als auch eine eigene Ansichtsweise. So lässt sich der nostalgische Sonic, wie in den ersten Teilen der Serie, als Sidescroller spielen, wobei er auf die altbekannten Moves zurückgreift. Der moderne Sonic bietet rasante Action in 3D-Optik sowie neue Moves, wie zum Beispiel die Homing-Attacke. Beide Sonics lassen sich hervorragend steuern und bieten eine Menge Abwechslung. Selbst wenn man ein und dieselbe Stage mit den beiden unterschiedlichen Igeln spielt, glaubt man, dass es sich um unterschiedliche Welten handelt, da beide sehr individuell und mit viel Liebe zum Detail entwickelt wurden. Die Grafik ist sehr schön anzusehen und in meinen Augen trotz der vielen bunten Farben nicht kitschig. Ganz im Gegenteil - die Stages wirken farbenfroh, aufgeweckt und entsprechen genau der heutigen Zeit.

Alles unter Kontrolle

Besonders überrascht war ich von der Steuerung, da diese sehr eingängig und genau funktioniert. Zwar gibt es dann doch auch hin und wieder kleine Aussetzer, im Großen und Ganzen war ich allerdings sehr davon überzeugt. So gibt es auch in den hektischsten Momenten immer die Möglichkeit, etwaigen Hindernissen und Gegnern auszuweichen. Um allerdings allen Hindernissen und Gegnern auszuweichen, bedarf es einiges an Übung, denn der Igel rast, in beiden Modi, so schnell durch die Welten, dass man nicht selten irgendwo hängen bleibt und somit Bestzeiten verschenkt. Somit gilt stets die Regel: „Übung macht den Meister“.

Über den Umfang des Titels war ich sehr überrascht. Zwar gibt es etwas wenige Bosskämpfe, dafür allerdings einen ganzen Haufen an Nebenaufgaben, die gemeistert werden wollen. Darunter sind viele neue Ideen, die mich sehr lange bei Laune halten konnten und mich meist dazu motivierten, Bestzeiten hinzulegen. Was ich vermisse, ist eine Mehrspieler-Modus, der dem Spiel mit Sicherheit sehr gut getan hätte und ihn in meinem Ranking wahrscheinlich sogar eine noch bessere Platzierung beschert hätte.

Platz 2 - Crysis 2



Ich muss gestehen, dass Crysis 2 eigentlich nicht in meinem Top-5-Ranking stehen dürfte, da ich sehr enttäuscht von der Grafik war. Denn nach dem großartigen Erstling erhoffte ich mir einen neuen Ober-Titel, der meinen PC mal so richtig ins Schwitzen bringt. Leider wurde der Titel allerdings offenbar primär für Konsolen entwickelt und bot anfangs auch eine dementsprechende Grafik. Glücklicherweise reagierte Crytek sehr schnell und brachte die Ultra-Einstellungen, die dem Titel die Grafik liefert, die er verdient hat und mich dazu bewog, den Shooter doch noch in mein Ranking aufzunehmen.

Beautiful Aliens

Wie bereits erwähnt, ist die Grafik mit den richtigen Einstellungen eine wahre Augenweite und zeigt, wie ein Shooter wirklich aussehen sollte. Selten wurde eine Alieninvasion schöner bekämpft, als in diesem Titel. Die CryEngine 3 liefert sensationelle Bilder, sodass Charaktermodelle täuschend echt wirken und Animationen flüssig und ohne Stottern auf den Bildschirm übertragen werden. Was mich an dem Titel jedoch am meisten fasziniert, sind die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, ein Ziel zu erreichen. Es gibt in nahezu jeder Situation des Shooters mehrere Wege, um die Aufgabe zu erfüllen. So kann man entweder als Rambo agieren und alles, das nicht bei Drei auf den Bäumen sitzt, eliminieren, oder man macht sich einfach unsichtbar und spaziert in aller Seelenruhe an den Feinden vorbei, ohne, dass diese einen erkennen. Selbstverständlich gibt es noch einige mehr Möglichkeiten, um eure Gegner auszutricksen. Die Gegner sind allerdings, zu meiner Freude, sehr intelligent und agieren meist im Team, wobei sie sich gegenseitig unterstützen. Aufgrund dessen sind die Gefechte sehr fordernd und verlangen meist einige Überlegungen, wie man am besten zum nächsten Ziel gelangt. Die Story ist mit ihren 12 bis 13 Stunden für heutige Verhältnisse schon wirklich sehr lang und hat einige Höhepunkte zu bieten.

Das größte Alleinstellungsmerkmal des Shooters ist allerdings der Nanosuit, der eine ganze Handvoll von speziellen Features bietet. So macht euch dieser nahezu unverwundbar oder einfach unsichtbar, sodass eure Gegner euch nicht entdecken können. Der Anzug bietet im Laufe der Geschichte immer mehr Möglichkeiten, die sich zudem noch ausbauen lassen. Dadurch wird die Hauptfigur Alcatraz zum Beispiel länger unsichtbar oder kann schneller rennen.


Der Mehrspieler-Modus hebt sich ebenfalls stark von der Konkurrenz ab, zwar nicht unbedingt aufgrund der Spielmodi, dafür allerdings aufgrund des Nanosuits, der die Onlineschlachten die gewisse Würze verpasst. So lassen sich die ganz individuellen Taktiken auch im Multiplayer und gegen echte Spieler anwenden, was vor allem in Kombination mit dem schnellen Spielflusses ein Mehrspieler-Highlight ist.

