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Alt 15.07.2010, 12:22
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PC [Magazin] Singularity

Activision Blizzard macht im Shooter-Genre keiner etwas vor. Entwicklerstudios wie Treyarch oder das in letzter Zeit etwas geschrumpfte Studio Infinity Ward brechen mit ihrer Call of Duty-Reihe nahezu alle Rekorde, sei es an den generierten Umsätzen durch die millionenfach verkauften Einheiten oder die Multiplayer-Erfahrung, die zu einer der beliebtesten der Spielegemeinde gehört. Doch neben diesen beiden erfahrenen Studios gesellt sich auch Raven Software, bekannt durch das im letzten Jahr erschienene Wolfenstein, das wenige Wochen später auf dem Index landete. Zwar ist die alteingesessene Spieleschmiede nicht so erfolgreich wie die beiden Erstgenannten, dennoch machen sie immer wieder mit neuen Spieleprojekten auf sich aufmerksam. Der jüngste Spross hört auf den Namen Singularity und verspricht durch seine eigenen und frischen Ideen neue Spielerlebnisse für Fans brachialer Waffengewalt aus der Ego-Perspektive, die wir für euch unter die Lupe genommen haben.

Geheimnisvolle Technologie

Im Jahr 2010 entdeckt ein kleiner US-Aufklärungssatellit eine kleine Insel vor der russischen Küste, die eine hohe Radioaktivität ausstrahlt und somit Böses erahnen lässt. Kurz darauf schickt die US-Regierung eine Spezialeinheit mit Hubschraubern auf die unbekannte Insel, um herauszufinden, was dort vor sich geht. In der Haut von Cpt. Renko stürzt ihr plötzlich ab und wacht einige Minuten später am Ufer von Katorga-12 auf, eine Insel, auf der vor rund 60 Jahren, kurz nach dem zweiten Weltkrieg, E99 entdeckt wurde, ein Rohstoff, der Technologien ermöglicht, die man bis dahin nicht für möglich gehalten hat und Russland einen enormen Vorteil in der Kriegsführung verschaffen sollte.

Schon im Prolog des Spiels werden wichtige Fakten bekannt. Hier lebten in den 50er Jahren hochrangige Professoren, Lehrkräfte, Politiker und die Elite der Nation, um Technologien zu entwickeln, die die Zeit manipulieren sollten. Doch es gab einen Supergau, wodurch die Insel im Chaos versank und somit der geheime Stützpunkt komplett geschlossen und verbarrikadiert wurde. Die Aufgabe ist klar. Die dunklen Geheimnisse müssen gelüftet werden.

Willkommen auf Katorga-12

In der Tat beginnt Singularity extrem vielversprechend. Die Geschichte rund um die Insel und der russischen Regierung fasst direkt Fuß und weckt sofort Interesse. Der Name des Spiels bedeutet im entferntesten Sinne „einzigartig“ und leitet sich von „Singular“ ab, der in der deutschen Grammatik die Einzahl repräsentiert. In diesem Sinne trifft der Name auch auf das Spiel und die Geschichte zu. Die Singularität ist eine Technologie, die die russischen Wissenschaftler entdeckt haben, um das Zeitgefüge so zu manipulieren, dass man einen Altersprozess in Sekunden beschleunigt und in die Vergangenheit bzw. Zukunft reisen kann. Eine Technologie die einzigartiger nicht sein könnte.


Wer bewusst das Intro und die ersten Spielminuten des Spiels erlebt und anschaut, bemerkt die direkten Parallelen zu Bioshock. Die Ähnlichkeiten sind verblüffend. Ob der inszenierte Absturz oder die ersten Spielminuten in einer Art Empfangshalle. Hier hat Raven Software gekonnt von seiner Konkurrenz gelernt und umgesetzt, auch wenn Bioshock einen Tick intensiver den Prolog einleitet, als das Aufwachen auf Katorga-12. Kurz darauf findet ihr euch auf einem Anlegedock für Besucher wieder und sucht euch einen Weg durch eine Haupthalle, um euch mit eurem abgestürzten Kollegen an einem Funkturm zu treffen. Atmosphärisch bietet Singularity nicht die Qualität, die ich mir gewünscht hätte, dafür wirkt die Welt etwas zu detailarm. Dennoch schaffen es die Entwickler, Interesse und den Anschein zu erwecken, dass das Spiel durchgespielt werden muss. Der Motivationsfaktor ist demnach gegeben und mit einer stattlichen Kampagne von acht Stunden auch nicht zu kurz geraten.

