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Vollständige Version anzeigen : Amnesty kritisiert Menschenrechtsverstöße in China


MajorXPayne
01.05.2007, 02:12
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist «sehr besorgt», dass vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking rechtmäßige Aktivitäten etwa von Bürgerrechtlern, Anwälten und Journalisten verfolgt werden.

Im Namen von «Stabilität» und «Harmonie» glaubten chinesische Behörden, gegen all jene vorgehen zu müssen, die aus ihrer Sicht das Umfeld der Spiele stören könnten, heißt es in einem Bericht der Organisation vom Montag. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) solle seinen «beträchtlichen Einfluss» auf Chinas Behörden vor den Spielen nutzen und Menschenrechtsverletzungen ansprechen.

Trotz einiger Reformen bei der Todesstrafe und Lockerungen für ausländische Journalisten in China, gebe es keine Fortschritte bei der Umerziehung in Arbeitslagern, die einfach ohne Gerichtsverfahren angeordnet werden kann. Die Anwendung dieser sogenannten Verwaltungshaft scheine sich zumindest in Peking durch die Olympischen Spiele sogar noch zu verschärfen, beklagt Amnesty. Die Verfolgung von Bürgerrechtlern, prominenten Verteidigern und all jenen, die Menschenrechtsverletzungen berichteten, halte an.

«Das Versagen der chinesischen Behörden, die rechtlichen und institutionellen Schwächen anzugehen, die solche Verstöße gedeihen lassen, behindern weiter die Bemühungen, die Rechtsstaatlichkeit in China - ein Pfeiler für "Harmonie" und "Stabilität" - zu stärken und wirft einen dunklen Schatten auf die rechtlichen Reformen, die in den vergangenen Monaten eingeführt wurden», heißt es in dem Bericht.