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rFactor (Tests)


rFactor

PC Gamer haben es nicht immer leicht. Die meisten Rennspiele erscheinen für Konsolen und der Computer guckt meistens in die Röhre. Natürlich sollte man Spiele wie GT Legends oder GTR nicht vergessen, denn diese Spiele sorgten schon vor einiger Zeit für hohen Realismus, den man so noch nicht gesehen hat. Doch nun kommt Entwickler ISI zurück, der schon damals für Electronic Arts entwickelt hat und sich für die damaligen Formel 1 Spiele verantwortlich zeigte. Mit ihrem neuesten Streich rFactor will das Entwicklerteam neue Maßstäbe in Sachen Realismus setzen. Wie sich das Rennspielprojekt macht, erfahrt ihr im Test!

Auf der Rennspielwolke

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Jeder Autofan wird sich direkt in rFactor wohlfühlen. Zwar gibt es keine originalen Lizenzen, so dass nur fiktive Autos und Strecken vorhanden sind, aber dank der enorm vielen Einstellungsmöglichkeiten können Bastler direkt loslegen. Im Spiel selber gibt es rund 80 verschiedene Fahrzeuge, die alle in diversen Klassen unterteilt sind. So gibt es die GT Serien, die Formula One Serien oder gemischte Rennen. Je nachdem, wie stark ein Auto motorisiert ist, wird man einer Klasse zugeteilt. Selbstverständlich besitzt ihr zu Anfang nicht sehr viel Geld, um euch direkt die besten Flitzer zu holen, sondern ihr fangt mit einem kleinen Budget an, und müsst euch mit schwachen Rennern zufrieden geben. Gewinnt ihr Rennen, bekommt ihr Geld gutgeschrieben, das ihr in euer Auto investieren könnt, um neue Tuningteile anzubauen, oder euren Motor zu verbessern. Neben dem Karrieremodus könnt ihr natürlich auch an schnellen Rennen teilnehmen oder prüft euer Geschick im Online-Part, zudem wir später noch kommen werden.

Technology zum Anfassen

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Das größte Problem, das rFactor besitzt, ist das Spiel selbst. Klar, im Grunde ist es ein Rennspiel, das auf sehr hohen Realismus setzt, aber das Hauptaugenmerk liegt nicht auf den Fahrspaß, sondern auf das Feintuning der Motoren oder der Aerodynamik. Dem Spieler werden dermaßen viele Einstellungsmöglichkeiten serviert, dass die meisten den Überblick verlieren und schnell aufgeben werden. Man wird regelrecht erschlagen. Ob das Einstellen der Reifen, Spoiler oder der Sitzposition, alles ist möglich. Ob das aber nun so gut ist? Für Freaks mag es Sinn ergeben, aber der Mainstream wird damit nicht glücklich. So kommt am Ende der Rennspaß erst an zweiter Stelle und das passt leider nicht so ganz. So gestaltet sich rFactor mehr als Technology-Studium für Autobauer, die genaue Daten über diverse Autokarossen verfolgen und berechnen.

Man sollte dennoch sagen, dass Entwickler ISI es versteht, wie man eine Simulation hinbekommt. Wenn man erst einmal auf der Piste fährt, merkt man, dass hier Realismus pur herrscht. Die Boliden fühlen sich sehr echt an und man hat das Gefühl wirklich hinter dem Steuer eines Rennwagens zu sitzen. Besonders mit einem Lenkrad kommt das Renngefühl sehr gut zur Geltung. Zudem arbeitet das Spiel mit einer sehr ausgefeilten Physik-Engine, die das Tuning der einzelnen Fahrzeuge exakt berechnet. Wenn man also seinen Heckspoiler nicht richtig einstellt, kann es passieren, dass man wichtige Sekunden in einem Rennen verliert und am Ende nicht auf dem Siegertreppchen steht.

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Neben den Feintuningmöglichkeiten kann man natürlich auch die Rennen so gestalten, wie man sich es wünscht. Man darf den Modus bestimmen, die Fahrweise der Gegner einstellen, die Anzahl der Fahrzeuge und die Länge des Rennens angeben. Dies geht sogar so weit, dass man ein echtes 24 Stunden nachfahren kann. Wenn ein Rennen über eine längere Distanz geht, verändern sich selbstverständlich auch die Witterungsbedingungen. Sprich es gibt einen tollen Tag/Nacht-Wechsel während der Rennen. Aber auch Sonne oder Regen können die Rennen beeinflussen. Das trägt sehr gut zur Atmosphäre bei.

Wer ein tolles Rennen absolviert hat, der kann sich sogar sein eigenes Video schneiden. Der Videoeditor ist sehr umfangreich und man kann zahlreiche Kamerawinkel einstellen und schneiden lassen. Die Videos kann man als AVI Datei abspeichern und dann online verbreiten. Besonders für die Community ist der Videoschnitt mit Sicherheit interessant.

Mods und Multiplayer

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Der wohl ausgeprägteste Bereich im Spiel ist der Multiplayerteil und der dazugehörige Editor. Da Entwickler ISI für kundenfreundliche Editor bekannt ist, liegt es sehr nahe, dass auch diverse Mod-Teams rFactor erweitern werden. Schon jetzt sind zahlreiche Ankündigungen gemacht worden, so dass rFactor nach und nach dank der vielen Fans erfolgreich ausgebaut werden kann. So werden auch schnell wirkliche Strecken und Autos downloadbar sein. Dabei sind die Editor so umfangreich, dass man nahezu ein komplett neues Spiel entwickeln könnte.

Aber auch der Online-Wettkampf auf der Rennstrecke ist sehr umfangreich. Die Server laufen sehr stabil und es kann sogar möglich sein, dass rund 64 menschliche Fahrer auf einem Server die Runden drehen, ohne dass jegliche Lags zu spüren sind. Der Netcode wurde optimal abgestimmt. Zudem bietet das Spiel eine interne Freundesliste, so dass man genau sieht, welcher Freund gerade wo seine Rennen fährt. Zudem bietet jedes Fahrerprofil seine bestimmte Statistik, so dass man seine Karriere online sehr gut verfolgen kann. Im Multiplayer macht rFactor einen sehr guten Eindruck!

 

Geschrieben von: Christoph Kleiner am 23.09.2007




 
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