Selbstverständlich gibt es neben der Kampagne, die in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen bewältigt werden kann, auch einen Multiplayer, der aber nicht der Rede wert ist. Zwei simple Deathmatch-Arten stehen zur Verfügung, wobei es oft mehr als fünf Minuten dauern kann, bis das Spiel sich mit einem offenen Server verbindet, um dann eine Runde spielen zu können. Die Suche nach Multiplayerspielen wird somit eher zur Qual, als dass sie Spaß machen würde. Hat man es dann doch endlich geschafft, einem Match beizutreten, macht sich schnell Ernüchterung breit. Denn einfache Deathmatch-Modi kennt man aus tausenden anderen Shootern. Hier gibt es keine frischen Konzepte oder dergleichen. Vielleicht hätte man sich einfach auf den Einzelspieler konzentrieren sollen.


Zeitmanipulation

Die zunächst spannend inszenierte Geschichte wird auf verschiedenen Ebenen transportiert. Während man auf seinem Weg durch die Insel die wunderschöne Kathryn trifft und in einem Abschnitt mit ihr an der Seite kämpft, lernt ihr auch Professor Barislow kennen, der euch genaueres über die Geschehnisse auf der Insel erzählt. Zudem sind in den unterschiedlichen Abschnitten Tonbänder versteckt, die ihr abhören könnt, um so zu erfahren, was im Jahr 1955 alles geschehen ist. Wie in Bioshock bekommt ihr hier Hintergrundinformationen zu verschiedenen Personen und deren Eindrücke. Unheimlich wirken gekritzelte Sätze an den Fassaden und Wänden, die ihr hin und wieder ausfindig macht und euch mit Fakten beunruhigen. Sätze wie „Du kannst es nicht verhindern“ oder „Trauen sie dem Professor nicht“ erinnern stark an „The Cake is a lie“ aus Valves Rätselshooter Portal.

Wer denkt, dass dies alles die Faktoren sind, die die Geschichte vorantreiben, dem sei gesagt, dass es auch Situationen im Spiel gibt, in denen ihr in die Vergangenheit reist. Hier kann es in wenigen Sekunden passieren, dass in einer Art Geistererscheinungen z.B. Situationen von fliehendem Personal nach der Explosion zu sehen sind oder ihr sogar selber im Geschehen eingreifen müsst, um so zum Beispiel eine bestimmte Gegebenheit zu verändern, um das Hier und Jetzt im Jahr 2010 zu beeinflussen. Gerade diese Momente zeichnen das Spiel aus, wirken frisch und lassen den Geschichtsverlauf gut voranschreiten, wenn auch die Story in der Mitte einen leichten Durchhänger hat, sich aber am Ende wieder etwas fängt und sogar den Spieler mit einer wichtigen Entscheidung konfrontiert. Ihr ahnt es schon, Singularity hat drei Enden zu bieten, je nachdem, wie eure Wahl am Ende ausfällt.

Metal und Pop

Raven Software steht für unbekümmerte Action, das haben die Mannen immer wieder bewiesen. Action steht an erster Stelle und das ist auch gut so. Singularity ist in erster Linie ganz klar ein geradliniger Shooter, der ohne wenn und aber den Spieler von Sekunde zu Sekunde in Gefechte stürzen lässt. Doch im Gegensatz zu Wolfenstein hat man sich nicht nur auf „Non-Stop-Geballer“ besinnt, sondern auch ruhige Einlagen eingebaut, die sich gekonnt in die Action einbinden. Zunächst beginnt das Spiel sehr ruhig, der Spieler darf sich mit der eingängigen Steuerung auseinandersetzen und die geradlinige Welt erkunden. Während man nach einigen Spielminuten seine erste Pistole in der Hand hält, wird klar, dass die Action langsam seinen Lauf nimmt und so müssen die ersten Widersacher ausgerottet werden. Beim ersten Spielen hatte ich genau in diesem Moment die Befürchtung, dass Singularity den gelungen Spieleinstieg jetzt mit Daueraction verblassen lassen würde.

