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Borderlands 2 – GC 2011 Vorschau
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Borderlands 2 – GC 2011 Vorschau

Geschrieben von: am 31.8.2011
Eine der wenigen großen Neuankündigungen im Rahmen der diesjährigen gamescom war Borderlands 2, der Nachfolger des großen Rollenspiels, das vor gut zwei Jahren Kritiker wie auch Spieler begeistern konnte und sich als echter Überraschungshit entpuppte. Nun will man mit dem zweiten Teil einen „echten Nachfolger“ nachliefern – was das konkret bedeutet, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Verbesserungen an allen Ecken und Kanten

„True Sequel“ – das bedeutet für Entwickler Gearbox Software nicht nur, eine „2“ ans Ende des Titels zu hängen, sondern wirklich sämtliche Bereiche des Spiels zu überarbeiten und zu verbessern. Das fängt beim User Interface an, das nun wesentlich übersichtlicher ist und wesentlich intuitiver zu bedienen sein soll, geht bei der Spielwelt weiter, die viel lebendiger sein soll, als noch im Vorgänger, und hört bei der künstlichen Intelligenz der Gegner auf. Die haben nämlich einiges dazugelernt und rennen nun nicht mehr stupide auf euch zu, sondern nutzen verschiedene Taktiken und schrecken auch nicht davor zurück, die Umwelt gegen euch einzusetzen. In der Präsentation zeigte man uns beispielsweise einige Bullymongs – am besten mit „Eisgorilla“ beschreibbar -, die in der kalten Tundra Eiszapfen von Gletschern rissen, um diese auf uns zu werfen, oder aber ein nahestehendes Fahrzeug als Wurfgeschoss missbrauchten. Später ging es dann gegen Banditen, die sich – wie es sich nunmal für heutige Shooter-Standards einfach gehört – bei zu starkem Beschuss zurückziehen, in Deckung gehen und/oder Verstärkung anfordern. Diese folgte dann auch direkt in Form von großen Kampfrobotern, die vom Mond aus durch die Atmosphäre brachen und mit einem lauten Knall unmittelbar vor uns in den Boden krachten.

Richtig gelesen, Kampfroboter vom Mond! Hab ich da jemanden „Transformers“ sagen hören? Nicht ganz. Vielmehr entstammen die Kerle der Mondbasis von Antagonist Handsome Jack, der sich nach den Ereignissen des ersten Teils an die Spitze gekämpft hat und nun als Leiter der Hyperion Corporation den Planeten Pandora beherrscht. Ein neues Team aus vier Helden soll den Kerl nun wieder stürzen und Pandora den Frieden bringen. Fans des ersten Teils müssen aber nicht traurig sein: Auch wenn es neue Protagonisten gibt, wird das alte Helden-Quartett aus dem ersten Teil auch im Spiel vertreten sein und euch bei eurer Mission unterstützen. Einer dieser neuen Charaktere ist Salvador the Gunzerker, der eine Weiterentwicklung des Berzerkers aus Teil 1 darstellt und vor allem auf Feuerkraft setzt. Dementsprechend verfügt er auch über die Dual Wield-Fähigkeit und kann in jeder Hand eine Waffe tragen – ganz egal, ob das nun zwei Pistolen, zwei Maschinengewehre oder zwei Raketenwerfer sind! Ebenfalls vorgestellt wurde Maya the Siren, zu der konkrete Informationen aber noch ausstehen. Ähnlich wie Maya dürfte sie aber über übernatürliche Kräfte verfügen und Gegnern mit Magie einheizen.

Selbstverständlich wäre Borderlands 2 kein wirkliches Sequel, wenn der beliebte Koop-Modus nicht auch wieder zurückkehren würde. Dementsprechend dürft ihr euch also wieder mit drei Freunden gemeinsam auf die Reise begeben und dabei unter anderem coole 4-Spieler-Fahrzeuge bedienen.


Sehr viel Wert hat man auch wieder auf die unzähligen Waffen im Spiel gelegt. Gab es im ersten Teil noch Milliarden von verschiedenen Waffen ohne wirklichen Charakter, entstammt nun jede Waffe einer konkreten Marke bzw. einem bestimmten Waffenhersteller. Der Sinn: Man möchte, dass die Spieler ihre Lieblings-Marken bilden und sich mit diesen identifizieren können. Die Banditen haben sich beispielsweise gedacht: Kugeln richten Schaden an, also richten viele Kugeln viel Schaden an! Und so haben sie ihre Waffen so umgebaut, dass möglichst viele Patronen in ein Magazin passen. Einen anderen Weg gehen die Waffenproduzenten von Tediore, die sich auf die Produktion von billigen Einweg-Waffen spezialisiert haben. Ist das Magazin einmal leer, wird die Knarre einfach weggeworfen und explodiert beim Aufprall. Der Clou dabei: Je mehr Kugeln noch im Magazin stecken, desto stärker die Explosion, mit der ihr Gegner sogar lähmen könnt!

Abgerundet wird das Ganze noch durch verschiedene Fraktionen, die mal mehr, mal weniger von euch halten und euch entweder unterstützen oder angreifen. Am Wichtigsten ist letztendlich aber der Fun-Faktor, den Borderlands 2 mit sich bringt, denn auch der zweite Teil nimmt sich selbst nicht so ganz ernst und liefert uns viele lustige Situationen. Beispiel gefällig? Am Ende der Demo durften wir noch Zeuge eines kleinen Bossfights gegen den sogenannten „Nomad“ werden. Dabei handelt es sich um einen muskelbepackten Banditen, der einen großen Metallschild vor sich her trägt, an dem ein kleiner psychopathischer Gnom gefesselt ist, der ständig in den schrägsten Tönen um sein Leben schreit, während wir versuchen, den Nomad zu treffen. Alternativ können wir den Gnom auch mit gezielten Schüssen befreien, woraufhin dieser sich wahnsinnig-lachend gegen seinen einstigen Peiniger wendet und uns im Kampf hilft.


Die Entwickler von Gearbox Software scheinen ihrem Ideal eines „echten Nachfolgers“ gerecht zu werden, denn Borderlands 2 strotzt nur so vor Verbesserungen, bringt neue Features wie die verschiedenen Waffenmanufakturen mit sich und setzt nach wie vor auf den Cel Shading-Look sowie den Borderlands-typischen Humor. Keine Frage, die gezeigte Version war noch ausbaufähig und vor dem Release muss man noch viel machen, aber trotzdem macht der Titel schon jetzt einen sehr guten Eindruck und verspricht, ein würdiger Nachfolger zu werden!

Ersteindruck: Sehr gut!
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