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Vollständige Version anzeigen : Neue Doping-Schlagzeilen im Radsport


MajorXPayne
01.05.2007, 02:24
Der Radsport kommt einfach nicht zur Ruhe. Im Doping-Skandal um den spanischen Mediziner Eufemianu Fuentes stehen nach Informationen der «La Gazzetta dello Sport» weitere 49 Rennfahrer unter Dopingverdacht.

Doch auch die jüngsten Vorwürfe des ehemaligen Masseurs Jef d'Hont vom Team Telekom sorgen für mächtig Wirbel. So stellte der Doping-Bekämpfer Werner Franke Strafanzeige gegen die beschuldigten Freiburger Ärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid. Das Freiburger Universitätsklinikum wiederum lässt die Anschuldigungen gegen seine beiden Radsport-Ärzte durch eine externe Gutachterkommission prüfen. D'Hont hatte im Vorabdruck seines Buches behauptet, die Team-Ärzte der Uni-Klinik Freiburg hätten Profis des damaligen Team Telekom das Blutdoping-Mittel EPO gespritzt.

In einer Pressemitteilung der Uni-Klinik Freiburg heißt es: «Mit großer Betroffenheit hat die Leitung des Universitätsklinikums Freiburg den Spiegel-Aufmacher mit den gravierenden Dopingvorwürfen des belgischen ehemaligen Masseurs Jef d'Hont aus dem Team Telekom zur Kenntnis genommen.» Der Vorstand der Klinik weise die massiven Anschuldigungen, «die bisher so nie erhoben worden sind, entschieden zurück», hieß es weiter.

Der Heidelberger Professor für Molekularbiologie Franke zeigt die beiden Team-Ärzte wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz, Rezeptbetrug und Beihilfe zur Körperverletzung an. «Die Post geht noch heute zur Staatsanwaltschaft Freiburg», sagte Franke. «Ich gehe davon aus, dass Herr d'Hont vor einem Richter aussagen will.»

Die italienische Sport-Tageszeitung «La Gazzetta dello Sport» meldete in ihrer Online-Ausgabe, dass nach den Ermittlungen in Spanien neben den bisher bekannten 58 mutmaßlichen Kunden des Dopingrings insgesamt 107 Profis verwickelt sind. Das gehe aus zusätzlichen Ermittlungsakten der spanischen Behörden von 6000 Seiten hervor. Diese Dossiers sollen sich laut der Gazzetta bereits im Besitz der UCI-Juristen befinden. Zur Identität der Fahrer wurden keine Angaben gemacht. Es sollen sich aber weitere prominente Namen aus verschiedenen Ländern darunter befinden, hieß es nur. Bislang war man von lediglich 500 Seiten Akten ausgegangen. Die Zeitung spekuliert, dass sich nun eine weitere Untersuchung der spanischen Behörden abzuzeichnen scheint.

Die spanische Polizei hatte im Mai des Vorjahres im Rahmen der «Operacion Puerto» Hauptverdächtige verhaftet. Im Zentrum des Dopingrings stand der frühere Kelme- und ONCE-Teamarzt Fuentes. Bei dem Mediziner hatte die Guardia Civil große Mengen an Dopingmitteln (EPO, Anabolika, Wachstumshormone) sowie 223 eingefrorene Blutkonserven entdeckt, die zu Blutdoping benutzt wurden. Bisher wurde lediglich Jan Ullrich als Kunde von Fuentes identifiziert. Ein DNA-Test der Bonner Staatsanwaltschaft hatte ergeben, dass die bei Fuentes unter dem Codenamen «Jan» gelagert Blutbeutel von Ullrich stammen. Der Toursieger von 1997, der inzwischen seine Karriere beendet hat, streitet aber weiterhin Doping ab.

In den vergangenen Wochen kam neue Bewegung in die Aufklärung der Fuentes-Affäre. Die italienischen Sportverbände eröffneten wieder das Disziplinarverfahren gegen Ivan Basso, der deshalb von seinem neuen Team Discovery suspendiert wurde. Der Giro-Sieger muss am 2. Mai vor der Disziplinarkommission des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) erscheinen. Die spanische Justiz gab kürzlich bekannt, dass sie der Staatsanwaltschaft Bergamo Proben des in Madrid gefundenen Blutes, das Basso zugerechnet wird, überstellen werde. Ein DNA-Test soll wie im Fall Ullrich Klarheit bringen. Basso ist inzwischen von den Tour-Organisatoren zur unerwünschten Person erklärt worden.

