Beckstein - Hardliner wird ganz sanft 
Eine News vom 07.04.2008, 15:44 Uhr | Adam Smieja
Dr. Günther Beckstein, allseits bekannter Verfechter und Hardliner für das Verbot von Videospielen, insbesondere sogenannter Killerspiele, wird urplötzlich zum Auftakt des Munich Gaming Kongresses in der Hauptstadt Bayerns, München, ganz sanft.
Beckstein: „Die Games-Branche hat einerseits ein großes Arbeitsplatz- und Zukunftspotential. Sie kann jungen Menschen spielerisch den immer wichtigeren Umgang mit der Informationstechnologie vermitteln und auch Fertigkeiten wie Kombinationsgabe, Reaktionsschnelligkeit und strategisches Denken fördern. Aber andererseits ist die Branche auch gefordert, sich offen mit den kritischen Aspekten elektronischer Spiele wie Vernachlässigung sozialer Kontakte, Bewegungsarmut, eingeschränkte Kontrollmöglichkeit der Erziehungspersonen oder Suchtgefahr auseinanderzusetzen. Deswegen ist mein Appell: Ziehen Sie sich nicht darauf zurück, dass der Zusammenhang zwischen Gewaltspielen und Gewalttätigkeit nicht eindeutig belegbar ist. Investieren Sie in den Jugendschutz. Ziehen wir gemeinsam an einem Strang, denn Gewaltspiele haben in unseren Kinderzimmern nichts zu suchen.“
Weiter: „Die Gaming-Branche geht mit Optimismus in die Zukunft. Mir ist wichtig, dass Politik und Spieleindustrie im Dialog bleiben, um die Chancen im Blick zu behalten und gemeinsam gegen unerwünschte Nebenwirkungen zu kämpfen. Bayern mit dem Kongress Munich Gaming und als Standort für Gaming mit hohen Qualitätsmaßstäben ist aus meiner Sicht auch ein idealer Verleihungsort für den von Kulturstaatsminister Neumann initiierten Deutschen Computerspielpreis.“
Anscheind hat der gute Mann realisiert, dass man mit kontroversen Konfrontationen keinen Blumentopf gewinnen kann, eher das Gegenteil.
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