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Blizzard verklagt Bot-Entwickler



Nachdem sich Blizzard im Februar schon gegen den Goldhandel in World of Warcraft aussprach (wir berichteten), geht es heute in die nächste Runde.

So verklagt Blizzard nun den Erfinder des Glider-Bots, der für Spieler während ihrer Abwesenheit weiterspielt und so Items und Gold sammelt. Schätzungen zu Folge soll Michael Donnely, der Entwickler des Bots, bereits bis zu 2,8 Millionen Dollar mit dem Bot verdient haben - dieser kostet nämlich 25 Dollar (rund 16 Euro).

In der Urheberrechtsklage rechnet Blizzard mit einer Umsatzeinbuße von rund 10,5 Millionen Dollar. Durch die Nutzung des Bots sei es möglich, den höchsten Level (momentan noch 70) innerhalb eines Monats zu erreichen, während Spieler ohne Bot dafür wesentlich mehr Zeit und somit auch mehr Geld benötigen.

Mittlerweile hat Michael Donnely's Anwalt eine Gegenklage eingereicht, da der Bot kein Copyrigt verletze. Außerdem existiert der Bot schon seit einer längeren Zeit, die Bestimmungen gegen Bots seitens Blizzard hingegen sind weitaus jünger.

Ein Gericht in Arizona soll nun entschieden, wer Recht bekommt - sollte Blizzard als Sieger hervorgehen, könnte eine großflächige Anti-Bot-Kampagne im Battle.net durchgeführt werden, um etwa Cheatprogramme in Diablo 2 zu beseitigen.

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