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MajorXPayne
24.06.2007, 02:23
Reelbox Avantgarde und Vista

Mit ihrem außergewöhnlichen Konzept erregte die auf Linux basierende ReelBox bereits im vergangenen Jahr Aufsehen, da sie gerade für Satelliten-TV-Nutzer ein überzeugendes, neues Konzept darstellte. Jetzt war Zeit für einen Generationswechsel.

Jetzt mit Slot-In-Laufwerk: Die Reelbox Avantgarde. Foto: Reel Multimedia


Erstaunlicherweise war die ReelBox light, wie sie zuletzt verkauft wurde, schon gegen Ende 2006 nahezu völlig vergriffen. Keine Spur von einer Neuauflage, jedoch gab es regelmäßige Software-Updates.

Rückblende: Die ReelBox ist - vereinfacht ausgedrückt - ein digitaler Fernsehempfänger für Satellit, Kabel oder DVB-T mit bis zu zwei Tunereinheiten. Programme können mittels eingebauter oder einfach nachrüstbarer Festplatte (je nach Ausstattung) aufgezeichnet und archiviert werden. Über ein eingebautes DVD-R-Laufwerk können Programme auf die Silberscheiben gebrannt werden (sowohl Video-CD, als auch DVD-Video). Orierntierung und Programmierung erfolgt über einen elektronischen Programmführer (EPG) und über das Online-TV-Programm „tvtv“. Außerdem ermöglicht die Box Programme via Netzwerk (auch drahtlos) an beliebige verbundene PCs im Haus zu „streamen“, man ist also nicht an den Standort der Box angewiesen.

Nun ist die ReelBox light abgelöst: Ab sofort gibt es die Reelbox Avantgarde und die ReelBox Vista. Letztere basiert (man mag es kaum glauben) auf der Mediacenter-Version von Microsofts Windows Vista, was in Anbetracht der traditionellen Linux-Plattform der ReelBox einige Überwindung gekostet haben dürfte, aber wohl ein Zugeständnis an den Markt ist.

Erstaunlich an der Vista-Version ist die extrem "aufgebohrte" Hardware mit Intel Core 2 duo-Prozessor und 2 GB RAM. Vista-Anforderungen eben. Allerdings gibt es nur einen Tuner. Auf mehr ist das Multimedia-Windows offenbar nicht vorbereitet. Ob sich diese Investition und dieser Kompromiss wenigstens durch eine erhöhte Stabilität und Performance auszahlen, ist noch zu überprüfen.

Die Avantgarde-Version baut allerdings auf der bekannten Linux-Version auf und zeichnet sich insbesondere durch eine deutlich verbesserte Hardware-Ausstattung gegenüber dem Vorgängermodell aus. So ist die Box jetzt ab Werk HDTV-fähig, verfügt über eine Gigabit-Netzwerkkarte und besitzt nun serienmäßig eine 320 Gigabyte-Festplatte und einen Double-Layer DVD-Brenner.

Wie die ReelBox lite zeichnet sie sich durch einen einfach zu erweiternden, modularen Aufbau aus, der weitgehend auf Notebook-Technologie basiert. Ebenso geblieben sind die zwei Tuner-Steckplätze, die bei Verwendung von „Dual-Tunern“ die parallele Aufzeichnung von bis zu acht Programmen gestattet.

Durch die Verwendung eines deutlich schnelleren Prozessors (Celeron M mit 1,86 Ghz) und 512 MB RAM (statt der bisherigen 128) dürfte sich die Performance (insbesondere das Codieren von DVDs) deutlich verbessern.