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MajorXPayne
24.06.2007, 02:35
Sorge vor ETA-Anschlägen in Feriengebieten

Nach der Entdeckung eines mit Sprengstoff beladenen Autos an der Südwestküste Spaniens schließen die Sicherheitskräfte nicht aus, dass die ETA Anschläge in Ferienorten plant.

Die baskische Untergrundorganisation habe bereits früher versucht, mit Attentaten in Touristengebieten einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes zu schaden, sagte der Direktor der spanischen Polizei und der Guardia Civil, Joan Mesquida, nach Presseberichten vom Freitag. Die Sicherheitsvorkehrungen seien bereits verschärft worden, hieß es.

Mit dem Sprengstofffund seien Anschläge verhindert worden, sagte Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba. Die mindestens zwei Insassen des Autos seien Mitglieder eines Terrorkommandos gewesen. Sie hätten wegen ihrer überstürzten Flucht in dem Fahrzeug zahlreiche Spuren hinterlassen. Dies erleichtere die Fahndung. Über mögliche Anschlagziele sollte nicht spekuliert werden, ergänzte er. Die ETA hatte vor zwei Wochen eine 14-monatige Waffenruhe aufgekündigt und mit neuem Terror gedroht.

Das mit 130 Kilogramm Sprengstoff sowie Zündern und Zeitschaltuhren beladene Fahrzeug wurde am Donnerstag nahe Huelva unweit der Grenze zu Portugal entdeckt. Es war in Lissabon gemietet worden. Wegen einer Polizeikontrolle in der Gegend hatten die Insassen das Auto am Straßenrand stehen lassen und waren mit Hilfe von Komplizen in einem anderen Wagen geflohen. Die spanische Polizei vermutet, dass sich ein Kommando der ETA an der Algarve-Küste versteckt haben könnte, um von dort aus Anschläge in Spanien vorzubereiten, wie es weiter hieß.

Schon in der Vergangenheit hatte die ETA immer wieder Bomben in Ferienorten gezündet. Sie wollte damit Spanien wirtschaftlich schaden. Allerdings ging das Kalkül der Terroristen nie auf. Vielmehr ist die Zahl der Touristen stetig gestiegen.