Doch die Entwickler haben es geschafft hin und wieder behutsame Momente reinzubringen, in denen man als Spieler eine Verschnaufpause bekommt. So kann man sich in Ruhe Notizen durchlesen, die überall zu finden sind, oder man löst kleinere Rätsel, die aber eher darauf hinauslaufen, eine Kiste so zu platzieren, dass man durch eine Lücke klettern kann oder einen Stromkasten bzw. Schalter zu finden, der dann ein Tor öffnet, damit man zum nächsten Abschnitt gelangt. Alles in allem tut es dem Spiel gut, dass in einigen Räumen auch mal keine Gegner auf euch warten, so dass ihr euch ganz und gar der Levelarchitektur widmen könnt.

Nichtsdestotrotz bleibt das Spiel ein waschechter Shooter. Neben unterschiedlichen Waffen wie einer Pistole, einem Maschinengewehr, einer starken Schrotflinte, einem Scharfschützengewehr oder auch einem Raketenwerfer, die zum Standard eines jeden soliden Actionspiels gehören, sind auch Medikits verdammt wichtig, um eure Gesundheit wieder aufzufüllen. Diese generiert sich nicht automatisch, sondern lässt sich nur durch das Einnehmen von Medizin auffrischen. Wichtig ist auch die Tatsache, dass ihr immer nur zwei Waffen gleichzeitig tragen könnt, während ihr Munition in jeder Ecke findet oder von erlegten Gegnern aufsammeln könnt. Ein interessantes Element ist das Aufwerten der Eigenschaften von Cpt. Renko. Dies geschieht durch die E99-Technologie, die in verschiedenen Behältnissen überall gefunden werden kann. Somit können diverse Attribute angeeignet werden, wie zum Beispiel, dass ihr bei Angriffen weniger Schaden erleidet oder euer Sprint etwas länger anhält. Hin und wieder findet ihr sogar Koffer mit Waffentechnologie. Mit deren Hilfe könnt ihr eure Waffen aufwerten und so die Durchschlagskraft verbessern. Das Aufwerten funktioniert aber nur an speziell platzierten Apparaturen, über die ihr in regelmäßigen Abständen stolpert. Somit bietet Singularity auch leichte Rollenspielelemente, so dass ihr euch kleinere Vorteile gegenüber den unterschiedlichen Feinden aneignen könnt. Von mutierten Menschen über blaue Geistergestalten bis hin zu menschlichen Soldaten gibt es eine kleine Anzahl unterschiedlicher Gegnertypen, die sogar durch zwei Bosskämpfe bereichert wird, welche aber keineswegs fordernd sind, da die eher großen Kreaturen leuchtende Punkte auf ihrem Körper haben, die die Schwachstelle des Monsters darstellen, so wie man es auch von Lost Planet 2 kennt.

ZMG oder was?

Richtig interessant wird das Gameplay erst mit dem Erhalt des sogenannten ZMGs (Zeitmanipulationsgerät). Dieses wird euch danke einer Maschine um den linken Unterarm platziert, so dass dieses futuristisch anmutende Gerät daraufhin euer ständiger Begleiter ist und sich als sinnvolles Extra herausstellt, das ihr auf unterschiedlichen Wegen nutzen könnt.

In erster Linie wird das ZMG dazu genutzt, um Gegenstände altern zu lassen, oder auch in ihren Ursprung zu verwandeln. Im Grunde manipuliert man damit die Zeit oder den Prozess einer Alterung. Demnach könnt ihr mit dessen Hilfe zerstörte Treppen wieder in ihrer sauberen Ursprungsform zurückverwandeln, damit euch zum Beispiel eine neuer Weg erschlossen wird. Auch können zerstörte Kisten und Behälter wieder in ihrem damaligen Zustand gebracht werden und somit Munition für Waffen und Verbandskästen eingesammelt werden. Der Nachteil der überaus sinnvollen Waffe ist der Verbrauch von Energie, die ihr genauso wie die Medikits sammeln müsst. Benutzt ihr das Gerät einige Zeit lang nicht, dann lädt sich dieses aber langsam von selbst auf.

