Tarr Chronicles (Tests)
Paradox Interactive bringt in letzter Zeit ziemlich viele Spiele auf den Markt. Manche sind besser, manche eher schlechter. Wie macht sich indes der Weltraum-Shooter Tarr Chronicles? Der Name mag zwar recht seltsam klingen, aber endlich traut sich wieder ein Entwickler in das verheißungsvolle Genre der Weltallballerei! Die Story von Tarr Chronicles ist sehr düster gehalten, denn im Spiel schreibt man das Zeitalter der Finsternis, in der das „Mirk“ alles vernichtet, was es in die Finger kriegt. Man selbst übernimmt die Rolle eines eigens benannten Helden und muss die Erde retten – nicht nur vor dem Mirk, sondern auch von den „De’Khette“, die alle möglichen Zivilisationen auslöschen wollen. Die Story wird leider sehr platt dargestellt und generell stellt sich nicht annähernd ein Feeling wie bei Darkstar One oder Wing Commander ein. Schade, aber der Titel kann anderswo punkten. Umfangreiches Upgrade-Paket Während eurer Einsätze werdet ihr einige Items erhalten, die ihr dann im Mutterschiff für neue Upgrades eintauschen könnt. Außerdem bekommt ihr nach einer erfolgreich abgeschlossenen Mission eine richtig fette Ladung an neuen Ressourcen, mit denen ihr euch weitere Ausrüstung für euer liebstes Stück holen könnt. Mit rund 150 Objekten ist zudem für genügend Abwechslung gesorgt. Diese doch recht großzügige Auswahl an Items beinhaltet neue Reaktoren, Triebwerke, Kanonen, Schilde, Rumpfteile und so weiter und so fort. Bei der Wahl seines Flugzeuges kann zwischen einem Jäger, Bomber und einer Korvette gewählt werden, die allesamt unterschiedliche Werte haben, sich aber nur marginal in der Spielbarkeit unterscheiden, obwohl der Jäger ja wendiger sein sollte als der Bomber und die Korvette. Merkt man leider nicht, aber das soll uns jetzt erstmal nicht stören. Wer ganz faul sein möchte, der kann sein Raumschiff automatisch bestücken lassen. An sich funktioniert das ganz gut, wer jedoch sein eigenes Schiff basteln möchte, der kann eben aus jenen 150 Items wählen, die er sich hart erkämpft hat. Hierbei wird man manchmal vor schwere Entscheidungen gestellt: Nehme ich lieber eine schwere Waffe zusätzlich mit oder rüste ich mein Schiff mit einem sehr guten Schild aus? Die Antwort überlässt das Spiel euch, jedoch muss man sich im Kampf dann auf die veränderten Einstellungen einstellen und danach auch kämpfen. Flotte Action Im Gegensatz zu viele anderen Weltraum-Shootern ist Tarr Chronicles durchaus schnell und actionreich. Schon in der ersten Mission, die zudem als Tutorial gesehen werden kann, geht es rasant zur Sache. Es wird euch die Steuerung erklärt, die ohnehin relativ einfach ist, weil sie über WASD sowie die Maus an sich funktioniert und die erste Mission will erfüllt werden. Es gilt ein Geschwader aus drei Untersätzen an eine Raumbasis zu führen, damit sie dort vorerst sicher sind. Hernach gilt es auch schon direkt eben jene Raumbasis vor feindlichen Übergriffen zu verteidigen. Ihr seht: Schon da wird es keine Pausen geben, die den Spielfluss unterbrechen. Gut ist zudem, dass es nur sehr selten Leerlaufphasen gibt, denn das ist ein Problem vieler Spiele in diesem Genre. Die Gegner lassen sich aber leider aufgrund mangelnder KI relativ leicht vom Himmel holen, obwohl sie waghalsige Manöver auf Lager haben. Ein kleiner Kreis zeigt euch an, wo ihr schießen müsst, um den Feind zu treffen. Wer es sich ganz einfach machen will, der benutzt einfach seine Raketen, die zu 90% ihr Ziel erwischen. Die Kampagne des Spiels ist leider aber recht kurz ausgefallen. Gerade mal neun verschiedene Gebiete werdet ihr vorfinden, die alle einzeln rund 15 Quests beinhalten. Die Aufgaben bestehen, wie oben bereits gesagt meistens aus Abfangflügen, Verteidigung, Eskorten und so weiter. Die Gebiete variieren und machen einen durchweg positiven Eindruck, weil sie allesamt ziemlich schön wirken. Sehr bitter in der Kampagne ist allerdings, dass man nur speichern kann, wenn man eine Teilmission bzw. eine ganze Mission beendet hat. Zwischendurch geht es nicht! Verheerend, wenn man bedenkt, dass eine Teilmission gut und gerne 20 Minuten in Anspruch nehmen kann und dort leider auch keine allzu schwachen Gegner ihr Unwesen treiben.Ganz nette Optik Die Grafik des Spiels ist sicherlich kein absoluter Kracher, sieht aber stets gut aus und muss sich sicherlich nicht als „altmodisch“ abstempeln lassen. Die erledigten Feinde lösen sich in kleineren und größeren Explosionen auf, die Raumstationen sehen grafisch gut texturiert aus und lassen ein recht gutes Star Wars Feeling aufkommen. Der Sound kann mit einer durchweg gelungenen englischen Sprachausgabe überzeugen, dessen Sprecher eine stets gute Leistung liefern, die niemals langweilig, unmotiviert oder einschläfernd auf den Spieler wirkt. Eine deutsche Vertonung bei solchen Spielen ist aber eigentlich Usus, hier aber leider nicht. Geschrieben von: Adam Smieja am 10.10.2007
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