Vollständige Version anzeigen : Neue Forderung, "Killerspiele" zu verbieten
Sogenannte "Killerspiele" wurden in den vergangenen Jahren zur Genüge in den Medien breitgetreten. Nun gibt es erneut die Forderung, solche Spiele generell in Deutschland zu verbieten.
Grund für die Forderung der Wissenschaftler Prof. Günter Huber (Universität Tübingen), Dr. Werner Hopf (Schulberatung Oberbayern-Ost) und Dr. Rudolf Weiß sei eine von ihnen durchgeführte Studie von zweijähriger Länge.
Diese Studie sei mit insgesamt 653 Hauptschülern im Alter von 12 bis 14 Jahren durchgeführt worden und habe ergeben, dass der Konsum von Medien mit gewalttätigem Inhalt im Jugend- und Pubertätsalter in direktem Zusammenhang zu späterer Gewaltbereitschaft stünde.
Was haltet ihr von der Meldung? Findet ihr die Studie repräsentativ?
Wenn die Gesetze ordentlich eingehalten würden, kämen 12-14 Jährige nicht an Spiele mit einem gewissen Gewaltgehalt - ist ein generelles Verbot da wirklich sinnvoll und auf dieser Grundlage durchsetzbar?
Ferner stellt sich die Frage, warum diese Studie explizit mit Hauptschülern durchgeführt wurde - habt ihr eine Idee?
terrence.phil
27.08.2008, 14:03
Ach, immer diese Studien. Na klar,m die haben was bewiesen. Und?
12-14-jährige, das sagt doch schon alles. "Killerspiele" sind ab 18 oder anders gesagt, die Spiele, von denen man sagt, sie seien "Killerspiele" sind für Erwachsene Konsumenten. Also was soll diese Studie? :sm12:
Naja, es wird wohl nie aufhören ^^
Sesostris
27.08.2008, 14:14
insgesamt 653 Hauptschülern
thanks for the inside, damit ist die Studie imo in die Bedeutungslosigkeit gerutscht. Wer Hauptschüler analysiert, muss mit solchen Ergebnissen rechnen, denn die Kinder da sind nicht umsonst auf ner Hauptschule ...
Böhser Onkel
27.08.2008, 16:38
und die Studie ist Scheiße und totales Gelapp bei mir hats auch nichts geschadet(hab aber realschulabschluss), aber wer die spiele will bekommt sie auch wenn er sie will ob die da verboten sinn oder net spielt keine rolle^^. (interpunktion is blöd ich weiß , kann aber grad nich mehr nachdenken^^).
Glücksbärchen
27.08.2008, 17:52
Schließe mich den anderen an. Was soll sowas. Wie Böhser Onkel schon sagte, gelangen Kinder immer an die Spiele. Egal, ob sie es dürfen oder nicht. Und wieso testet man in diesem Falle Hauptschüler * Hust *.
Allgemein gesagt, sind die ganzen Studien schwachsinn. Ich meine, es gab jetzt schon so viele, die meinten, dass Killerspiele die Gewaltbereitschaft und es gab bzw. gibt min. genau so viele, die dies widerlegen bzw. genau das Gegenteil beweisen.
Sesostris
27.08.2008, 18:21
ich hätte diese Sache wesentlich ergiebiger gefunden, wenn sie 600 Hauptschüler, Realschüler, Gesamtschüler, Gymnasiasten UND Studenten genommen hätten, weil man dann a.) differenzieren könnte, inwieweit da die schulische Bildung mitspielt und b.) ein wesentlich representativeres Ergebnis haben würde.
Debiler Dunkler Depp
27.08.2008, 18:45
Na ja ich glaube die Frage nach solchen Studien entwickelt sich in Spielerkreisen zu einer Frage der Kategorie des "Ei-oder-Huhn"-Problems!
Ich denke man kann der Studie eine gewisse Aussagekraft zuweisen.
Auf eure Bedenken warum man gerade Hauptschüler genommen hat (einige Denken hierbei wohl nur an Rütli-Schüler), müsste man eigtl mit einer neuen Studie antworten. Eines liegt natürlich auf der Hand, die Hauptschule gehört zu den drei größen Schulformen des Dreigliedrigen Schulsystems (Überraschendweise) und die Schüler verteilen sich da recht gleichmäßig. Rein zahlenmäßig gibt es keinen Grund, nicht Hauptschulen zu nehmen.
Zum anderen wage ich zu behaupten , dass auf Hauptschulen der Satz der Minderjährigen, die bereits "Killerspiele" gespielt haben, (geringfügig?) höher ist als auf anderen Schulformen.
Entgegenhalten kann man dieser Wahl natürlich, dass man unterschiedliche Grade der Bildung und eventuell auch sehr deutliche Unterschiede bezüglich des sozialen Hintergrunds der Kindervernachlässigt. Eine Studie durch alle Bildungs- und sozialen Schichten wäre da vllt aussagekräftiger Gewesen.
Nun, was sagt diese Studie aus? Eigentlich nur, dass man Jugendliche in einer Phase, in der sich die Persönlichkeit besonders stark verändert (Pubertät) vor Medien mit stark gewalttätigem Inhalt schützen muss. Zu welchem Anteil andere persönliche Lebensumstände auch zur Gewaltbereitschaft beitragen wird natürlich außer acht gelassen.
Entsprechend ist die Studie kein Beleg dafür, dass Videospiel Gewalt hervorrufen, sie zeigt aber, dass das Spielen ungeigneter Spiele negativen Einfluss haben kann.
Kurzum: Eigentlich erfahren wir gar nichts neues. Entsprechende Spiele gehören für ungeeignete Altersgruppen verboten, das sind sie ja auch, das Verbot ist offenbar aber nicht wirksam. Die Politik ist machtlos, will sie nicht "Killerspiele" komplett verbieten, was sicher zum Jugendschutz beiträgt, den Spielen und den Erwachsenen Spielern aber nicht gerecht wird.
Letzten Endes hilft kein Verbot sondern nur ein besser "Schutz" Minderjähriger und vor allem Aufklärung und Sensibilisierung der Eltern. Es führt halt kein Weg momentan daran vorbei, dass Mama und Papa mal kontrollieren, was ihre Kids da eigl konsumieren!
Princeps
28.10.2008, 14:10
Also ich finde den Vorschlag eigentlich angemessen
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