Sinnvoll ist das ZMG auch im Kampf. Explodierende Fässer können angesogen und gezielt geworfen, Schutzschilder der Soldaten aus den Händen gerissen oder per Druckwelle in die Luft geschleudert werden. Durch das Einbringen des ZMGs werden euch neue Möglichkeit im Kampf geboten, der dann auch taktischer ausfallen kann, auch wenn die künstliche Intelligenz eurer Feinde nicht ganz so überzeugt, da es hin und wieder passiert, dass diese sich als Kanonenfutter missbrauchen lassen, da sie keinen Schutz suchen. Im Großen und Ganzen bewegt sich das Agieren eurer Widersacher dennoch auf einem guten Niveau.


Ein kleiner Wermutstropfen ist die Grafikengine. Zwar sieht die Insel mit ihren Gebäuden gut aus, aber besonders die Texturen hätten ein paar weitere Farben und Details vertragen können. Besonders die Wände wirken oft sehr matschig und abwechslungsarm. Auch kleinere Ruckler machen sich bemerkbar sowie leichtes Kantenflimmern, was aber weniger stört. Gut gelungen ist die deutsche Synchronisation sowie die Sounduntermalung - hier gibt sich Singularity keine Blöße.
Testergebnis PS 3 Playstation 3 Version Grafik Effekte Texturen Animation Detailgrad Stil Sound Musik Sprache Abwechslung Gameplay Balance Story Level-Design Innovation Spielumfang K.I. Motivation Steuerung Kontrolle Komfort Genauigkeit Multiplayer Umfang Balance Leistung Xbox 360 Version Grafik Effekte Texturen Animation Detailgrad Stil Sound Musik Sprache Abwechslung Gameplay Balance Story Level-Design Innovation Spielumfang K.I. Motivation Steuerung Kontrolle Komfort Genauigkeit Multiplayer Umfang Balance Leistung Nintendo Wii Version Grafik Effekte Texturen Animation Detailgrad Stil Sound Musik Sprache Abwechslung Gameplay Balance Story Level-Design Innovation Spielumfang K.I. Motivation Steuerung Kontrolle Komfort Genauigkeit Multiplayer Umfang Balance Leistung PC Version Grafik Effekte Texturen Animation Detailgrad Stil Sound Musik Sprache Abwechslung Gameplay Balance Story Level-Design Innovation Spielumfang K.I. Motivation Steuerung Kontrolle Komfort Genauigkeit Multiplayer Umfang Balance Leistung Playstation 2 Version Grafik Effekte Texturen Animation Detailgrad Stil Sound Musik Sprache Abwechslung Gameplay Balance Story Level-Design Innovation Spielumfang K.I. Motivation Steuerung Kontrolle Komfort Genauigkeit Multiplayer Umfang Balance Leistung Playstation Portable Version Grafik Effekte Texturen Animation Detailgrad Stil Sound Musik Sprache Abwechslung Gameplay Balance Story Level-Design Innovation Spielumfang K.I. Motivation Steuerung Kontrolle Komfort Genauigkeit Multiplayer Umfang Balance Leistung Nintendo DS Version Grafik Effekte Texturen Animation Detailgrad Stil Sound Musik Sprache Abwechslung Gameplay Balance Story Level-Design Innovation Spielumfang K.I. Motivation Steuerung Kontrolle Komfort Genauigkeit Multiplayer Umfang Balance Leistung Mobile Design Verarbeitung Handhabung Aussehen Farbauswahl Funktionen Sprachqualität Sound/Klang Kameraauflösung Bildqualität Internet Speicherplatz Messaging Zubehör Akkuleistung Kopfhörer Gesamtausstattung Mitgelief. Speicher Software Eignung als... Lifestyle-Phone Business-Phone Multimedia-Phone var countries=new ddtabcontent("countrytabs")countries.setpersist(tr ue)countries.setselectedClassTarget("link") //"link" or "linkparent"countries.init()

Lest den ganzen Artikel und gebt Eure Meinung zu dem Spiel bekannt:

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