Platz 1 - The Elder Scrolls V: Skyrim



Ich habe ein gefühltes Jahrtausend auf The Elder Scrolls V: Skyrim gewartet und freue mich bereits seit den ersten Trailern auf den Titel. Ich habe jedes Video zum Spiel bestimmt vier Mal gesehen und konnte es zum Schluss kaum noch erwarten, bis ich den Titel endlich in den Händen halten konnte. Letzten Endes waren meine Erwartungen an das Spiel so groß, dass ich mich selbst fragte, ob der Titel diesen überhaupt noch gerecht werden konnte. Bereits in der ersten Stunde erkannte ich allerdings, dass Skyrim genau das Spiel ist, das ich mir vorgestellt und gewünscht hatte.

Spielspaß pur

Das Spiel beginnt sehr ruhig und macht aber gleich mit einem Feuerwerk weiter. So erlebt man gleich nach dem Start einen Drachenangriff, bei dem ein ganzes Dorf spektakulär verwüstet wird. Drachen besitzen im Spiel eine entscheidende Rolle und sind meist mit großen Kämpfen verbunden, die formidabel in Szene gesetzt wurden. Die Quests wirken sehr durchdacht und überzeugen mich hauptsächlich durch eine große Bandbreite. Vor allem sollte man sich für Skyrim viel Zeit nehmen, da einem der Titel für mehrere hundert Stunden vor dem Bildschirm bannen wird. Natürlich gibt es auch unzählige Nebenquests, die vom Spiel zum Teil selbst generiert werden. Es sind zwar eher kleine Aufgaben, in denen ihr einen gewissen Gegenstand besorgen bzw. einen bestimmten Gegner erledigen sollt, allerdings lockt der Titel den Spieler dabei immer wieder in bisher unerforschte Gegenden, wodurch auch diese kleinen Aufgaben Abwechslung bieten.

Die Landschaft und das Setting des Rollenspiels sind wirklich einzigartig und genau nach meinem Geschmack. Die Welt wirkt düster und mythisch und an jeder Ecke gibt es etwas ganz Besonderes zu entdecken. Ich streife manchmal einfach stundenlang durch verlassene Gegenden, nur um neue Geheimnisse zu entdecken oder mich an dieser einzigartigen Welt zu erfreuen.

Grafisch ist das Spiel für mich das Rollenspiel-Highlight des Jahres. Ich habe dieses Jahr kein Rollenspiel gesehen, das auch nur ansatzweise so gut aussah wie Skyrim. Man merkt schnell, dass die Welt mit sehr viel Liebe zum Detail erstellt wurde und dass man sich bei der Entwicklung allerhand Gedanken gemacht hat. Die Weitsicht ist einfach nur beeindruckend und vor allem der Gedanke, dass man alles bereisen kann, was man sieht, ist einfach nur unglaublich. Die Charaktere werden sehr gut dargestellt und besitzen glaubwürdige Mimik und Gestik. Die Welt ist zudem so realistisch aufgebaut, dass man sie schon fast als ein eigenes Ökosystem betrachten kann. So trifft man überall auf umherspazierende Tiere wie Hirsche, Wölfe, Mammuts und dergleichen und jede Tierart besitzt dabei ihre eigenen Charakterzüge. Wölfe sind demnach meist besonders aggressiv, während Hirsche bei Sichtkontakt sofort das Weite suchen. Diese Charakterzüge verpassen der Welt von Skyrim ein ganz eigenes Flair und zeigen, wie viel Abwechslung in dem Titel steckt.

Change Your Life

In Skyrim gibt es jedoch nicht nur viel zu entdecken, sondern auch viel zum Freispielen. So war ich gleich bei dem ersten Levelaufstieg begeistert, als ich den ganz individuellen Talentbaum sah, der das Beobachten von Sternenbildern symbolisiert. So kann man sich eines von unzähligen Sternbildern aussuchen, das dann einer bestimmten Fähigkeit zugeordnet ist. Investiert man nun einen Talentpunkt in das Sternenbild bzw. in diese Fähigkeit, verbessert man diese. Fähigkeiten verbessert man aber nicht nur über den Talentbaum, sondern auch indem man diese immer wieder verwendet. Kämpft man also öfters mit einem zweihändigen Schwert, so verbessert sich der Umgang mit den Zweihand-Waffen. Daher entwickelt sich der eigene Charakter immer mehr zu einem ganz individuellen Krieger, der genau nach eurem Stil kämpft.

Die Kämpfe erweisen sich zwar als durchaus fordernd, sie werden jedoch nie unfair und laufen nur selten nach ein und demselben Schema ab. Da man beide Hände getrennt voneinander steuern kann, kann man auch bis zu zwei Zauber bzw. Einhand-Waffen gleichzeitig verwenden. Ich finde dies einfach genial, da es Spaß macht, unterschiedliche Kombinationen auszuprobieren und die Beste für sich selbst zu entdecken. Das Spiel besitzt so viel Potenzial und eine Fülle an Möglichkeiten, die ich selbst bis 2012 nicht vollständig beschreiben könnte. Wenn ihr euch dieses Jahr auch nur noch ein Spiel holen wollt, dann entscheidet euch für The Elder Scrolls V: Skyrim, denn einen besseren und schöneren Titel werdet ihr so schnell nicht finden.

Ich hoffe mein kleiner Überblick hat euch gefallen und bewegt euch dazu noch das ein oder andere Spiel zu kaufen. Ich freue mich bereits wie ein Schnitzel auf all die Titel, die kommendes Jahr erscheinen. Bis dahin: Frohe Weihnachten!

Spiel der Woche

Werbehinweis


Spam Protection by WP-SpamFree