Inzwischen hat UCI-Präsident Pat McQuaid die spanischen Behörden und den Sportminister in einem Brief um Unterstützung gebeten. Auch die Teams fordern von den spanischen Behörden die lückenlose Aufklärung der Fuentes-Dopingaffäre. In Lüttich war diskutiert worden, eine Delegation nach Madrid zu schicken, die medienwirksam diese Forderung unterstreicht.

CrAzY DaRk
01.05.2007, 09:17
Naja, Doping ist, insbesondere im Radsport, zu einer ekelhaften Angewohnheit der meisten Fahrer geworden. Die Strafen sind meiner Meinung nach aber auch einfach nur ein Witz in Anbetracht dessen, wie hier die fairen Fahrer, sofern es davon im Radsport überhaupt noch welche gibt, schlicht und ergreifend verarscht werden, um es mal deutlich zu sagen. Mit den Fahrern, die dopen, sollte knallhart abgerechnet werden. Vorzeitiges Karriereende + fette Geldstrafen.

Sesostris
01.05.2007, 10:59
Doping gehört zum Alltag im Radsport...

Debiler Dunkler Depp
01.05.2007, 11:42
Ich kann Crazy Dark nur zustimmen. Die Verfolgung von Verdächtigen ist ein Witz. Siehe Jan Ullrich. Monatelanges Hickhack und immer noch keine absolute klarheit.

shadowgtr
09.05.2007, 00:16
Ich hab darüber mal nen Bericht gesehen, in dem es um Das Buch des Mediziners ging und um die "heile Welt" der Veranstalter.

Ganon
24.05.2007, 12:40
So nach dem ja nun auch Erik Zabel, Rolf Aldag und mein Quasi Nachbar Udo Bölts (wohnt 2-3 Orte weiter) Doping Missbrauch gestanden haben, wird der Radsport immer unglaubwürdiger.
Jan Ulrich müsste nun endlich auch gestehen, denn er ist ja zu 98% überführt.

Und das ein gewisser Mr. Armstrong clean sein soll, ist mitlerweile auch sehr, sehr fraglich. Aber das habe ich schon immer gesagt, das der nicht ganz ohne ist.

easy
24.05.2007, 12:52
is echt nen witz:nono:

da richter
24.05.2007, 15:51
Da kann ich nur Zustimmen Armstrong ist mit sicherheit nicht clean. Aber der hat nen Vorteil, der kann/darf Medikamente nehmen, die mit seiner Krebserkrankung zu tun haben bzw. hatten. Da muss doch auch ein stück weit doping ähnliches genommen worden sein.
Aber naja das ist wohl anscheinend der Radsport!

stefan2222
25.05.2007, 15:50
ja ist schon voll der witz. aber radsport ist sowieso langweilig

Sesostris
25.05.2007, 16:02
und korrupt, wie man sieht ^^

Debiler Dunkler Depp
25.05.2007, 16:14
Es ist aber schön, dass man sich so auf die "alte Garde" wirft. Auch wenn sie betrogen hat, erachte ich es momentan als wichtiger, die aktuellen Radprofis von Doping-Betrügern zu befreien.

Indem man die Vergangenheit "aufarbeitet" und "ans Licht bringt" hilft man dem Sport nicht weiter.

da richter
26.05.2007, 10:05
Stimmt auch wieder! Damals wars halt gang und gebe, weils keinen mehr oder weniger interessiert hat! Heute sollte da schon hart durchgegriffen werden.
Aber schon traurig, dass einer der eine WOche lang gedopt hat und dann aufgehört hat bei der Pressekonferenz geweint hat und andere nicht dies wirklich betrieben haben (das Dopen)!

Paddy147
01.06.2007, 21:31
Jeder Radfahrer weiß, dass die anderen Dopen! Da gibts dann die möglichkeit a und die B.

A) man dopt auch so wie die andern und wenn man erwischt wird hat man pech
B) man dopt nicht und färt immer hinterher und wird somit das gespött der ganzen welt

Wofür würdet ihr euch entscheiden?

da richter
02.06.2007, 01:59
Tja wie bei allen Lebenslagen versucht man, meist egal, das beste zu machen und vor den Anderen gut zu stehen und keine Schwäche zeigen! Große Probleme unserer Gesellschaft!

Paddy147
07.06.2007, 15:46
*da richter zustimm* aber im radsport is dopen normal...