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Games-Publisher gehen gegen Raubkopierer vor Drucken

    Eine News vom 14.09.2006, 16:12 Uhr | Adam Smieja

Games-Publisher gehen gegen Raubkopierer vor Ab dem 15. September ergreift eine namhafte Gruppe von Games-Publishern härtere Maßnahmen gegen Raubkopierer im Internet. Es handelt sich dabei um die Publisher Koch Media, JoWooD und Namco Bandai. Diese konzertierte Aktion greift erneut das Thema Software-Piraterie offensiv an. Das Vorgehen wird von der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.) unterstützt.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Personen, die das Produkt als erstes den Tauschbörsen zur Verfügung stellen und die anhand ihrer IP-Adresse erfasst werden. Die zuständige Strafverfolgungsbehörde, die Staatsanwaltschaft München, wird beauftragt, die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten.

Außerdem werden alle Personen, die Produkte illegal hoch- bzw. herunterladen, in die Ermittlungen miteinbezogen. Neben einer strafbewehrten Unterlassungserklärung wird durch die beauftragte Anwaltskanzlei der tatsächlich entstandene Schaden eingefordert.
Die Ermittlungen betreffen bereits die kommenden Veröffentlichungen der beteiligten Publisher. Diese beziehen sich zunächst auf die PC-Spiele Die Gilde 2, Gothic 3, Warhammer: Mark of Chaos, Mage Knight: Apocalypse, Spellforce 2: Dragon Storm und Panzer Elite Action: Dunes of War, sowie Produkte weiterer Vertriebspartner von Koch Media.

„Wir sind bislang zurückhaltend mit dem Thema Raubkopien umgegangen. Die Zahl der illegalen Raubkopierer in den Peer-to-Peer-Netzen nimmt jedoch immer weiter zu, so werden laut der ipoque-Studie vom Juni 2006 50-80% des Internet Traffics für Peer-to-Peer-Sharing genutzt. Dabei ist nur ein kleiner Prozentsatzes des Datentausches legal. Wir selbst waren bei den großen Releases in diesem Jahr davon betroffen. Wir möchten nun ein deutliches Signal setzen und mit diesen Maßnahmen illegale File-Sharer davon abhalten, die Urheber zu schädigen. Gegen die Personen, die in Peer-to-Peer-Netzen illegal unsere Produkte tauschen, werden wir mit den uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln vorgehen. Wir arbeiten dabei allerdings sehr transparent, streuen die Informationen über unsere Vorgehensweise im Vorfeld über die Presse, verschiedene Foren und Spiele-Websites. Wir möchten an dem Vorgehen nicht verdienen, eingefordert wird lediglich der tatsächlich entstandene Schaden“, sagt Rechtsanwalt Thomas Merk, Justitiar von Koch Media.




   
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